Brutreaktor

Ein Brutreaktor ist ein Kernreaktor, der zur Energiegewinnung mit gleichzeitiger Erzeugung weiteren spaltbaren Materials dient. Ein nicht spaltbares Nuklid wird in ein spaltbares umgewandelt, das dann (nach Aufarbeitung und Einbringung in neue Brennelemente) anschließend als Kernbrennstoff verwendet werden kann. Diese Umwandlung (als Konversion, manchmal auch als Brüten bezeichnet, siehe Konversionsrate) findet zwar in jedem Kernreaktor statt, aber von einem „Brutreaktor“ oder „Brüter“ spricht man erst dann, wenn er mehr Brennstoff herstellt, als er in der gleichen Zeit selbst verbraucht.

Der erste Brutreaktor war der Experimental Breeder Reactor I. Er war 1951 der erste Kernreaktor der Welt, der elektrischen Strom erzeugte. Heute sind die einzigen Brutreaktoren im kommerziellen Betrieb der BN-600 und der BN-800 in Russland (Stand 2015). Einige Versuchs-Brutreaktoren sind in Betrieb, Bau oder Planung, vor allem innerhalb des Forschungsverbunds Generation IV International Forum.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Wolf Häfele stirbt in Essen. Wolf Häfele war ein deutscher Physiker. Er gilt als „Vater“ des Schnellen Brüters in Deutschland.
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Gestorben: Josef Maas stirbt in Blomberg/Lippe. Josef Maas war ein politischer Aktivist und eine Symbolfigur der jungen ökologischen Bewegung in Deutschland. Bekannt als Bauer Maas, führte er den juristischen und öffentlichen Widerstand gegen das Kernkraftwerk Kalkar an. Vor allem aufgrund dieses Widerstands ging der Schnelle Brüter letztlich nie in Betrieb – und die Technologie wurde in Deutschland aufgegeben. Als ein Kristallisationspunkt des Antiatomprotests war „Kalkar“ zugleich ein wichtiger Anstoß zur Gründung der Partei Die Grünen.
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Geboren: Josef Maas wird in Kalkar-Hönnepel/Niederrhein geboren. Josef Maas war ein politischer Aktivist und eine Symbolfigur der jungen ökologischen Bewegung in Deutschland. Bekannt als Bauer Maas, führte er den juristischen und öffentlichen Widerstand gegen das Kernkraftwerk Kalkar an. Vor allem aufgrund dieses Widerstands ging der Schnelle Brüter letztlich nie in Betrieb – und die Technologie wurde in Deutschland aufgegeben. Als ein Kristallisationspunkt des Antiatomprotests war „Kalkar“ zugleich ein wichtiger Anstoß zur Gründung der Partei Die Grünen.
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Geboren: Wolf Häfele wird in Freiburg im Breisgau geboren. Wolf Häfele war ein deutscher Physiker. Er gilt als „Vater“ des Schnellen Brüters in Deutschland.

Ereignisse > Wirtschaft

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Der deutsche Bundesforschungsminister Heinz Riesenhuber verkündet das endgültige Aus für den Brutreaktor in Kalkar. Die nordrhein-westfälische Stadt erhält als Ausgleich rund 60 Millionen Euro. (21. März)

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