Bundeskanzler (Deutschland)

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Der Bundeskanzler ist der Regierungschef der Bundesrepublik Deutschland. Er bestimmt die Bundesminister und die Richtlinien der Politik der deutschen Bundesregierung.

Der Bundeskanzler ist faktisch der politisch mächtigste deutsche Amtsträger, steht jedoch in der deutschen protokollarischen Rangfolge nach dem Bundespräsidenten (als Staatsoberhaupt) sowie dem Bundestagspräsidenten an dritter Stelle. Der Bundeskanzler wird vom Deutschen Bundestag auf Vorschlag des Bundespräsidenten ohne vorherige Aussprache gewählt. Er kann vor Ablauf der Legislaturperiode des Bundestages nur durch ein konstruktives Misstrauensvotum abgelöst werden, eine Begrenzung der Amtszeit oder der Legislaturen wie beim Bundespräsidenten oder bei Regierungschefs in anderen Staaten gibt es bislang nicht (der Präsident der Vereinigten Staaten etwa kann maximal für zwei Amtszeiten gewählt werden).

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Helmut Schmidt stirbt in Hamburg. Helmut Heinrich Waldemar Schmidt war ein deutscher Politiker der SPD. Von 1974 bis 1982 war er als Regierungschef einer sozialliberalen Koalition nach dem Rücktritt Willy Brandts der fünfte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.
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Gestorben: Horst Kasner stirbt in Templin. Horst Kasner war ein deutscher evangelischer Theologe und Vater von BundeskanzlerinAngela Merkel.
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Gestorben: Leo Kirch stirbt in München. Leo Kirch war ein deutscher Medienunternehmer. Er gründete 1955 einen Filmverleih, den er bis Anfang der 2000er Jahre zu einem der größten deutschen Medienkonzerne ausgebaut hatte, die Kirch-Gruppe. Leo Kirch war maßgeblich am Aufbau des Privatfernsehens und Bezahlfernsehens in Deutschland beteiligt. 2002 musste sein Unternehmen Insolvenz anmelden und wurde in der Folge zerschlagen. Kirch ging deswegen bis zu seinem Tod im Jahr 2011 juristisch gegen die Deutsche Bank vor. Deren damaliger Vorstandsvorsitzender Rolf E. Breuer hatte die Insolvenz –?wie mittlerweile gerichtlich festgestellt?– durch eine Interview-Äußerung zur mangelnden Kreditwürdigkeit des Unternehmens Anfang 2002 mit ausgelöst. Kirch, der in seinen letzten Lebensjahren durch eine Diabetes-Erkrankung fast erblindet war, galt als konservativ und äußerst öffentlichkeitsscheu. Er war unter anderem mit dem langjährigen deutschen BundeskanzlerHelmut Kohl befreundet. Kirchs große politische Einflussmöglichkeiten durch seine zahlreichen Fernsehsender, darunter ProSieben und Sat.1, sowie durch seine Beteiligungen an anderen Medienkonzernen wurden teilweise massiv kritisiert.
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Gestorben: Rut Brandt stirbt in Berlin, geborene Rut Hansen, verwitwete Rut Bergaust. Rut Brandt war eine norwegisch-deutsche Autorin und die zweite Ehefrau des deutschen BundeskanzlersWilly Brandt.
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Gestorben: Brigitte Sauzay stirbt in Paris. Brigitte Sauzay arbeitete als Dolmetscherin für die drei französischen Präsidenten Georges Pompidou, Valéry Giscard d’Estaing und François Mitterrand. 1993 gründete sie gemeinsam mit Rudolf von Thadden das „Berlin-Brandenburgische Institut für deutsch-französische Zusammenarbeit in Europa“ (BBI), die heutige Stiftung Genshagen. Nach der Bundestagswahl 1998 holte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder sie als Beraterin für die deutsch-französischen Beziehungen nach Berlin.

Personalien > Bundesebene

1974

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Willy BrandtBundeskanzler
21. Oktober 1969 bis
7. Mai (Sozialdemokratische Partei Deutschlands)

Persönlichkeiten > Prominente Besucher

1975

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Besuch der Stadt durch BundeskanzlerHelmut Schmidt und den US-Präsidenten Gerald Ford (Linz am Rhein)

Persönlichkeiten

1982

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Helmut Schmidt, deutscher Politiker (SPD), Innensenator der Freien und Hansestadt Hamburg von 1962 bis 1965; Bundesverteidigungsminister von 1969 bis 1972; Bundesfinanzminister von 1972 bis 1974 und Bundeskanzler von 1974 bis (Hamburg-Langenhorn)

Namhafte Carolinger

1987

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Beate Baumann (* 1963), Leiterin des Büros von BundeskanzlerinAngela Merkel (Gymnasium Carolinum (Osnabrück))

Sonstige Ereignisse

1996

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Helmut Kohl, Bundeskanzler a.D. (Eric-M.-Warburg-Preis)

Ereignisse

1998

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Regierungswechsel in Deutschland. Ende der 16 Jahre dauernden Ära Kohl. Neuer Bundeskanzler ist Gerhard Schröder. (1990er)

Wissenschaft & Technik

Ereignisse > Wissenschaft und Technik:
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Verkündung der E-Government-Initiative BundOnline 2005 durch Bundeskanzler Gerhard Schröder auf der Expo. Danach sollen bis zum Jahr 2005 alle rund 400 internetfähigen Dienstleistungen der Bundesverwaltung online bereitgestellt werden. (18. September)

Geschichte

2006

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kündigten bundesdeutsche Politiker ihre Unterstützung für die Nationalen Naturlandschaften an: im Mai BundeskanzlerinAngela Merkel in einer Rede in Bonn und im Oktober Bundespräsident Horst Köhler. (Nationale Naturlandschaften)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2009

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Rundfunk: 22. März -BundeskanzlerinAngela Merkel hat einen Auftritt in der ARD-Sendung Anne Will.
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Rundfunk: Beginn des Deutschen Herbstes: wenige Stunden nach der Entführung von Hanns Martin Schleyer durch Terroristen der Rote Armee Fraktion wendet sich BundeskanzlerHelmut Schmidt via Fernsehen direkt an die Entführer: Sie mögen in diesem Augenblick ein triumphierendes Machtgefühl empfinden. Aber Sie sollen sich nicht täuschen. Der Terrorismus hat auf Dauer keine Chancen, denn gegen den Terrorismus steht nicht nur der Wille der staatlichen Organe, gegen den Terrorismus steht der Wille des ganzen Volkes.

Laudatoren

2006

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2010

Preisträger:
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Am 17. Juni erhielt AltbundeskanzlerHelmut Schmidt den Preis für seine „Standhaftigkeit beim NATO-Doppelbeschluss und für seine Rolle beim KSZE-Prozess“. (Point-Alpha-Preis)

Ereignisse > Fernsehen

2013

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In dem einzigen „Kanzlerduell“ des Bundestagswahlkampfes stehen sich die Spitzenkandidaten von SPD, Peer Steinbrück und der Union, BundeskanzlerinAngela Merkel direkt gegenüber. Die Sendung, die in vier Sendern live zu sehen ist, wird von Anne Will (ARD), Maybrit Illner (ZDF), Peter Kloeppel (RTL) und – als einzigen nicht ausgewiesenen Fernsehjournalisten – von dem Entertainer Stefan Raab (ProSieben) moderiert. (2010er)

Politik & Weltgeschehen

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BundeskanzlerinAngela Merkel besucht mit einer Wirtschaftsdelegation Washington und unterschreibt mit US-Präsident George W. Bush ein transatlantisches Wirtschaftsbündnis.
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Angela Merkel (CDU) wird vom Bundestag zur ersten Bundeskanzlerin in der Geschichte Deutschlands gewählt.
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Die beiden stärksten Fraktionen im neuen Deutschen Bundestag, CDU/CSU und SPD, einigen sich auf eine große Koalition. Angela Merkel soll erste deutsche Bundeskanzlerin werden
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Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen. CDU und FDP gewinnen und stellen den Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Nach 39 Jahren regiert erstmals nicht mehr die SPD. BundeskanzlerGerhard Schröder kündigt als Reaktion auf die Wahlniederlage seiner Partei Neuwahlen zum Bundestag für Herbst an
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60. Jahrestag des Beginns des Warschauer Aufstands: Bundeskanzler Gerhard Schröder nimmt als erster deutscher Bundeskanzler als Ehrengast an den Feierlichkeiten teil

Tagesgeschehen

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Hannover/Deutschland: BundeskanzlerinAngela Merkel wird auf dem Parteitag der CDU als Parteivorsitzende wiedergewählt.
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Potsdam/Deutschland: Alt-BundeskanzlerHelmut Kohl (CDU) wird mit einem „Millennium-Bambi“ geehrt. Auch Sänger und Schauspieler Johannes Heesters erhält kurz vor seinem 106. Geburtstag die Auszeichnung.
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Berlin/Deutschland: Bei der konstituierenden Sitzung des 17. Deutschen Bundestages wird Norbert Lammert (CDU) erneut zum Präsident des Deutschen Bundestages gewählt Am Folgetag wählt der Bundestag Angela Merkel als Bundeskanzlerin wieder
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Deutschland: Bei der Bundestagswahl bleibt die Christlich-Demokratische Union Deutschlands (CDU) zusammen mit der bayrischen Christlich-Sozialen Union (CSU) stärkste Kraft, während die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) massive Stimmeneinbußen zu verzeichnen hat. Die drei Parteien erreichen aber ihr schlechtestes Wahlergebnis seit den 1940er Jahren. Die kleinen im Bundestag vertretenen Parteien Freie Demokratische Partei (FDP), Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke gewinnen an Stimmen hinzu und erreichen alle über 10 Prozent. BundeskanzlerinAngela Merkel (CDU) und Guido Westerwelle (FDP) geben bekannt, die neue Regierungskoalition bilden zu wollen.
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Teheran/Iran: Ex-BundeskanzlerGerhard Schröder möchte sich bei seinem Besuch mit Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad treffen. Er wird Ahmadinedschads Ansichten zur Leugnung des Holocausts, zum Existenzrecht Israels und zum Iranischen Atomwaffenprogramm scharf kritisieren.

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Weiterführende Informationen

Literatur

Weblinks