Bjaresina

Die Bjaresina (weißrussischБярэзіна; russischБерезина/Beresina) ist ein 613 km rechter langer Nebenfluss des Dnepr (weißrussisch Dnjapro) in Weißrussland.

Sie ist nicht zu verwechseln mit der weiter östlich vorwiegend in Russland fließenden, viel kürzeren Beresina, die etwa 200 km flussaufwärts, unterhalb von Smolensk ebenfalls von rechts in den Dnepr mündet.



Geschichte




Karl XII. von Schweden überquerte während des Großen Nordischen Krieges gegen Peter den Großen mit seiner Armee den Fluss am 25. Juni 1708. Welthistorische Berühmtheit erlangte der Fluss durch die Schlacht an der Beresina vom 26. bis 28. November 1812 während des dramatischen Rückzugs der Grande Armée unter Napoleon vor den Truppen des Zaren Alexander I. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Dorf Ala an der Bjaresina von deutschen Soldaten überfallen und vollständig niedergebrannt. In der sowjetischen Sommeroffensive 1944 (→Operation Bagration) wurde die 4. Armee der deutschen Wehrmacht nach der Überquerung des Flusses in einem Kessel östlich von Minsk vernichtet.

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Frankreich & der Russlandfeldzug 1812

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Beim Rückzug der Grande Armée aus Moskau erreichen die Franzosen die Beresina und beginnen den Fluss zu überqueren. An den geschlagenen Brücken entsteht am nächsten Tag Unordnung, welche die Russen zur Schlacht an der Beresina nutzen.

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