Bundeskanzler (Österreich)

Der Bundeskanzler ist der Regierungschef der Republik Österreich, er führt den Vorsitz und die Geschäfte der Bundesregierung. In ihrer Gesamtheit besteht diese aus dem Bundeskanzler, aus dem Vizekanzler und den Bundesministern. Als Kollegialorgan sind sie mit den obersten Verwaltungsgeschäften des Bundes betraut, soweit diese nicht dem Bundespräsidenten obliegen (Art. 69 Abs. 1 B-VG).

Der Amtsinhaber koordiniert und vertritt als Regierungschef die Regierungsarbeit gegenüber dem Parlament und der Öffentlichkeit. In Alleinregierungen mit nur einer Partei ist er realpolitisch der mächtigste Politiker des Landes, in Koalitionsregierungen hängt sein Einfluss von der Stärke seiner Parlamentsfraktion ab. Amtssitz des Bundeskanzlers ist das Bundeskanzleramt am Ballhausplatz gegenüber der Präsidentschaftskanzlei in der Hofburg.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Fred Sinowatz stirbt in Wien. Fred Sinowatz war ein österreichischer SPÖ-Politiker und Historiker. Als Bundesminister für Unterricht und Kunst unter den Regierungen Bruno Kreiskys in den Jahren 1971 bis 1983 zeichnete er für sozial orientierte Reformen im Bildungssystem verantwortlich. Er ließ zahlreiche neue höhere Schulen in Bezirkshauptstädten bauen, erleichterte den AHS-Zugang, führte unter anderem die Schülerfreifahrt, Gratis-Schulbücher sowie Schul- und Heimbeihilfen ein. Anschließend war er von 1983 bis 1986 österreichischer Bundeskanzler.
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Gestorben: Josef Klaus stirbt in Wien. Josef Klaus war ein österreichischer Politiker (ÖVP), 1949–1961 Landeshauptmann von Salzburg und 1961–1963 Finanzminister in der Regierung Gorbach. 1964–1970 war er österreichischerBundeskanzler.
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Gestorben: Bruno Kreisky wird. Jänner 1911 in Wien. Bruno Kreisky war ein österreichischer Politiker (SPÖ) und von 1970 bis 1983 Bundeskanzler der Republik Österreich. Teilweise gleichzeitig mit ihm waren die Sozialdemokraten Willy Brandt und Olof Palme Regierungschefs, mit denen er in der Sozialistischen Internationale eng zusammenarbeitete.
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Gestorben: Bruno Pittermann stirbt in Wien. Bruno Pittermann war ein österreichischer Politiker und Staatsmann. Er war von 1957 bis 1967 Vorsitzender der SPÖ und von 1957 bis 1966 Vizekanzler unter den ÖVP-BundeskanzlernJulius Raab, Alfons Gorbach und Josef Klaus. Zudem war er (als Vorgänger von Willy Brandt) Präsident der Sozialistischen Internationale (SI).
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Gestorben: Kurt Schuschnigg stirbt in Mutters. Kurt Alois Josef Johann Schuschnigg war während der Zeit des von ihm als Justizminister mitkonzipierten austrofaschistischen „Ständestaates“ von 29. Juli 1934 bis 11. März 1938 diktatorisch regierender Bundeskanzler des Bundesstaates Österreich. Nach dem „Anschluss“ Österreichs wurde er von den Nationalsozialisten bis 1945 als sogenannter „Schutzhäftling“ in verschiedenen Konzentrationslagern inhaftiert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er US-amerikanischer Staatsbürger und war in den Vereinigten Staaten als Professor für Staatsrecht tätig. 1968 kehrte er nach Österreich zurück, wo er 1977 starb.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1767

Werk:
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Umbau der Österreichischen Hofkanzlei am Ballhausplatz, heute Sitz des österreichischenBundeskanzlers (Nikolaus von Pacassi)

Österreich

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Der bisherige Unterrichtsminister Dr. Schuschnigg wird neuer österreichischer Bundeskanzler.

Politik & Weltgeschehen

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
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Österreichs BundeskanzlerBruno Kreisky besucht als erster westlicher Regierungschef die Deutsche Demokratische Republik. (30. März)

H

1809

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Heldenplatz, 1878 benannt nach den beiden Reiterdenkmälern, gestaltet von Anton Dominik von Fernkorn (Standbilder) und Eduard van der Nüll (Architektur). Sie stellen auf der Platzseite zum Volksgarten Erzherzog Karl, Sieger der Schlacht bei Aspern, und auf der Platzseite zur Neuen Burg Prinz Eugen, Sieger u. a. in der Schlacht bei Zenta, dar. Der Heldenplatz zählt mit dem Äußeren Burgtor zum Ensemble der Hofburg. Der Bundespräsident amtiert im angrenzenden Leopoldinischen Trakt, der Bundeskanzler am mit dem Heldenplatz verbundenen Ballhausplatz. Der Platz wird seit den 1930er-Jahren häufig für Massenveranstaltungen genutzt; am bekanntesten sind die Auftritte Hitlers am 15. März 1938 und von Papst Johannes Paul II. 1983. Der Platz entstand nach der Sprengung von Teilen der Burgbastei durch französische Truppen. Er hieß zunächst volkstümlich Promenadeplatz (als Promenade für Fußgänger) und offiziell Neuer Paradeplatz oder Äußerer Burgplatz. (Liste der Straßennamen von Wien/Innere Stadt)

Rundfunk, Film & Fernsehen

1980

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Rundfunk: 17. März -Der österreichische BundeskanzlerBruno Kreisky wiederholt seinen Vorschlag von 1972 für einen dritten österreichischen Fernsehkanal, der von den österreichischen Zeitungsherausgebern kontrolliert und finanziert werden soll als Gegengewicht zum Monopol des ORF.
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Rundfunk: In einer über Hörfunk gehaltenden emotionalen Weihnachtsansprache appelliert der kurz zuvor angelobte österreichische BundeskanzlerLeopold Figl an die Bevölkerung angesichts der Not der unmittelbaren Nachkriegszeit an ein (unabhängiges) Österreich zu glauben.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2005

Ehrung:
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wurde ihm vom Bundeskanzler auf Grund seiner Verdienste um die mittelständische Wirtschaft der Titel Kommerzialrat verliehen. (Werner Eidherr)

Tagesgeschehen

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Wien/Österreich: BundeskanzlerWerner Faymann und Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin vereinbaren den Bau der Erdgaspipeline South Stream.
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Wien/Österreich: 99 Tage nach den Wahlen werden die Regierungsverhandlungen für eine Große Koalition erfolgreich abgeschlossen. Die SPÖ stellt mit Alfred Gusenbauer den Bundeskanzler und fünf Minister, die ÖVP ebenso viele Minister, darunter Finanz- und Innenminister, was an der SP-Basis heftig kritisiert wird. Am Dienstag entscheiden die Parteigremien über ihre Zustimmung, am 11. Januar soll die Regierung angelobt werden. Ob der bisherige BundeskanzlerWolfgang Schüssel den Vizekanzler übernimmt, wird ÖVP-intern noch beraten.
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Wien: Fünf Wochen nach der Parlamentswahl in Österreich treffen sich die Parteichefs der Großparteien SPÖ und ÖVP, Alfred Gusenbauer und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, zu einem seit längerem angekündigten Vieraugengespräch, um die Regierungsverhandlungen zu einer großen Koalition doch noch in Gang zu bringen. Seit einer Woche wird in SPÖ-Kreisen unverhohlen von einer möglichen Minderheitsregierung gesprochen, obwohl diese (und auch denkbare Dreierkoalitionen von SPÖ oder ÖVP mit FPÖ und Grünen) von Bundespräsident Heinz Fischer definitiv abgelehnt wird. (BR, Ö1)
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Wien: Bundespräsident Heinz Fischer beauftragt den SPÖ-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer mit Regierungsverhandlungen mit der ÖVP, die morgen beginnen sollen. Bei Österreichs Nationalratswahl am 1. Oktober hatte die SPÖ zwar 1 %, die bisherige Regierungspartei ÖVP aber 7 % an Stimmen eingebüßt, sodass die Sozialdemokraten nun mit 68:66 Mandaten stärkste Parlamentspartei sind. Vor dem Start der als langwierig eingestuften Verhandlungen bekräftigen beide Großparteien einige ihrer Standpunkte, u. a. zu Pensionsreform 2005 und Nachbeschaffung moderner Abfangjäger. Gusenbauer will einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Kaufvertrag der Eurofighter und der Kompensationsgeschäfte, was ÖVP-Klubobmann Wilhelm Molterer als unfreundlichen Akt ansieht, der die Verletzungen des Wahlkampfs und das gegenseitige Misstrauen verstärke. Der unveröffentlicht zu bleibende Kaufvertrag sei zweimal vom Rechnungshof als einwandfrei befunden worden. Indessen beauftragt die ÖVP den noch amtierenden BundeskanzlerWolfgang Schüssel mit der Führung ihres Verhandlungsteams. (BR, Ö1)
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Wien/Österreich: Bei der vom Parlament im Juni einstimmig beschlossenen Nationalratswahl erleidet die Österreichische Volkspartei (ÖVP) mit BundeskanzlerWolfgang Schüssel überraschend deutliche Verluste (nun 34,6 %), während die Sozialdemokratische Partei (SPÖ) mit Alfred Gusenbauer nur wenig an Stimmen einbüßt und 35,7 % erhält. Der seit Juni stabil vorausgesagte 3-Prozent-Vorsprung der ÖVP kehrt sich damit fast um. Die Wahlbeteiligung ist mit 74 % fast 10 % niedriger als 2002, was u. a. mit Politikverdrossenheit wegen des BAWAG-Affäres der Gewerkschaft erklärt wird. Die rechtspopulistische Freiheitliche Partei (FPÖ) mit Parteiobmann Heinz-Christian Strache wird mit 11,2 % drittstärkste Kraft, gefolgt von den Grünen mit 10 % und dem 2005 gegründeten BZÖ mit 4,2 %. Damit ist eine Große Koalition wahrscheinlich, weil die von den Linksparteien angestrebte Rot-Grün-Variante keine Mehrheit erzielte. Die Diskrepanzen zwischen SPÖ und ÖVP, die seit 2000 den Bundeskanzler stellt, sind jedoch erheblich.

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