Bureau of Indian Affairs

Das Bureau of Indian Affairs (BIA; deutsch Amt für indianische Angelegenheiten) ist eine dem Innenministerium der Vereinigten Staaten unterstellte Behörde, die sich um die Belange der Indianer und deren Reservate kümmern soll. Sie wurde im Jahre 1824 gegründet und war damals noch dem Kriegsministerium der USA unterstellt. 1849 wurde sie dem neu entstandenen Innenministerium zugeordnet. Es ist damit das älteste Amt des Innenministeriums. Nach eigenen Angaben betreut das BIA 567 von der Bundesregierung anerkannte Indianerstämme, mit 1.9 Millionen Mitgliedern. Das BIA verwaltet 55 Millionen Acres (225,000 km²) Land im Auftrag der Indianerstämme. Zirka 42.000 Schüler besuchen 183 BIA-eigene Schulen. Auch betreibt oder unterstützt das Amt 28 Universitäten und Fachhochschulen. Sitz der Behörde ist Washington, D.C. Das Amt befindet sich zurzeit im Umbruch. Stand in der Vergangenheit die Verwaltung und Überwachung der amerikanischen Ureinwohner im Vordergrund seiner Aktivitäten, so möchte das Amt heute helfen die Lebensbedingungen der indianischen Bevölkerung zu verbessern. Dieser Umbruch ist schwierig, sehen doch viele Indianer das BIA als die Ursache ihrer Probleme. Auch fiel das BIA in der Vergangenheit durch massive Korruptionsfälle negativ auf.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Elouise P. Cobell stirbt in Great Falls, Montana. Elouise Pepion Cobell war eine amerikanische Indianer-Aktivistin. Bekannt wurde sie wegen ihrer Klage gegen das Innenministerium und das Finanzministerium der Vereinigten Staaten. Bei der Klage ging es um Mismanagement und Korruption innerhalb des Bureau of Indian Affairs (BIA). Viele weitere Betroffene schlossen sich der Klage an. Die ursprünglich geforderte Summe betrug 176 Milliarden US-Dollar. Es handelte sich dabei um die größte Sammelklage in der Geschichte der Vereinigten Staaten mit über 500.000 Betroffenen. Der Fall ging als Cobell v. Salazar in die Geschichte der Vereinigten Staaten ein. Der Fall wurde am 8. Dezember 2009 außergerichtlich durch einen Vergleich abgeschlossen. Die Bundesregierung versprach 3,4 Milliarden US-Dollar an die betroffenen Landbesitzer auszuzahlen. Dafür verabschiedete das US - Repräsentantenhaus 2010 den 'Claims Resolution Act of 2010'. Präsident Obama unterzeichnete das Gesetz am 8. Dezember 2010.
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Geboren: Elouise P. Cobell wird in der Blackfeet Indian Reservation, Montana geboren. Elouise Pepion Cobell war eine amerikanische Indianer-Aktivistin. Bekannt wurde sie wegen ihrer Klage gegen das Innenministerium und das Finanzministerium der Vereinigten Staaten. Bei der Klage ging es um Mismanagement und Korruption innerhalb des Bureau of Indian Affairs (BIA). Viele weitere Betroffene schlossen sich der Klage an. Die ursprünglich geforderte Summe betrug 176 Milliarden US-Dollar. Es handelte sich dabei um die größte Sammelklage in der Geschichte der Vereinigten Staaten mit über 500.000 Betroffenen. Der Fall ging als Cobell v. Salazar in die Geschichte der Vereinigten Staaten ein. Der Fall wurde am 8. Dezember 2009 außergerichtlich durch einen Vergleich abgeschlossen. Die Bundesregierung versprach 3,4 Milliarden US-Dollar an die betroffenen Landbesitzer auszuzahlen. Dafür verabschiedete das US - Repräsentantenhaus 2010 den 'Claims Resolution Act of 2010'. Präsident Obama unterzeichnete das Gesetz am 8. Dezember 2010.

Politik & Weltgeschehen

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
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Das United States Department of War gründet das Bureau of Indian Affairs, das sich um die Belange der amerikanischen Ureinwohner und deren Reservate kümmern soll. (11. März)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1973

Werk > Film:
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Der Clou (The Sting) – Regie: George Roy Hill (Marvin Hamlisch)
Vereinigte Staaten von Amerika:
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Nachdem sich die Zahlungen des Bureau of Indian Affairs verzögert haben, überfallen und ermorden hungernde Sioux auf der Suche nach Nahrung fünf Weiße. Das gilt als Beginn des Sioux-Aufstandes in Minnesota unter der Führung von Häuptling Little Crow (Taoyateduta).

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