Bosporus

Der Bosporus (altgriechischΒόσπορος, deutsch‚Rinderfurt‘, von altgriechischβοῦςboũs ‚Rind, Ochse‘ und altgriechischπόροςpóros ‚Weg, Furt‘; türkisch Boğaz ‚Schlund‘, bzw. Karadeniz Boğazı für ‚Schlund des Schwarzen Meeres‘; veraltet ‚Straße von Konstantinopel‘) ist eine Meerenge zwischen Europa und Asien, die das Schwarze Meer (in der Antike: Pontos Euxeinos) mit dem Marmarameer (in der Antike: Propontis) verbindet; daher stellt er einen Abschnitt der südlichen innereurasischen Grenze dar. Auf seinen beiden Seiten befindet sich die Stadt Istanbul, deren Geografie er maßgeblich prägt. Der Bosporus hat eine Länge von ca. 30 Kilometern und eine Breite von 700 bis 2500 Metern. In der Mitte variiert die Tiefe zwischen 36 und 124 Metern (bei Bebek). Innerhalb des Bosporus liegt auf der westlichen Seite das Goldene Horn, eine langgezogene Bucht und ein seit langem genutzter natürlicher Hafen.

Die Durchfahrtsrechte für die internationale Schifffahrt wurden 1936 im Vertrag von Montreux geregelt.

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Kreuzzüge

Vierter Kreuzzug:
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Die Kreuzfahrer gehen am Bosporus an Land.

1189

Dritter Kreuzzug:
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Bei Konstantinopel weigert sich der byzantinische Kaiser Isaak II. Friedrich Barbarossas Heer über den Bosporus zu befördern. Dieser erzwingt den Transport schließlich durch Einnahme der byzantinischen Städte Adrianopel und Pelopolis. Die Überfahrt erfolgt schließlich von Gallipoli über den Hellespont.

Geboren & Gestorben

Geboren:
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Demetrius I. (Patriarch) wird in Tarabya am Bosporus bei Istanbul geboren. Demetrius I. war vom 16. Juli 1972 bis zu seinem Tod Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel und Ehrenvorsteher der orthodoxen Christenheit.

Natur & Umwelt

Katastrophen:
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Der bulgarische Dampfer Struma wird mit 764 jüdischen Flüchtlingen an Bord in der Nähe des Bosporus durch ein sowjetisches U-Boot versenkt. Es gibt nur einen Überlebenden. Die Struma war zuvor von türkischen Behörden zur Rückkehr in das Schwarze Meer gezwungen worden. Man hatte weder eine Weiterreise noch eine Landung der Flüchtlinge gestattet

Asien

783 n. Chr.

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Muslimischer Feldzug unter Prinz Harun ar-Raschid durch Anatolien bis an den Bosporus.

Europa

922 n. Chr.

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Zar Simeon I. von Bulgarien zieht erneut gegen Byzanz und stößt bis zum Bosporus vor.

Tagesgeschehen

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Istanbul/Türkei: Ein Verwaltungsgericht in der türkischen Metropole Istanbul verbietet mit einstweiliger Verfügung eine Konferenz über den Vorwurf des Völkermordes an den Armeniern. Das teilte ein Veranstalter der Nachrichtenagentur AFP in Istanbul mit. An dem Treffen an der Bosporus-Universität wollten Wissenschaftler teilnehmen, die anders als die offizielle Türkei davon ausgehen, dass es im Ersten Weltkrieg im damaligen Osmanischen Reich einen Völkermord an den Armeniern in Anatolien gegeben hat.

Beispiele für Absenktunnel

"Bosporus" in den Nachrichten