Burgtheater

Das Burgtheater in Wien ist ein österreichisches Bundestheater. Es gilt als eine der bedeutendsten Bühnen Europas und ist nach der Comédie-Française das zweitälteste europäische sowie das größte deutschsprachige Sprechtheater. Das alte Burgtheater befand sich seit 1748 am Michaelerplatz. Im Oktober 1888 wurde das neue Haus am heutigen Universitätsring (damals Franzensring) eröffnet. Nachdem dieses 1945 infolge von Bombenangriffen vollständig ausgebrannt war, diente das Ronacher bis zur Wiedereröffnung am 14. Oktober 1955 als Ausweichquartier. Das Burgtheater gilt als österreichisches Nationaltheater.

Ältere Namen des Burgtheaters waren k.k. Theater nächst der Burg und danach bis 1918 k.k. Hof-Burgtheater. Vor allem in Wien wird es häufig kurz „Die Burg“ genannt, die Ensemblemitglieder kennt man als „Burgschauspieler“. Nach Zahl der Mitarbeiter und Budget ist es das „reichste und größte Repertoiretheater der Welt“. Direktorin des Burgtheaters ist seit März 2014 Karin Bergmann.

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Geschichte > Austragungsorte

1991

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Essen, 27.6.-14.7. (Programmdirektion: Börries von Liebermann): u.a. Bread and Puppet Theater, Columbus; Ariane Mnouchkine / Théâtre du Soleil, Paris; Susanne Linke, Essen; Burgtheater Wien; (Theater der Welt)

Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Kurt Sowinetz, österreichischer Volksschauspieler, Ensemblemitglied des Burgtheaters (zahlreiche Fernsehrollen wie Das falsche Gewicht nach Joseph Roth, Der brave Soldat Schwejk nach Jaroslav Hašek oder Welcome in Vienna) stirbt einen Monat vor seinem 65. Geburtstag in Wien.

Künstlerisches Schaffen

1997

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Engagement am BurgtheaterWien für Elfriede JelineksEin Sportstück“ (R: Einar Schleef) (Christoph Theußl)

Aufführungen, Adaptionen

1921

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erfuhr das Stück in einer Burgtheater-Produktion (Regie, Hauptrolle: Max Paulsen; Abendregie: Carl von Zeska) am Schönbrunner Schlosstheater, Wien, Textstreichungen, als alle Bezüge auf eine bestimmte Nationalität in der Form getilgt wurden, dass unter anderem Worte wie bulgarisch, serbisch, russisch, Bulgarien, Sofia nicht mehr gesprochen wurden. Der Entscheidung waren im Schlosstheater Protestkundgebungen der bulgarischen Studentenschaft vorausgegangen, die die unzeitgemäße Aufführung des Stücks zum Gegenstand hatten. Aufgrund einer diplomatischen Intervention wurde die Komödie nach einigen wenigen Aufführungen abgesetzt und der Spielplan entsprechend geändert. (Helden)

Nachruhm

1971

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Enthüllung einer Büste von Sandor Jaray im Burgtheater (21. Oktober) (Arthur Schnitzler)

Berühmte Ensemblemitglieder > Schauspieler

1982

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Andrea Clausen (derzeit Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters) (Oldenburgisches Staatstheater)

S

1858

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Stegmayergasse (Altmannsdorf), 1922 benannt nach der Künstlerfamilie Stegmayer. Matthäus Stegmayer (1771–1820) war Schauspieler, u.? a. am Theater in der Josefstadt (ab 1792), am Freihaustheater (ab 1796) und am Hofburgtheater (ab 1801). Daneben war er als Bühnenschriftsteller, Librettist, Komponist und Chorleiter tätig. 1804 gründete er eine Notenleih- und Kopieranstalt, und 1816–1820 leitete er den Hoftheater-Musikverlag. Sein Sohn Karl Stegmayer (1800–1862) war im Hauptberuf Montanist und verfasste mehrere Schriften über Bergbau und Hüttenwesen. Daneben betätigte er sich als Schriftsteller und schrieb u.a historische Melodramen, Schauerdramen und Bergmannslieder. Sein Bruder Ferdinand Josef Stegmayer (1801–1863) war Dirigent am Theater in der Josefstadt (ab 1848), Chormeister des Wiener Männergesang-Vereins (1849–1856), sowie Kapellmeister am Hofoperntheater (1859–1860) und am Carltheater (1860–1861). Bedeutung erlangte er vor allem durch die Gründung der Wiener Singakademie. Ein weiterer Bruder, Wilhelm Stegmayer (*? 1805) ist als Schauspieler in Kinderrollen überliefert, danach verliert sich seine Spur. (Liste der Straßennamen von Wien/Meidling)

Schaffen > Regisseur

1983

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Histoire du cochon qui voulait maigrir nach Colin Mac Naughton, Théâtre MogadorVom dicken Schwein das dünn werden wollte. Kinderstück nach einer Erzählung von Colin McNaughton in der deutschen Übersetzung von Michael Kunze und den Songtexten von Jérôme Savary, Burgtheater 1984

Politik & Weltgeschehen

1987

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Der US-Bürger Jonathan Pollard wird in den USA wegen Spionage für den israelischen Geheimdienst Lakam zu lebenslanger Haft verurteilt. (4. März)

1945

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Zweiter Weltkrieg: 12. März: Schwerster Luftangriff auf Wien: Die Staatsoper brennt aus, schwer beschädigt werden auch der Stephansdom, das Naturhistorische Museum, Burgtheater, Hofburg und Volkstheater. Das Gestapo Hauptquartier am Morzinplatz und der Philipphof nahe der Albertina werden zerstört. Insgesamt sterben bei den 17 Luftangriffen im März 1945 auf Wien 1547 Menschen.

Illustrierte Bücher

2000

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Programmheft für die Inszenierung von Michael Bogdanovs Reineke Fuchs (Helmut Pokornig)

Träger des Gertrud-Eysoldt-Rings

2000

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Angela Winkler für ihre Darstellung der Rebekka West in Henrik Ibsens Rosmersholm in der Regie von Peter Zadek am Akademietheater des Burgtheaters Wien. (Gertrud-Eysoldt-Ring)

1991

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Ulrich Mühe für seine Darstellung des Clavigo in Goethes gleichnamigen Stück in der Inszenierung von Claus Peymann am Wiener Burgtheater (Gertrud-Eysoldt-Ring)

1987

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Gert Voss für seine Darstellung der Hauptrolle in Richard III. von William Shakespeare in der Inszenierung von Claus Peymann am Wiener Burgtheater (Gertrud-Eysoldt-Ring)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2008

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Bühnenrollen: Der Weibsteufel von Karl Schönherr als Der Mann (Burgtheater Wien) (Werner Wölbern)

2005

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Reden und Bühnengespräche: Bühnengespräch zum Thema: „Warum Krieg? Einstein und Freud 1933“, Veranstalter: Bruno Kreisky Forum im Burgtheater (Felix de Mendelssohn)

1981

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Verfilmung: Professor Bernhardi (ORF, Aufzeichnung einer Aufführung aus dem Wiener Burgtheater) Regie: Angelika Hurwicz, mit Norbert Kappen (Bernhardi), Erich Auer (Minister Flint), Rudolf Melichar (Hofrat Winkler), Karlheinz Hackl (Priester), Kurt Sowinetz (Ebenwald), Wolfgang Hübsch (Fillitz), Robert Meyer (Hochroitzpointner).

1962

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Film: Medea von Franz Grillparzer nach Euripides; Aufzeichnung einer Aufführung des Burgtheaters Wien, Inszenierung: Leopold Lindtberg, Fernsehregie: Erich Neuberg

Produktion

2009

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Burgtheater, Wien: Der Schein trügt (Thomas Bernhard), Regie Nicolas Brieger (Mathias Fischer-Dieskau)

Kunst & Kultur

2013

Uraufführungen am Burgtheater:
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– Schatten (Eurydike sagt) von Elfriede Jelinek (Regie: Matthias Hartmann, Akademietheater)

2012

Theater:
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Einige Nachrichten an das All, Akademietheater, Wien (Regie: Antú Romero Nunes) (Jasna Fritzi Bauer)

2012

Inszenierungen > Mit dem Regisseur Alvis Hermanis:
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Das weite LandBurgtheater Wien (Eva Dessecker)

2012

Inszenierung:
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Robinson Crusoe nach Daniel Defoe – Burgtheater Wien (Jan Bosse)

2012

Inszenierung:
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Sul concetto di volto nel figlio di Dio, Rom, Avignon, Paris, Hebbel am Ufer Berlin, Burgtheater Wien (Romeo Castellucci)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2014

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Leben > Jüngste Regiearbeiten: Die letzten Tage der Menschheit von Karl Kraus, Salzburger Festspiele/Burgtheater - am Landestheater Salzburg, Juli/August (Georg Schmiedleitner)

2010

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Theaterarbeiten/Regie: Das Begräbnis, Burgtheater, Wien (Thomas Vinterberg)

2010

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Übersetzungen: Euripides: Helena, UA Burgtheater Wien (Peter Handke)

2009

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Werkübersicht > Musiktheater: Mea Culpa, eine Readymade-Oper, Burgtheater, Wien (Christoph Schlingensief)

2008

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Veröffentlichungen: Balkanmusik. Uraufgeführt 2011, Staatstheater Mainz, Regie: Jan-Christoph Gockel. Inszenierung eingeladen zu den Autorentheatertagen Berlin. Stück eingeladen zu den Werkstadttagen an der Burg, Wien (Daniel Mezger)

Aufführungsgeschichte > Szenische Aufführungen

2014

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Koproduktion der Salzburger Festspiele und des Wiener Burgtheaters (Regie: Georg Schmiedleitner), mit Gregor Bloéb, Sven Dolinski, Dörte Lyssewski, Peter Mati?, Petra Morzé, Elisabeth Orth, Christoph Krutzler, Alexandra Henkel, Stefanie Dvorak, Tommy Hojsa u.a. (Die letzten Tage der Menschheit)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2014

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Ehrung: Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie „Bester Schauspieler“ als Hamlet am Wiener Burgtheater (August Diehl)

2014

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Auszeichnungen: Ehrenmitglied des Wiener Burgtheaters (Elisabeth Orth)

2013

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Auszeichnungen: Nominierung für den Nestroy-Theaterpreis für seine Rolle des La Roche in Der Parasit von Friedrich Schiller am Burgtheater Wien (Oliver Stokowski)

2012

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Auszeichnungen – Ehrungen: Ehrenmitgliedschaft des Wiener Burgtheaters anlässlich seines 75. Geburtstages. (Claus Peymann)

2012

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Auszeichnungen – Ehrungen: Ehrenmitgliedschaft des Wiener Burgtheaters anläßlich seines 75. Geburtstages. (Claus Peymann)

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