Blutzeuge (Nationalsozialismus)

Der Begriff Blutzeuge wurde von der NS-Propaganda verwendet. Das Ziel war es, einen Heldenkult bezüglich zu Tode gekommener Nationalsozialisten zu erzeugen, die im Zusammenhang mit den Bestrebungen der NSDAP zur Machtergreifung und Machterhaltung getötet worden waren.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Ingeborg Wessel stirbt in Rheinberg. Ingeborg Paula Margarethe Wessel war die Schwester von Horst Wessel. Nachdem ihr Bruder von Kommunisten getötet und in der Folgezeit von der NS-Propaganda zu einem „Märtyrer der Bewegung“ stilisiert wurde, profitierte sie erheblich von dem Heldenkult um ihn. Als Autorin veröffentlichte sie während der Zeit des Nationalsozialismus Erinnerungsliteratur zu ihrem Bruder.
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Gestorben: Margarete Wessel stirbt in Uedem. Bertha Luise Margarete Wessel war die Mutter von Horst Wessel. Nachdem ihr Sohn von KPD-Mitgliedern getötet und in der Folgezeit von der NS-Propaganda zu einem „Märtyrer der Bewegung“ stilisiert wurde, profitierte sie erheblich von dem Heldenkult um ihn.
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Gestorben: Hans Maikowski (SA-Mitglied) stirbt in Berlin. Hans Eberhard Maikowski war Mitglied der SA. Bedingt durch seinen gewaltsamen Tod am Tag der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten wurde er ähnlich wie Horst Wessel zum „Blutzeugen der Bewegung“ von der NS-Propaganda hochstilisiert.
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Gestorben: Werner Gerhardt stirbt in Zeitz. Werner Gerhardt war Jungvolkführer und wurde als erster „Blutzeuge der NS-Bewegung“ im Gau Halle-Merseburg verehrt.
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Gestorben: Herbert Norkus stirbt in Berlin. Herbert Norkus war ein Hitlerjunge, der bei einer Propaganda-Aktion von Kommunisten getötet wurde. Er wurde danach vom Nationalsozialismus als „Vorbild für den kämpferischen Einsatz der Hitler-Jugend“ und als „Blutzeuge der Bewegung“ dargestellt. Sein Todestag wurde zum Trauertag der nationalsozialistischen Jugend („Tag des Heiligen“) erklärt, an welchem der „gefallenen“ Hitlerjugend-Mitglieder gedacht werden sollte.

Schweiz

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Gustloff-Affäre: Wilhelm Gustloff, Landesgruppenleiter in der NSDAP-Auslandsorganisation in der Schweiz, wird von dem jüdischen Medizinstudenten David Frankfurter erschossen, woraufhin Gustloff von den Nationalsozialisten zum „Blutzeugen“ hochstilisiert wird.

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