Brennerbahn

Die Brennerbahn (italienischFerrovia del Brennero) wurde von 1864 bis 1867 nach Plänen und unter der Leitung von Karl Etzel von der k.k. priv. Süd­bahn­ge­sell­schaft als Teil der Verbindung von Kufstein nach Ala (bzw. weiter in Richtung Verona) gebaut. Als Brennerbahn wird dabei die Teilstrecke mit der Alpenquerung von Innsbruck über den Brennerpass und Bozen nach Verona bezeichnet. Die Brennerbahn nimmt somit in Nordtirol ihren Anfang, durchquert Südtirol und das Trentino und endet in Venetien. Die Trasse verläuft dabei durch das Wipptal, Eisacktal und Etschtal. Die Brennerbahn ist Bestandteil der Eisenbahnachse Berlin–Palermo. Im Rahmen der Projektierung des Brennerbasistunnels samt Zulaufstrecken sollen umfangreiche Abschnitte durch neue Tunnels ergänzt werden.



Geschichte




Der Bau der Brennerbahn wurde nach Plänen und unter der Leitung von Karl Etzel von der k.k. priv. Süd­bahn­ge­sell­schaft verwirklicht. Der erste Teilabschnitt der Brennerbahn wurde am 19. September 1858 eröffnet, nämlich die Strecke von Verona nach Trient. Der Abschnitt von Trient nach Bozen folgte am 17. Mai 1859, womit die Streckenführung durch das Etschtal vollendet war. 1866 fiel das vormals österreichische Venetien an Italien und Ala wurde somit zum Grenzbahnhof. 1867 konnte die Fertigstellung der Brennerbahn gefeiert werden: Am 21. August wurde die Strecke von Bozen durch das Eisack- und Wipptal nach Innsbruck für den Güterverkehr eröffnet, am 24. August für den Personenverkehr.Mit der Fertigstellung der Pustertalbahn 1871 sowie der Bozen-Meraner Bahn 1880 wurden die Bahnhöfe Franzensfeste und Bozen zu Umsteigebahnhöfen.Der Erste Weltkrieg brachte eine Teilung der historischen Grafschaft Tirol mit sich. Das heutige Trentino und Südtirol wurden von Italien annektiert, wodurch der Bahnhof Brenner zum neuen Grenzbahnhof wurde. Am 1. August 1919 übernahmen die Ferrovie dello Stato den südlich des Brenners gelegenen Abschnitt, der bis dahin noch unter der privaten Führung der Südbahngesellschaft gestanden hatte. 1923 übernahm die Österreichische Bundesbahn den nördlich des Brenners gelegenen Abschnitt. Die beiden Bahngesellschaften besorgten 1928–1929 eine weitgehende Elektrifizierung der Brennerbahn mit unterschiedlichen Bahnstromsystemen. Die Österreicher installierten für die Teilstrecke Innsbruck–Brennersee eine Einphasenwechselspannung (15 kV 16⅔ Hz), die Italiener verwendeten für das Teilstück Bozen–Brenner Drehstrom (3,6 kV 16⅔ Hz). Erst 1934 durften die Österreicher ihre Leitungen vom Brennersee bis in den Bahnhof Brenner auf italienisches Staatsgebiet verlegen und somit die Elektrifizierung komplett abschließen.Zwischen 1944 (Schließung der Militärhaltestelle in Franzensfeste) und 2004 wurden 20 Bahnhöfe und Haltestellen auf italienischer Seite aufgelassen, 15 davon nördlich von Bozen. 1965 erfolgte die Umstellung des Teilstücks Bozen–Brenner auf 3 kV Gleichspannung. Ein durchgehender elektrischer Betrieb auf österreichischer und italienischer Seite ohne Lokwechsel im Bahnhof Brenner wurde 1993 durch die Zweisystemlokomotiven ÖBB 1822 erstmals möglich....

mehr zu "Brennerbahn" in der Wikipedia: Brennerbahn

10.000 m – Herren

1944

thumbnail
25. August – Viljo Heino, Finnland, lief die 10.000 m der Herren in 29:35,4 min (Liste der Leichtathletikweltrekorde der Männer nach Disziplinen bis 1970)

Entwicklung > Entwicklung in anderen Ländern

1984

thumbnail
errichteten die Italienischen Staatsbahnen auf einer Länge von rund 60? km auf der Strecke Gemona–Caria eine Feste Fahrbahn. Auch kam die Feste Fahrbahn auf der Brennerbahn im 14? km langen Schlerntunnel zur Anwendung, sowie auf vielen Abschnitten der Ausbaustrecke Udine-Tarvisio.

Chronik

1999

thumbnail
Eröffnung des 7,3 km langen Neuen Pflerschtunnels; Auflassung des Astertunnels und des Streckenabschnittes über Schelleberg

1998

thumbnail
Eröffnung des 3,9 km langen Kardauntunnels; Auflassung des gefährlichen Streckenabschnitt im engen unteren Eisacktal zwischen Blumau und Kardaun

1994

thumbnail
Eröffnung der 14,7 km langen Güterzugumfahrung Innsbruck

1994

thumbnail
Eröffnung des 13,3 km langen Schlerntunnels, sowie des Cerainotunnels; Auflassung beider Streckenabschnitte sowie der Bahnhöfe Blumau und Atzwang

1993

thumbnail
Beschaffung der ersten Zweisystemlokomotiven ÖBB 1822 zur Ermöglichung eines durchgehenden elektrischen Betriebs ohne Lokwechsel im Bahnhof Brenner

"Brennerbahn" in den Nachrichten