Brazzaville

Brazzaville (Republik Kongo)

Brazzaville ist die Hauptstadt der Republik Kongo mit etwa 1,83 Millionen Einwohnern (Stand 1. Januar 2014, UN-Schätzung).



Geschichte




Benannt ist die Stadt nach dem in französischen Diensten stehenden italienischen Adeligen Pierre Savorgnan de Brazza, der 1883 an diesem Platz eine Handels- und Missionsstation anlegte, aus der sich die Stadt entwickelte. Die Station lag auf dem rechten (nördlichen) Ufer der dortigen, seeartig erweiterten Stelle des Flusses Kongo Pool Malebo. Das Gebiet der Station war von dem lokalen König Makoko des Teke-Stamms im Jahr 1880 an Brazza in einem Vertrag überlassen worden.Seit 1898 war Brazzaville die Hauptstadt von Französisch Äquatorial-Afrika (Afrique Equatoriale Francaise AEF) und besaß um 1900 etwa 5.000 Einwohner, bis 1950 war diese Zahl auf etwa 100.000 gestiegen. 1940 schloss sich Französisch-Kongo dem sog. Freien Frankreich, also dem von den Deutschen im Zweiten Weltkrieg nicht besetzen Teils Frankreichs, an. Brazzaville war vom 26. Oktober 1940 an kurze Zeit die Hauptstadt des "Freien Frankreich", bevor der Sitz schließlich nach Algier, Algerien, verlegt wurde. Der im Londoner Exil befindliche Führer von "France Libre", General Charles de Gaulle, hatte hier einen festen Regierungssitz, die heutige Residenz des französischen Botschafters ("Case de Gaulle"). Im Januar 1944 fand hier unter Leitung Generals de Gaulle die Konferenz von Brazzaville über die zukünftige Ordnung im französischen Kolonialreich statt.Das älteste, noch existierende Bauwerk der Stadt ist die im Backsteinstil um 1900 errichtete Kathedrale, die sich aus der dort befindlichen katholischen Missionsstation entwickelt hatte (heute Sitz des Erzbischofs von Brazzaville). Frankreich hat in der Stadt zahlreiche weitere architektonisch bemerkenswerte Gebäude und Bauwerke sowohl der traditionellen sog. Kolonialarchitektur als auch der von der Bauhaus-Tradition und von Le Corbusier beeinflussten klassischen Moderne hinterlassen (u. a. Architekt Roger Errell, Kirche Sainte Anne, "Case de Gaulle", sog. Air-France-Gebäude, Cinéma Vogue, Sitz des Schatzamtes, Gebäude der heutigen russischen Botschaft, mehrere Verwaltungsbauten).Der Begründer dieser ehemaligen französischen Kolonie, de Brazza, wird auch heute von den Kongolesen nicht als Kolonisator im sonst üblichen negativen Sinn verstanden, sondern als Begründer des kongolesischen Staates verehrt. Seine sterblichen Überreste befinden sich einem großen Kuppel-Bauwerk, das gleichzeitig Museum ist ("Mémorial de Brazza").

mehr zu "Brazzaville" in der Wikipedia: Brazzaville

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Jean Pacalet stirbt in Berlin. Jean Pacalet war ein französischer Komponist und Musiker (Akkordeon). Er wuchs in Brazzaville im Kongo auf und erhielt bis 1979 eine musikalische Ausbildung am Konservatorium Chambéry. Seit 1996 wohnte er in Berlin.
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Geboren: Constantin Bakaki wird in Brazzaville geboren. Constantin Christ Olsen Bakaki ist ein kongolesischer Fußballspieler.
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Gestorben: Sony Labou Tansi stirbt in Brazzaville. Sony Labou Tansi war ein Schriftsteller aus der Demokratischen Republik Kongo.
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Geboren: Odile Ahouanwanou wird in Savalou, Benin geboren. Odile Ahouanwanou ist eine Siebenkämpferin, die sich auch auf 100?m?Hürdenlauf spezialisiert hat; in beiden Disziplinen hält sie beninische Landesrekorde. Sie nahm an den Olympischen Sommerspielen 2012 im 100-m-Hürdenlauf der Frauen, den Afrikaspielen 2015 in Brazzaville und zwei Afrikameisterschaften der Leichtathletik teil und gewann eine Silbermedaille im Siebenkampf bei den Afrikaspielen 2015.
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Geboren: Juvhel Tsoumou wird in Brazzaville, VR Kongo, heute Republik Kongo geboren. Juvhel Tsoumou ist ein deutscher Fußballspieler kongolesischer Herkunft.

Politik & Weltgeschehen

1975

Politik > Städtepartnerschaften:
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Kongo Republik? Brazzaville, Republik Kongo, seit (Dresden)

Städtepartnerschaften

1982

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Kongo Republik Brazzaville, Republik Kongo, seit (Changsha)

1975

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Dresden, Deutschland, seit

Natur & Umwelt

Ereignisse > Katastrophen:
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Bei Explosionen in Brazzaville, die durch einen Brand in einem Waffenlager ausgelöst wurden, kommen 206 Menschen ums Leben. (4. März)

2012

Katastrophen:
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4. März: Bei Explosionen in Brazzaville, die durch einen Brand in einem Waffenlager ausgelöst wurden, kommen etwa 200 Menschen ums Leben.

Tagesgeschehen

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Brazzaville/Republik Kongo: 32 Menschen kommen ums Leben, nachdem ein Flugzeug während der Landung auf dem Maya-Maya-Flughafen verunglückt und in ein angrenzendes Wohngebiet rast.
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Brazzaville/Republik Kongo: Die Parlamentswahlen in Republik Kongo 2012 finden statt.
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Brazzaville/Republik Kongo: Bei dem Absturz eines Transportflugzeugs des Typs Antonow An-12 kommen sechs Menschen ums Leben. Das Flugzeug befand sich im Landeanflug und stürzte in einen Vorort der Hauptstadt.
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Republik Kongo: Die Zahl der Opfer des Ebola-Virus ist auf 76 angestiegen. Die Seuche ist zu Beginn des Jahres in der Gegend der Dörfer Kele und Mbou, etwa 800 Kilometer nördlich der Hauptstadt Brazzaville ausgebrochen.

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