Bonifatius

Bonifatius, Geburtsname Wynfreth (auch Wynfrith, Winfrid, Winfried, * um 673 in Crediton; † 5. Juni 754 oder 755 bei Dokkum in Friesland), war einer der bekanntesten Missionare und der wichtigste Kirchenreformer im Frankenreich. Er war Missionserzbischof, päpstlicher Legat für Germanien, Bischof von Mainz, zuletzt Bischof von Utrecht sowie Gründer mehrerer Klöster, darunter Fulda. Aufgrund seiner umfangreichen Missionstätigkeit im damals noch überwiegend heidnischen Germanien wird er seit dem 16. Jahrhundert als „Apostel der Deutschen“ verehrt.

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Politik & Weltgeschehen

724 n. Chr.

Politik & Religion:
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Bonifatius gründet Fritzlar. Auch Ohrdruf in Thüringen wird von ihm als Missionsstützpunkt eingerichtet.

Kunst & Kultur

751 n. Chr.

Religion & Kultur:
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Das Kloster Fulda wird exemt, also direkt dem Papst und nicht dem Mainzer (Erz-)Bistum unterstellt. Für das noch im Aufbau befindliche Kloster erwirkt Erzbischof Bonifatius von Papst Zacharias das sogenannte Zachariasprivileg zum Schutz vor unerbetenen Eingriffen kirchlicher Amtsträger.
Religion & Kultur:
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Der angelsächsische Mönch Bonifatius wird von Papst Gregor II. mit der Missionierung der heidnischen Germanen beauftragt.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

754 n. Chr.

Stadtgründung:
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754 Hochheim am Main, während des Todeszugs von Bonifatius erstmals erwähnt

721 n. Chr.

Stadtgründung:
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721 Amöneburg, Gründung eines Klosters durch Bonifatius

Religion

772 n. Chr.

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Um 772: Willehad beginnt, in der Nachfolge des Hl. Bonifatius, mit der Missionierung der Friesen.

755 n. Chr.

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Lul wird Bischof in Mainz als Nachfolger des im Vorjahr in Friesland ermordeten Bonifatius. Das von Bonifatius begründete Bistum Erfurt wird, wie zuvor das Bistum Büraburg, aufgelöst und der Diözese Mainz eingegliedert.
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754 oder 755: Bonifatius wird bei der Missionierung der Friesen von diesen bei Dokkum erschlagen.

747 n. Chr.

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Eine fränkische Reichssynode billigt die im Zusammenhang mit den von Bonifatius' Missionsanstrengungen vorgenommenen Reformen der Kirche im Frankenreich.

745 n. Chr.

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Der Mainzer Bischof Gewiliobus wird abgesetzt, da dieser persönliche Blutrache geübt hat. Sein Nachfolger wird Bonifatius, der ab 747 für seine Person den Titel Erzbischof verliehen bekommt.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

754 n. Chr.

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Lebenslauf: – Im Frühjahr geht Bonifatius nach Friesland. Im Sommer wird er Bischof von Utrecht.

754 n. Chr.

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Lebenslauf: Feb./März – Megingaud wird von Bonifatius zum Bischof von Würzburg (–769) geweiht.

754 n. Chr.

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Lebenslauf: 6. Jan. – Pippin empfängt Papst Stephan II. am Ephiphaniastag in der der Pfalz in Ponthion.

753 n. Chr.

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Lebenslauf: Bestätigung Luls als designierter Nachfolger auf dem Mainzer Stuhl durch Pippin. Bonifatius sichert das noch von Karlmann seiner Aufsicht unterstellte verwaiste Missionsbistum Utrecht für die angelsächsische Mission vor dem Übernahmeversuch des Kölner Erzbischofs Hildegar, der es als Suffraganbistum beansprucht, und wird von Pippin in seiner Position bestätigt. Er kehrt nach Mainz zurück, um seine Abreise ins friesische Missionsgebiet vorzubereiten.

752 n. Chr.

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Lebenslauf: Weihe Luls zum Chorbischof und damit präsumptiven Nachfolger als Mainzer Diözesanbischof.

"Bonifatius" in den Nachrichten