Burgunden

Das Volk (gens) bzw. der Verband der Burgunden, auch Burgunder, wird den Ostgermanen zugerechnet. In der Spätantike begründeten burgundische Krieger an der Rhone ein eigenständiges Föderatenreich, das im 6. Jahrhundert im Frankenreich aufging.

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Kunst & Kultur

515 n. Chr.

Wissenschaft, Kultur & Religion:
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Der spätere König Sigismund, Sohn des BurgundenkönigsGundobad, beauftragt Mönche in Saint-Maurice mit der Gründung eines Klosters, der Abtei Saint-Maurice.

Zeittafel

532 n. Chr.

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geht das Burgundenreich im Frankenreich auf und bildet dort neben Austrien und Neustrien einen eigenen Reichsteil

Geboren & Gestorben

1922

Geboren > 20. Jahrhundert > 1901–1950:
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Hansgeorg Stengel, deutscher Journalist und Schriftsteller, Satiriker und Kabarettist (30. Juli)

Antike

150 v. Chr.

Römisches Reich:
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um 150 v. Chr. siedeln die Burgunden über in das Weichselmündungsgebiet

Reich der Burgunden

486 n. Chr.

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Der König der Burgunden, Gundobad, (Residenz in Lyon), tötet seinen Mitkönig, Godomar I., der in Vienne residiert, und eignet sich dessen Reichsteil an.

Religion

497 n. Chr.

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Sigismund, Sohn des burgundischen Königs Gundobad, lässt sich gegen den Willen des Vaters, der arianischer Christ ist, von Bischof Avitus von Vienne nach katholischem Ritus taufen.

Germanische Teilreiche

511 n. Chr.

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Der Ostgotenkönig Theoderich der Große greift im Westgotenreich ein und vertreibt dessen Herrscher Gesalech. Als neuen König setzt Theoderich seinen Enkel Amalarich ein, für den er die Vormundschaft übernimmt. Gesalech flieht vorerst zu den Vandalen nach Nordafrika. Deren Herrscher Thrasamund, der im Gegensatz zu Theoderich steht, gewährt Gesalech Asyl und stattet ihn mit Geldmitteln aus. Dieser unternimmt den Versuch, von Gallien aus die Herrschaft über sein Reich wiederzuerlangen, wird aber mit seinen Anhängern bei Barcino besiegt. Beim Versuch, ins Reich der Burgunden zu flüchten, wird er getötet.

Ereignisse

508 n. Chr.

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Der König der Ostgoten, Theoderich der Große greift verspätet in die Auseinandersetzungen in Süd-Gallien nach der Schlacht von Vouillé ein. Chlodwig hatte die Burgunden mit der Zusage auf Arles und Narbonne als Verbündete gewinnen können. Aquitanien geht den Goten verloren, doch gelingt es immerhin, Septimanien mit Narbonne dem Westgotischen Reich zu erhalten, sodass die Franken keinen Zugang zum Mittelmeer erhalten, während Theoderich die Provence östlich der Rhône einschließlich Arles und Avignon seinem ostgotischen Reich zuschlägt.

500 n. Chr.

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Schlacht von Dijon: Der Frankenkönig Chlodwig I. greift in Burgund zu Gunsten des Genfer Unterkönigs Godegisel gegen den in Lyon residierenden Oberkönig Gundobad ein, dessen Truppen in der Schlacht geschlagen werden, doch gelingt Gundobad selbst die Flucht nach Avignon, wo er mit Chlodwig die Zahlung von Tributen vereinbart, so dass dieser ihn als König anerkennt.

493 n. Chr.

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Der burgundische Teilkönig Gundobad, der bereits seinen Bruder Godomar I. getötet hat, beseitigt auch den Teilkönig von Valence, Chilperich II.. Dessen Tochter Chrodechild entkommt und heiratet später den Frankenkönig Chlodwig I.

493 n. Chr.

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Theoderich der Große heiratet Audofleda, die Schwester des Frankenkönigs Chlodwig I. Dies ist der Beginn einer systematischen Heiratspolitik, mit der Theoderich ein Bündnissystem mit Franken, Burgunden und Westgoten aufbauen will, so dass seine neu gewonnene Herrschaft in Italien durch diese Nachbarn nicht gefährdet wird.

473 n. Chr.

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Nach dem Tod des Königs der Burgunden, Gundioch, wird Childerich I. alleiniger Herrscher.

Politik & Weltgeschehen

517 n. Chr.

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Sigismund, König der Burgunden sucht sich Ostrom anzunähern und erregt damit den Zorn seines Schwiegervaters Theoderichs des Großen; auch sein Sohn Sigerich wendet sich gegen ihn, Sigismund lässt ihn später erdrosseln.

516 n. Chr.

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Sigismund folgt Gundobad als neuer König im Burgunderreich. Da Sigismund Katholik ist, wechseln auch die Burgunden vom arianischen Glauben seines Vaters zum Katholizismus.

492 n. Chr.

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492/494: Chlodwig I., König der Franken, heiratet die burgundische Königstochter Chrodechild. Die katholische Chrodechild beeinflusst seine Entscheidung, zum Katholizismus überzutreten.

461 n. Chr.

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Lyon fällt in die Hände der Burgunden; damit ist auch die direkte Verbindung der Römer zu ihrem nordgallischen Besitz bedroht, der von Aegidius gehalten wird.

411 n. Chr.

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Mit Unterstützung von Franken, Burgunden und Alamannen wird Fl. Jovinus am Rhein zum Kaiser ausgerufen; auch Sarus, vormals Offizier in Diensten Stilichos, schließt sich ihm an. Britannien, von wo Konstantin III. die letzten Truppen abgezogen hatte, bleibt weiter ohne Schutz. In Tarragona hält sich zunächst noch der von Gerontius zum Augustus proklamierte Maximus gegen Honorius.

Europa

626 n. Chr.

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Godinus, der Sohn des verstorbenen burgundischenHausmeiers Warnachar, heiratet seine Stiefmutter Bertha, woraufhin Chlothar II. gegen ihn militärisch vorgeht. Godinus flieht mit Bertha zum austrasischen König Dagobert I., wird aber schließlich von Chlothar bei Chartres erschlagen.

534 n. Chr.

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Europa & Mittelmeerraum: Das 532 von den Franken nach der Schlacht von Autun eroberte Reich der Burgunden wird unter die Brüder Chlothar I., Childebert I. und Theudebert I. aufgeteilt. Das burgundische Volksrecht bleibt erhalten, doch besteht für Burgund künftig Heeresfolge- und Zinspflicht gegenüber den Franken.

532 n. Chr.

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Chlothar I. und Childebert I., Könige der Franken, greifen das Burgunderreich an; sein König Godomar wird in der Schlacht von Autun vernichtend geschlagen, Burgund fällt den Franken zu.

530 n. Chr.

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Europa / Afrika: Godomar II., König der Burgunden, verbündet sich mit Amalasuntha, Regentin der Ostgoten, zum Schutz gegen die Franken.

501 n. Chr.

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Der burgundische Oberkönig Gundobad ermordet seinen Bruder und Rivalen Godegisel in Vienne; als dessen Nachfolger setzt er seinen eigenen Sohn Sigismund als Teilkönig in Genf ein.

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