Brigittenau

Die Brigittenau ist der 20. Wiener Gemeindebezirk. Sie entstand zu einem großen Teil auf durch die Wiener Donauregulierung 1868–1875 gewonnenem Neuland, worauf die Namen der wichtigsten Durchzugsstraßen, größtenteils nach Mitgliedern der Donauregulierungskommission benannt, zurückzuführen sind. Sie verfügt über kein markantes historisches Zentrum und war seit 1850 Teil des 2. Wiener Gemeindebezirks, der Leopoldstadt, bis sie im Jahr 1900 davon abgetrennt wurde.

Nach dem Bau der Brigittakapelle (1645–1651) wurden die frühere Wolfsau, die Schottenau (eine Au gleichen Namens gab es im Besitz des Schottenstiftes auch im heutigen 9. Bezirk) und die Taborau (siehe Am Tabor) „Brigittenau“ genannt.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Franz Hanke stirbt in Wien-Brigittenau. Franz Hanke war ein österreichisch-deutscher Politiker (NSDAP) und SA-Führer.
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Geboren: Hannes Derfler wird in Melk geboren. Hannes Derfler ist ein österreichischer Politiker (SPÖ). Derfler ist seit 2008 Bezirksvorsteher des 20. Wiener GemeindebezirksBrigittenau.
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Geboren: Elfriede Strobel wird in Wien geboren. Elfriede Strobel ist eine österreichische Angestellte und Politikerin (SPÖ) in Ruhe. Sie war Abgeordnete zum Wiener Landtag und Gemeinderat sowie stellvertretende Bezirksvorsteherin in der Brigittenau.
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Geboren: Erich Hof wird in Brigittenau, Wien geboren. Erich Hof war ein österreichischer Fußballspieler und späterer Fußballtrainer. Er gilt als eines der größten Idole des Wiener Sport-Clubs und war einer der erfolgreichsten Stürmer in der Geschichte der österreichischen Nationalmannschaft. Als Trainer durfte er zudem selbst das österreichische Team über zwei Jahre lang betreuen.
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Geboren: Walter Hojsa wird in Brigittenau geboren. Walter Hojsa ist ein Wiener Volksmusiksänger, Multiinstrumentalist und Songschreiber.

Geographie > Bezirksteile

1900

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wurden die Brigittenau und der nördliche Teil von Zwischenbrücken auf Wunsch der dortigen Politiker vom 2. Bezirk abgetrennt und als 20. Bezirk konstituiert. Am Donaustrom verlief seine Grenze im Unterschied zur heutigen Situation am rechten Ufer (Handelskai). Der Strom selbst und das Gebiet am linken Ufer blieben vom Brigittaspitz flussabwärts beim 2. Bezirk. Die Leopoldstadt büßte damit ihren Rang als häuserstärkster Bezirk ein, blieb aber mit 141.007 (= 8,5? %) von 1.662.269 Einwohnern Wiens der bei weitem einwohnerstärkste Bezirk. Wie dicht die historische Leopoldstadt bewohnt war, ergibt sich, wenn man die 71.153 Einwohner (= 4,3? %) des neuen 20. Bezirks hinzuzählt: In den beiden Bezirken zusammen wohnte jeder achte Wiener.

S

1548

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Schallautzerstraße, 1906 benannt nach dem Baumeister und Bürgermeister Hermes Schallautzer (1503–1561); er arbeitete ab 1529 am Bau des Schlosses Kaiserebersdorf sowie an der Erstellung des Stadtplanes von Augustin Hirschvogel mit. 1547 wurde ihm von Ferdinand I. die Bauleitung für die Befestigung Wiens übertragen. In dieser Eigenschaft veranlasste er den Bau des (alten) Arsenals, der Kärntner Bastei und schließlich der Löwelbastei. Schallautzer war 1538–1539 Bürgermeister von Wien und 1540–1543 Stadtrichter. Sein Vorgänger als Bürgermeister war Wolfgang Treu (siehe die Wolfganggasse im 12.? Bezirk, Meidling und die Treustraße im 20.? Bezirk, Brigittenau); sein Nachfolger war Paul Pernfuß (keine Straßenbenennung). Das Areal gehörte zuvor zum Vorfeld der bis 1902 demolierten Franz-Joseph-Kaserne. (Liste der Straßennamen von Wien/Innere Stadt)

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1898

Gründung:
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Die Vereinigte Eisfabriken und Kühlhallen in Wien sind die ältesten noch bestehenden Eisfabriken in Wien. Die Fabrik befindet sich an der Pasettistraße 76 im 20. Wiener GemeindebezirkBrigittenau.

A

1941

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Anton-Schmid-Promenade, 2002 benannt nach dem Installateur und Geschäftsbesitzer Anton Schmid (1900–1942). Während des Zweiten Weltkriegs war er Feldwebel in einer „Versprengtensammelstelle“. Nach der Besetzung von Wilna durch die Wehrmacht beschäftigte und schützte Anton Schmid rund 100 Juden, brachte rund 300 in Sicherheit und half beim Aufbau der jüdischen Widerstandsbewegung im besetzten Polen. Er wurde 1942 verhaftet und erschossen. Die Wohnungsanlage Anton-Schmid-Hof in der Brigittenau ist ebenfalls nach ihm benannt. Die Promenade ist ein Gehweg am Donaukanal entlang der Brigittenauer Lände und führt von der Friedensbrücke im 20. Bezirk flussabwärts. (Liste der Straßennamen von Wien/Leopoldstadt)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1982

Werk:
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Vordere weibliche Mitte, Bronze, Wien, Hallenbad Brigittenau (Ulrike Truger)

1931

Werk:
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Wohnhausanlage Gerl-Hof, Wien-Brigittenau (Heinrich Ried)

1905

Werk:
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Arbeiterwohnhäuser Engerthstraße 41, Wien 20 (Leopold Simony)

1902

Werk:
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Heim für obdachlose Familien (Universumstraße 62, Wien-Brigittenau, gemeinsam mit D. Zifferer) (Ernst Gotthilf)

1898

Bauwerke:
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Synagoge (Kluckygasse 11, Wien-Brigittenau), 1938 zerstört (Jakob Gartner)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2008

Ehrung:
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Benennung der im Jahr 1928 nach Plänen von Karl Badstieber errichteten Wohnhausanlage in Wien-Brigittenau, Brigittaplatz 11–13, in Manfred-Ackermann-Hof (Manfred Ackermann)

2006

Ehrung:
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Enthüllung einer Gedenktafel am Haus Leystraße 46 in Wien-Brigittenau (Anton Karas)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2010

Film:
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Bezirksgeschichte 20. Wien Brigittenau. Dokumentarfilm. 49 Minuten. Wien

"Brigittenau" in den Nachrichten