Córdoba (Spanien)

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Crdoba
WappenKarte von Spanien
Wappen von Córdoba
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft:Andalusien
Provinz:Crdoba
Koordinaten3753?N, 447?WKoordinaten:3753?N, 447?W
Hhe:120msnm
Flche:1.252 km
Einwohner:326.609 (1. Jan. 2016)
Bevlkerungsdichte:260,87 Einw./km
Postleitzahl:14001 - 14014
Gemeindenummer(INE):14021 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Brgermeister:Isabel Ambrosio (PSOE)
Website:www.cordoba.es

Córdoba [ˈkoɾðoβa] ist die Hauptstadt der Provinz Córdoba im Süden Spaniens und die drittgrößte Stadt Andalusiens. Die Stadt, deren Vorläufer bis in die römische Antike reicht, ist von ihrem historischen Erbe und vielen Bauten aus der Zeit der maurischen Herrschaft geprägt, als Córdoba zeitweilig das Zentrum von Regierung und Gelehrsamkeit auf der iberischen Halbinsel und eine der größten Städte der Welt war. Die aus einer Moschee hervorgegangene Mezquita-Catedral ist seit 1984, ein Großteil der Altstadt – einer der größten erhaltenen Europas – seit 1994 UNESCO-Weltkulturerbe.



Inhaltsverzeichnis



Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Córdoba am Río Guadalquivir
Lizenz: CC-BY-SA-4.0
Córdoba
Lizenz: CC-BY-SA-4.0

Die Stadt Córdoba ist eine Gemeinde und zugleich gleichnamige Comarca in der Provinz Córdoba. Sie liegt am Fuße der Sierra Morena in einer Ufersenke des Guadalquivir.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Córdoba hat ein kontinentales Mittelmeerklima, das vom Atlantik beeinflusst wird. Die Winter sind mild, Frost ist selten. Die Sommer sind normalerweise sehr heiß mit hohen täglichen Temperaturschwankungen. Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen sind die höchsten in ganz Europa. Im Sommer werden regelmäßig mehr als 40 °C erreicht. Die Durchschnittstemperaturen im Juli und August liegen bei 27 °C. Bedingt durch den atlantischen Einfluss konzentrieren sich die Niederschläge auf die kühleren Monate Dezember bis Februar. Die jährliche Niederschlagsmenge schwankt sehr stark, kann aber 500 mm übersteigen.

Die höchste Temperatur, die je vom Observatorio del Aeropuerto de Córdoba gemessen wurde, beträgt 46,6 °C (23. Juli 1995). Die tiefste Temperatur lag bei -8,2 °C (28. Januar 2005).

Crdoba (90 m)
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
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15
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Temperatur in C, Niederschlag in mm
Quelle:Agencia Estatal de Meteorologa, Periode 1981-2010
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschlge fr Crdoba (90 m)
JanFebMrAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Max. Temperatur (C)14,917,421,322,827,432,836,936,531,625,119,115,325,1
Min. Temperatur (C)3,64,97,49,312,616,519,019,416,913,07,85,511,4
Temperatur (C)9,311,114,416,020,024,728,028,024,219,113,510,418,3
Niederschlag (mm)66554955401325358680111?597
Sonnenstunden (h/d)5,66,67,07,89,310,811,710,88,36,66,04,87,9
Regentage (d)7,26,14,96,74,91,40,40,63,26,95,98,1?56,3
Luftfeuchtigkeit (%)76716460554841435266737960,6
T
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m
p
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a
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14,9
3,6
17,4
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27,4
12,6
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16,5
36,9
19,0
36,5
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Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Córdoba geht auf eine alte iberische Siedlung zurück. Sie wurde 169 v. Chr. von den Römern besetzt und entwickelte sich als Corduba zum Hauptort Südspaniens. Im 3. oder 4. Jahrhundert wurde Corduba Bischofssitz. Einer der ersten Bischöfe soll Ossius (Hosius) gewesen sein, der als Berater Konstantins des Großen u. a. maßgeblich das Konzil von Nicäa beeinflusste.

Nach der Zerstörung durch die Vandalen blieb Córdoba Teil des Westgotenreiches. Von 554 bis 571 gehörte es zum Byzantinischen Reich. Nach der Rückeroberung durch die Westgoten 572 verlor es an Bedeutung und verfiel zusehends.

711 wurde die Stadt von den Mauren eingenommen, war ab 716 zeitweise Sitz der Statthalter von al-Andalus und ab 756 die Hauptstadt des umayyadischen Emirats von Córdoba. Im 9. Jahrhundert wirkten hier der Universalgelehrte ʿAbd al-Malik ibn Habīb sowie der Traditionarier Baqī ibn Machlad, dem eine Schlüsselrolle bei der Einführung der Hadith-Gelehrsamkeit in al-Andalus zukommt. Im 10. Jahrhundert wurde das Kalifat von Córdoba errichtet. In dieser Zeit lebten ungefähr eine halbe Million Menschen in Córdoba (arabisch قرطبة, Qurtuba), das damals eine der größten Städte der bekannten Welt war. Christen, Juden und Muslime lebten meistens friedlich zusammen. Nach Aussage des andalusischen Gelehrten asch-Schaqundī (gest. 1231/32) waren die Bewohner von Córdoba die eifrigsten Anhänger der malikitischen Rechtsschule, so dass sie keinen Herrscher einsetzten, wenn er nicht gelobte, sich bei seinen Entscheidungen nach diesem Madhhab zu richten.

Nach dem Untergang des Kalifats errang in der Zeit der Taifa-Königreiche zunächst 1031 die maurische Dynastie der Dschahwariden die Herrschaft, die 1069 von den Abbadiden aus Sevilla abgelöst wurde. Nach deren Sturz 1091 gehörte die Stadt zum Herrschaftsbereich der Berberdynastie der Almoraviden. 1148 wurde die Stadt von den Almohaden erobert, 1236 im Rahmen der Reconquista von den christlichen Truppen für Kastilien (Fall von Córdoba).

Während des spanischen Unabhängigkeitskrieges wurde die Stadt am 8. Juni 1808 von französischen Truppen unter General Pierre Dupont de l’Étang eingenommen, ausgeplündert und zum großen Teil zerstört.



Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Córdoba ist die einzige Großstadt Spaniens, in der die Izquierda Unida (IU) bzw. die Kommunistische Partei Spaniens (PCE) seit dem Übergang zur Demokratie lange Zeit die Stadtregierung anführte. Bei den Kommunalwahlen am 22. Mai 2011 wurde der Kandidat der Volkspartei (Partido Popular), José Antonio Nieto, mit 48 % der gültigen Stimmen zum neuen Oberbürgermeister gewählt. Die Volkspartei bekam 16 der 29 Stadtratsmandate. Somit konnte die Volkspartei in Córdoba ohne Koalition mit anderen Parteien regieren. 2015 folgte ihm Isabel Ambrosio von PSOE.

Stdtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Córdoba unterhält folgende Städtepartnerschaften:

Freundschaftsabkommen bestehen mit:

Die Städtepartnerschaft mit der Stadt Nürnberg (Deutschland) wurde am 6. Mai 2010 unterzeichnet. Die Bürgermeister beider Städte hatten hierzu am 3. Oktober 2009 in Nürnberg eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die Partnerschaft geht auf die Freundschafts- und Städtepartnerschaftsinitiative Nürnberg-Cordoba, eine Initiative des seit 1961 bestehenden Centro Español Nürnberg e.V., zurück.



Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrstechnisch ist Córdoba gut angebunden. Es liegt an einer der spanischen Hochgeschwindigkeitsrouten (Madrid – Sevilla mit Hochgeschwindigkeitsverbindung auch nach Zaragoza und Barcelona) des staatlichen spanischen Schienennetzbetreibers Adif. Per Auto erreicht man in kurzer Zeit die nächsten Großstädte Sevilla und Granada. Córdoba liegt an der spanischen A 4 (Autovía del Sur) Madrid – Córdoba – Sevilla – Jerez de la Frontera, von der in Córdoba die A 41 nach Ciudad Real abzweigt. Córdoba besitzt nur einen kleinen Flughafen, dessen Ausbau geplant ist. Bislang sind Reisende weitgehend auf die umliegenden Flughäfen Málaga, Sevilla oder Madrid angewiesen.

Besonderes Augenmerk wurde in den letzten Jahren auf die Förderung des Radverkehrs gelegt. Ab 2003 wurde innerhalb weniger Jahre ein Netz von Radwegen und Fahrradrouten durch die Stadt gebaut, sowie ein Leihrad-System etabliert. Der Anteil des Radverkehrs am Modal Split wurde dadurch innerhalb kürzester Zeit von 0,2 % auf 6,6 % erhöht, und soll bis 2015 weiter auf 15 % gesteigert werden.



Kultur und Sehenswrdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt gilt als eine der touristischen Sehenswürdigkeiten Spaniens. Seit 1984 gehört die Mezquita-Catedral, seit 1994 die gesamte Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Inneren der Mezquita
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Römische Brücke
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Rathaus von Cordoba
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Templo romano
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  • Die Mezquita-Catedral ist das bedeutendste Bauwerk der Stadt, das ab 784 als Moschee errichtet und mehrfach erweitert wurde. Mit seiner Ausdehnung von 23.000 m wre es heute die drittgrte Moschee der Welt. Etwa 860 Marmorsulen in parallelen Reihen tragen jeweils zwei bereinanderliegende Bgen und bewirken so ein besonderes Spiel von Licht und Schatten. Die wohl bedeutendste Gebetsnische maurischer Herkunft ist die ca. 960 von al-Hakam II. erbaute Mihrab, ein gewlbter Schrein mit byzantinischen Mosaiken. 1236, im Jahr der Rckeroberung durch die Christen, wurde die Moschee zur christlichen Kathedrale geweiht. In der Mitte der Moschee wurde ab 1523 ber 234 Jahre hinweg ein gewaltiges Kirchenschiff im Stil der Renaissance erbaut.
  • Die Puente Romano (?Rmische Brcke?) fhrt ber den Guadalquivir zur Mezquita und hat 16 Bgen. Sie wurde nach der Schlacht von Munda (45 v. Chr.) von den Rmern errichtet und war einst Bestandteil der Via Augusta. Die Brcke wurde im 10. Jahrhundert von den residierenden maurischen Kalifen vollstndig erneuert und nach der Reconquista mehrfach renoviert. Ein Denkmal des Erzengels Raphael aus dem 17. Jahrhundert befindet sich im Mittelteil der Brcke. Sie dient der Fernsehserie Game of Thrones als Drehort fr die Lange Brcke von Volantis.
  • Die Torre de la Calahorra wurde im Mittelalter als Wachturm am der Altstadt abgewandten Ende der Rmischen Brcke erbaut. Heute ist ein Museum der Stiftung Roger Garaudy, das sich mit dem Zusammenleben der verschiedenen Religionen in der Kalifatszeit befasst, darin untergebracht.
  • Der Alczar de los Reyes Cristianos ist eine im 14. Jahrhundert auf dem Grundriss eines lteren arabischen Schlosses erbaute Schlossanlage mit einer weitlufigen und in Ebenen unterteilten Gartenanlage. In den Rumen des Palastes befinden sich zwei Mosaiken aus dem 2. Jahrhundert und einige rmische Sarkophage aus dem 3. Jahrhundert.
  • Der Palacio de Viana ist einer der historisch bedeutendsten Palste in Crdoba mit der durch Terrassen und Galerien durchzogenen Bauweise des 16. Jahrhunderts, die immer wieder umgebaut wurde. Im dortigen Museum befinden sich neben einer bedeutenden Bibliothek verschiedene Sle mit flmischen Wandteppichen, Musketen, Silber und historischen Mbeln.
  • Die Palastruine Medina Azahara befindet sich ca. 8km westlich der Stadt. Auf dem umfangreichen Ruinengelnde wurde am 9. Oktober 2009 durch die spanische Knigin ein Museum eingeweiht.
  • Die Judera ist die Altstadt, in der frher Juden und Araber lebten. In ihren engen Gassen finden sich Gastronomie und die einzige von ehemals 300 Synagogen Crdobas, die durch die christliche Reconquista nach der Vertreibung der Juden nicht zerstrt wurde. Die im 14. Jahrhundert erbaute Sinagoga de Crdoba ist eine der wenigen aus dieser Zeit erhaltenen Spaniens. Sie ist ber einen Innenhof erreichbar, ber dem Eingangsportal sind reichen Stuckverzierungen im Mudjarstil angebracht.
  • Die Baos Califales (?Bder des Kalifen?) wurden im 10. Jahrhundert erbaut und sind heute unweit des Alczar de los Reyes Cristianos als Ausstellung zur Funktionsweise der alten arabischen Bder zugnglich.
  • Auf der Plaza de la Corredera sind smtliche Gebude im kastilischen Stil des 17. Jahrhunderts (Architekt Antonio Ramos) gehalten. Der Platz war ursprnglich Austragungsort von Stierkmpfen und Pferderennen.
  • Der Plaza del Potro (?Platz des Fohlens?) wurde nach einem Brunnen, der 1577 gebaut wurde und ein Fohlen zeigt, benannt. Am Platz liegt das Gebude des Gasthauses ?Posada del Potro? aus dem 15. Jahrhundert, das in Miguel de Cervantes? Roman Don Quijote erwhnt wurde und der auch fters hier verweilte. Es ist als typisches Bauwerk jener Zeit im Originalzustand erhalten geblieben: die Rume sind um einen blumendekorierten Innenhof angeordnet.
  • Die Plaza de los Capuchinos ist ein ruhiger Platz weitab des Touristenstromes mit einer von den Einwohnern verehrten Jesus-Statue (?Cristo de los Faroles?).
  • Im Stadtzentrum neben dem Rathaus befinden sich die Ruinen eines rmischen Tempels (Templo Romano) mit mchtigen Sulen aus der Zeit der Flavier im 1. Jahrhundert.
  • Die Plaza de las Tendillas (?Platz der kleinen Lden?) liegt zwischen der historischen Altstadt und dem modernen Stadtzentrum und enthlt Springbrunnen und Wasserspiele sowie in seiner Mitte das Reiterstandbild des Gran Capitan.
  • Die Puerta de Almodvar (?Tor des Almodovar?) ist arabischen Ursprungs, hie ursprnglich Walnuss-Tor (Bab al-Chawz) und ist einer der Eingnge in der Westmauer der Altstadt. Ihr jetziges Aussehen aus dem 14. Jahrhundert ist durch zwei prismatische Trme mit einem massiven Torbogen dazwischen geprgt. Das steinerne Mauerwerk wurde mit Ziegeln ergnzt. ber dem Tor befindet sich ein Sichtgitter. Sowohl die Brstung ber dem Tor als auch die gesamte Stadtmauer ist mit Zinnen bewehrt. Vor dem Tor wurde in den frhen 1950er Jahren ein Garten angelegt und eine Statue des aus Cordoba stammenden Philosophen Seneca aufgestellt.
  • Der Palacio de la Merced, ein ehemaliges Mercedarierkloster, ist heute Sitz der Provinzialverwaltung.
  • Die Kirche San Hiplito wurde im 14. Jh. vom kastilischen Knig Alfons XI. gestiftet.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Persnlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tchter und Shne der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Gastronomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gastronomie der Stadt werden landwirtschaftliche Produkte der umliegenden Felder und Flussebenen, der Viehwirtschaft in der Sierra sowie Olivenöl aus dem südlichen Teil des Landes verarbeitet. Die Küche ist von Eintöpfen und Geschmortem geprägt. Es finden sich arabische Einflüsse wie die Gewürze Oregano, Minze und Estragon oder Zutaten arabischer Herkunft wie Reis, Spinat, Aubergine oder Bitterorange. Als typische Gerichte der cordobanischen Küche sind das Kaninchen in „salmorejo“ (Art Vinaigrette), „flamenquines“ (panierte, gebratene Röllchen aus gekochtem Schinken mit Käsefüllung), der „rabo de toro“ (Ochsenschwanz), „cordero a la miel“ (Lamm in Honig), „naranjas picadas“ (dünn geschnittene, gewürzte Orangen) oder Artischocken a la „montillana“ (mit Schinken, Knoblauch und Safran) hervorzuheben. Ein typischer Nachtisch ist der „pastel cordobés“ – ein Kuchen aus Blätterteig gefüllt mit Zitronat, das „Engelshaar“ genannt wird.



Feste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Concurso de Patios Cordobeses
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Vor allem im Frühling gibt es in Córdoba etliche Volksfeste, die Ferias. Das bekannteste ist die Feria de Mayo, die im Mai stattfindet. Außerdem gibt es die Cruces, ein Fest, bei dem sich die einzelnen Stadtteile einen Wettbewerb im Aufstellen von Blumenkreuzen liefern. Zu Ostern werden von den Bruderschaften (Hermandades) im Rahmen der Semana Santa Prozessionen organisiert. Dabei werden lebensgroße Darstellungen der Passion und Marienfiguren durch die Innenstadt getragen. Neben mittelalterlichen Darstellungen werden heute auch zeitgenössische Kunstwerke (insbesondere von Antonio Bernal Redondo) auf den Schultern der Costaleros getragen.

Jedes Jahr im Mai findet ferner der Concurso de Patios Cordobeses statt, ein Wettbewerb, bei dem der schönste Patio gewählt wird. Die privaten, sonst nicht zugänglichen Innenhöfe sind zu diesem Anlass für Einheimische und Touristen geöffnet. Das Fest wurde 2012 von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit erklärt.



Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ?Cifras oficiales de poblacin resultantes de la revisin del Padrn municipal a 1 de enero. Bevlkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadstica (Bevlkerungsfortschreibung).
  2. ?Vgl. Ab?-l-Wal?d Ism???l ibn Mu?ammad al-?aqund?: Ris?la f? Fa?l al-Andalus. Spanische bersetzung unter dem Titel Elogio del Islam espaol von Emilio Garca Gmez. Estanislao Maestre, Madrid 1934, S. 104.
  3. ?Nrnberg und Crdoba sind jetzt Partnerstdte Website der Stadt Nrnberg (abgerufen am 5. November 2010)
  4. ?Quelle: Ayuntamiento de Crdoba (2010): Crdoba hacia el 2016,"Crdoba en el Mundo", S. 142, 143
  5. ?Sehenswrdigkeiten von Crdoba Reisebericht ber Crdoba (abgerufen am 13. Februar 2011).

Córdoba [ˈkoɾðoβa] ist die Hauptstadt der Provinz Córdoba im Süden Spaniens und die drittgrößte Stadt Andalusiens. Die Stadt, deren Vorläufer bis in die römische Antike reicht, ist von ihrem historischen Erbe und vielen Bauten aus der Zeit der maurischen Herrschaft geprägt, als Córdoba zeitweilig das Zentrum von Regierung und Gelehrsamkeit auf der iberischen Halbinsel und eine der größten Städte der Welt war. Die aus einer Moschee hervorgegangene Mezquita-Catedral ist seit 1984, ein Großteil der Altstadt – einer der größten erhaltenen Europas – seit 1994 UNESCO-Weltkulturerbe.

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Europa

1148

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572 n. Chr.

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Kultur:
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Unter Abd ar-Rahman I. beginnt der Bau der Mezquita in Córdoba.

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Gründung: Paradores de Turismo de España ist eine spanische Hotelkette. Die Firma und das einzelne Hotel wird kurz als Parador bezeichnet. Das Unternehmen ist eine im Staatseigentum befindliche Aktiengesellschaft. Das einzelne Haus ist in der Regel ein komfortables und stilvolles 3- bis 5-Sterne-Hotel mit oft historischer Bausubstanz. Die meisten Paradores befinden sich in historisch bedeutsamen Orten wie etwa Ávila, Cáceres, Córdoba, Cuenca, Granada, León, Mérida, Ronda, Salamanca, Segovia, Santiago de Compostela oder Toledo oder in herausragender Landschaftslage und bieten oft einen bemerkenswert schönen Ausblick. Parador beschäftigt rund 4.300 Mitarbeiter.

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