Bismarcksche Reichsverfassung

Als Bismarcksche Reichsverfassung wird die Verfassung des Deutschen Kaiserreichs vom 16. April 1871 bezeichnet. Sie ging ursprünglich als Verfassung des Deutschen Bundes vom 1. Januar 1871 in revidierter Fassung aus der 1867 ausgearbeiteten Norddeutschen Bundesverfassung hervor. Ihre amtliche Überschrift lautete nun Verfassung des Deutschen Reichs (RV 1871); sie galt fast fünfzig Jahre lang ohne wesentliche Änderungen.

Im Bundesrat, dem höchsten Staatsorgan des Deutschen Reiches, waren die Bundesstaaten vertreten. Das Präsidium des Bundes hatte der König von Preußen inne, der den Titel ‚Deutscher Kaiser‘ trug. Der Kaiser setzte den Reichskanzler ein, der den Vorsitz im Bundesrat führte, seine Geschäfte leitete und einziger verantwortlicher Reichsminister war. Der Kanzler wurde damit zu einer der maßgeblichen Instanzen des politischen Systems sowohl hinter den Kulissen als auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Reichsgesetze brauchten die Zustimmung zweier Organe, nämlich des Bundesrats und zusätzlich des Reichstags. Der Reichstag wurde alle drei und ab 1885 alle fünf Jahre gewählt, nach allgemeinem Wahlrecht für Männer.

mehr zu "Bismarcksche Reichsverfassung" in der Wikipedia: Bismarcksche Reichsverfassung

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

Deutsche Reichsgründung:
thumbnail
Die Bismarcksche Reichsverfassung wird als Gesetz verabschiedet und zur Rechtsgrundlage für das deutsche Kaiserreich.

Politik & Weltgeschehen

Deutsches Reich:
thumbnail
Der deutsche Reichstag ändert Artikel 32 der Reichsverfassung und führt damit Abgeordnetendiäten ein.

1855

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
thumbnail
Im Krimkrieg endet die Belagerung von Kars mit der Einnahme der osmanischen Festung durch russische Truppen unter General Murawjow. (29. November)

"Bismarcksche Reichsverfassung" in den Nachrichten