Bordell

Bordellszene im 16. Jahrhundert (Braunschweiger Monogrammist, 1537)
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Bordell (von frz. bordel „Bretterhütte“, SynonymeFreudenhaus, Etablissement, umgangssprachlich auch Puff) ist die Bezeichnung für ein Gebäude oder Teil eines Gebäudes, in dem Frauen, Männer oder Transsexuelle sexuelle Dienstleistungen anbieten und ggf. ausüben.



Geschichte




In Pompeji sind bis heute die einzigen sicher zuschreibbaren Überreste eines als Lupanar bezeichneten Bordells erhalten, das aus der Asche des Vesuv ausgegraben wurde. Siehe auch:Bordelle in der Antike.Der umgangssprachliche Begriff Puff stammt von dem Würfelbrettspiel Puff, das sich nur geringfügig vom heutigen Backgammon unterscheidet. Puff wurde im Mittelalter in Gasthäusern gespielt, in denen Prostituierte ihre Dienste anboten.Der Betrieb von Bordellen für Mannschaften oder Offiziere war auch in Armeen üblich, so wurden z. B. im Zweiten Weltkrieg in Deutschland Wehrmachtsbordelle eingerichtet und in Japan Trostfrauen für Kriegsbordelle zwangsprostituiert. Die Prostitution ging quer durch alle Bevölkerungsschichten, es gab sowohl Luxusbordelle wie das One Two Two als auch weniger glamouröse Etablissements, in denen Frauen aus der Unterschicht zur Prostitution gezwungen wurden. Nicht selten waren Frauen aus Dienstleistungsberufen wie bspw. Wäscherinnen unter den Prostituierten. Auch galt die Kellnerin als Beruf, in welchem der Übergang zur Prostitution fließend war. In den meisten Konzentrationslagern für Männer betrieb die SS zeitweise (1942–1945) Lagerbordelle, in denen sie Frauen zur Prostitution zwang.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Cynthia Payne stirbt. Cynthia Payne war eine englische Partyveranstalterin. Sie machte in den 1970er und 1980er Jahren Schlagzeilen, als sie beschuldigt wurde, ein in Großbritannien illegales Bordell in London Borough of Lambeth, einem südwestlichen Bezirk Londons, zu betreiben.
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Gestorben: Molly Luft stirbt in Berlin. Molly Luft war eine deutsche Prostituierte und Bordellbetreiberin. Sie war bekannt für ihre enorme Leibesfülle und ihre grelle Schminke. Damit wurde sie insbesondere in Berlin zu einem Original der Trash-Kultur.
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Gestorben: Marthe Richard stirbt in Paris. Marthe Richard, eigentlich Marthe Crompton, geb. Betenfeld, verw. Richer, war eine französische Prostituierte, Pilotin, Spionin und kurzzeitige Stadtverordnete von Paris. Bekannt wurde sie als Initiatorin des nach ihr benannten Gesetzes „loi Marthe Richard“ vom 13. April 1946, durch welches noch im selben Jahr sämtliche Bordelle in Frankreich geschlossen wurden.
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Gestorben: Hans Ulrich Lenzlinger stirbt in Zürich. Hans Ulrich Lenzlinger war ein Schweizer Fluchthelfer, Lebemann und Abenteurer. Er unterhielt bis zu seiner Ermordung ein als Massagesalon getarntes Bordell. Polizeiakten, die Ende 2012 veröffentlicht wurden, ergaben, dass die Vermutung, er sei Opfer der Stasi der DDR geworden, unbegründet war.
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Gestorben: Hans Helmcke stirbt in Hamburg. Hans Helmcke war unter anderem ein einflussreicher West-BerlinerBordellunternehmer.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1995

Werk > Non-Fikition:
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Flickers. (Gilbert Adair)

Bisherige Folgen

1999

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Die Musterknaben 2 : Phil Collins ist auf Deutschlandtournee. Sophie von Kessel spielt eine Boulevardjournalistin, die den Tipp bekommt, Collins würde regelmäßig ein Kölner Bordell aufsuchen. Um sich Zugang zur Szene zu verschaffen, macht sie den beiden Musterknaben Avancen, die prompt zu eifersüchtigen Konkurrenten um die Gunst der Reporterin werden. Dockers und Dretzkes Versuche, sich als souveräne Großstadtkommissare aufzuspielen, enden im Chaos.

Hörbücher

2007

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Guy de Maupassant Das Freudenhaus / Pariser Abenteuer (Michael Rotschopf)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2010

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Film: Love Ranch ist ein US-amerikanisches Gangster-Filmdrama von Taylor Hackford aus dem Jahr 2010. Er basiert auf der Geschichte des ersten legal geführten Bordells im US-Bundesstaat Nevada. Die Hauptfiguren werden von den Oscar-Preisträgern Helen Mirren und Joe Pesci dargestellt.

Stab:
Regie: Taylor Hackford
Drehbuch: Mark Jacobson
Produktion: David Bergstein Lou DiBella
Taylor Hackford
Musik: Chris P. Bacon
Kamera: Kieran McGuigan
Schnitt: Paul Hirsch

Besetzung: Helen Mirren, Joe Pesci, Sergio Peris-Mancheta, Bryan Cranston, Gina Gershon, Scout Taylor-Compton, Taryn Manning, Gil Birmingham, Bai Ling, Rick Gomez, Leslie Jordan, M. C. Gainey

1976

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Film: Shogun’s Sadism (jap. 徳川女刑罰絵巻 牛裂きの刑, Tokugawa Onna Keibatsu Emaki: Ushizaki no Kei, wörtlich: „Tokugawa-Frauenstrafen-Bildrollen: Strafe der Vierteilung mit Ochsen“), alternativ: The Joy Of Torture 2 -Oxen Split Torturing, ist ein von Regisseur Yūji Makiguchi (jap. 牧口 雄二) 1976 gedrehter japanischer Splatter und Bondage-Film, der in der sogenannten Edo-Zeit des Tokugawa-Shogunats spielt. Im ersten Teil geht es dabei um die Christenverfolgung in Japan während des 17. Jahrhunderts, und im zweiten Teil um die harten Zustände in Bordellen während des 19. Jahrhunderts. In dem Film sind u. a. sehr viele brutale Gewalt- und Folterszenen zu sehen.

Stab:
Regie: Yūji Makiguchi
Drehbuch: Seikō Shimura, Ichirō Ōtsu
Produktion: Tōei
Musik: Masao Yagi
Kamera: Motoya Washio

Besetzung: Yūsuke Kazato, Rena Uchimura, Akira Shioji, Masataka Iwao, Ryuichi Nagashima, Yusuke Tsukasa, Tetsuo Fujisawa, Yasumori Hikita, Mineko Maruhira, Miki Masuda, Kyōnosuke Murai

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