Bundesnachrichtendienst

Der Bundesnachrichtendienst (BND) mit Sitz in Pullach im Isartal (Hauptsitz) und Berlin ist neben dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und dem Bundesamt für den Militärischen Abschirmdienst (MAD) einer der drei deutschen Nachrichtendienste des Bundes (vgl. Nachrichtendienst → Deutschland) und als einziger deutscher Nachrichtendienst zuständig für die Auslandsaufklärung. Er unterliegt, wie alle deutschen Dienste, der Überprüfung durch das Parlamentarische Kontrollgremium. Seit 1990 ist seine Tätigkeit durch das BND-Gesetz geregelt.

Der BND ist eine dem Bundeskanzleramt unterstellte Dienststelle und beschäftigt derzeit circa 6.500 Mitarbeiter. Innerhalb des Bundeskanzleramtes ist für den BND (sowie für die Koordinierung aller drei Nachrichtendienste des Bundes) die Abteilung 6 zuständig; deren Leiter – seit 1. Januar 2010 Günter Heiß – bekleidet daher zudem auch das Amt des sogenannten Geheimdienstkoordinators. Der Zuschuss aus dem Bundeshaushalt wurde für 2015 mit rund 615,6 Millionen Euro und 2016 mit rund 723,8 Millionen Euro angegeben. Im Jahr 2017 ist das Haushaltsvolumen mit 832,8 Millionen Euro veranschlagt.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Wolbert K. Smidt stirbt in Hamburg. Wolbert Klaus Smidt war ein deutscher Geheimdienstler, Diplomat und Publizist. Er war bis 2001 Erster Direktor beim Bundesnachrichtendienst (BND) und Botschaftsrat I. Klasse in Paris.
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Gestorben: Heribert Hellenbroich stirbt in Köln-Roggendorf/Thenhoven. Heribert Hellenbroich war von 1983 bis 1985 Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz und im August 1985 Präsident des Bundesnachrichtendienstes.
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Gestorben: Paul Münstermann stirbt. Paul Münstermann war Mitarbeiter beim Bundesnachrichtendienst (BND). Bekannt wurde er durch eine Spionageaffäre.
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Gestorben: Heinz Felfe stirbt in Berlin. Heinz Felfe war ein ehemaliger SS-Obersturmführer, der nach dem Zweiten Weltkrieg für den Bundesnachrichtendienst (BND) arbeitete, bis er als sowjetischer Agent enttarnt und verhaftet wurde.
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Gestorben: Erich Deppner stirbt in Anzing. Erich Deppner war ein deutscher SS-Sturmbannführer und in der Zeit des Nationalsozialismus Chef der Abteilung Gegnerbekämpfung des Befehlshabers der Sicherheitspolizei und des SD (BdS) in Den Haag (Niederlande). In dieser Funktion ließ er 450 Häftlinge des niederländischen Widerstandes erschießen, zudem war er an der Exekution von 65 sowjetischen Kriegsgefangenen beteiligt. Nach dem Krieg arbeitete Deppner für die Organisation Gehlen und den Bundesnachrichtendienst.

Politik & Weltgeschehen

1994

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August: Der Bundesnachrichtendienst führt die „Operation Hades“ durch, einen von der Behörde inszenierten Plutoniumschmuggel. Der Skandal wurde schon 1995 aufgedeckt und machte unter der Bezeichnung „Plutonium-Affäre“ weltweit Schlagzeilen
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Das BND-Gesetz, das Organisation, Aufgaben und Befugnisse des Bundesnachrichtendienstes regelt, tritt in Kraft. Damit wird die Tätigkeit der als Organisation Gehlen geschaffenen Institution auf eine gesetzliche Basis gestellt.
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General a. D. Reinhard Gehlen wird zum ersten Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes (BND) ernannt.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2009

Projekt:
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Der Besuch, Baustelle des BND in Berlin (Christoph Faulhaber)

1974

Organisation > Führung, Personal und V-Leute > Bekannte Mitarbeiter (BfV und LfV):
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Hans Elmar Remberg, Vizepräsident des BfV von 2006 bis 2010, vorher Leiter der Abteilung 5 (Beschaffung und Auswertung von Informationen zu Terrorismus und Organisierter Kriminalität) des Bundesnachrichtendienstes, Eintritt in den BND (Bundesamt für Verfassungsschutz)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2013

Film:
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Nazis im BND - Neuer Dienst und alte Kameraden; Film von Christine Rütten

Tagesgeschehen

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Berlin/Deutschland: Gerhard Schindler übernimmt offiziell das Amt des Bundesnachrichtendienst-Präsidenten von Ernst Uhrlau.
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Berlin/Bremen: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) gerät durch die Publikation von Geheimunterlagen in Widerspruch zu seinen Aussagen im Fall des Guantanamo-Häftlings Murat Kurnaz. Demnach hatten sich bereits im November 2002 US-Geheimdienste beim Bundesnachrichtendienst darüber beschwert, dass die deutschen Behörden trotz ihrer eigenen Ergebnisse, die ihrerseits von zwei BND-Mitarbeitern bestätigt wurden, diesem entgegen der Unschuldvermutung die Rückkehr verweigerten. Da Steinmeier zum damaligen Zeitpunkt Kanzleramtschef war, müsste er -so der Stern -von diesem Angebot gewusst haben.
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Berlin/Deutschland: Im Büro des Bundestagsabgeordneten Wolfgang Nešković (Linksfraktion) wird eine angebliche Wanze gefunden. Damit hätte das Mitglied des BND-Ausschusses und des geheim tagenden Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKG), das für die Kontrolle der Geheimdienste zuständig ist, abgehört werden können. In der Zwischenzeit geht man jedoch nur von nicht „betriebsbereiten elektrischen Geräten“ aus, die dort nicht hingehörten.
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Berlin/Hamburg. Der Bundesnachrichtendienst (BND) soll nach einem Bericht des „Spiegel” den US-Truppen im Irak-Krieg doch militärisch verwertbare Daten geliefert haben. So sollen nach unbestätigten Quellen des Magazins Informationen über Truppenbewegungen in Bagdad und Positionen von Stellungen weitergegeben worden sein. Bisher hatte der BND lediglich bestätigt, dass die Beamten Koordinaten von Einrichtungen weitergegeben hätten, die nicht bombardiert werden sollten - wie etwa Krankenhäuser und Botschaften. Zumindest in Einzelfällen sollen die USA Aufklärungswünsche an die BND-Beamten in Bagdad übermittelt haben: So habe sich die US-Armee für den Zustand der angeblich mit Benzin gefüllten Gräben rund um Bagdad interessiert. Ehemalige US-Militärs bestreiten allerdings, dass der BND die Zielplanung „direkt unterstützt” habe, wie es vergangene Woche in dem ARD-Magazin „Panorama” berichtet wurde.
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Hamburg/München. „Der Spiegel“ berichtet, dass der Bundesnachrichtendienst (BND) länger als bislang bekannt mehrere Journalisten observiert hat. Wie das Nachrichtenmagazin in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, geht das aus dem Zwischenbericht eines Sonderermittlers hervor, den BND-Präsident August Hanning am Freitag dem Kanzleramt vorgelegt hat. Der interne Ermittler soll die Affäre wegen der Überwachung von Journalisten durch den Geheimdienst aufklären. Danach haben Observationskommandos den Publizisten Erich Schmidt-Eenboom mindestens bis 1996 überwacht. Der „Focus“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe zudem mit Berufung auf den Zwischenbericht, einer seiner Reporter sei mehr als drei Jahre, von 1993 bis 1996, ausgespäht worden.

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