Cannabis als Rauschmittel

Hanf als Rauschmittel bezeichnet die Verwendung von Produkten der weiblichen Hanfpflanze als Rauschmittel. Cannabis ist der wissenschaftliche Name der Gattung Hanf und wird – allerdings viel seltener als die gebräuchlichen Bezeichnungen „Gras“ oder „Marihuana“ (für die weiblichen Blüten) und Hasch (für das daraus gewonnene, gepresste und in der Regel durch Beimischungen „gestreckte“ Harz) – auch umgangssprachlich noch gelegentlich für diese Produkte verwendet. Besitz und Weitergabe sind in den meisten Ländern verboten, so in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wo jeweils Cannabis die am häufigsten konsumierte illegale Droge ist. Es eignen sich nicht alle Hanfsorten als Rauschmittel; hauptsächlich psychoaktiv ist das Cannabinoid Tetrahydrocannabinol (THC), das z. B. in Nutzhanfsorten nicht „spürbar“ vorhanden ist. THC beeinflusst unter anderem das Zentralnervensystem des Menschen. Es ist vorrangig für relaxierende, sedierende und antiemetische Wirkungen verantwortlich. Die Verwendung von Hanf als Rauschmittel und Hanf als Arzneimittel ist teilweise fließend.

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Mark Dickel wird in Christchurch auf der Südinsel Neuseelands geboren. Mark Dickel ist ein neuseeländischer Basketballspieler, der in mehreren europäischen Basketballligen professionell gespielt hat, darunter auch kurzzeitig bei den Brose Baskets aus Bamberg in der deutschen Basketball-Bundesliga. Mit der neuseeländischen Basketballnationalmannschaft hat Dickel an zwei Olympischen Spielen teilgenommen. Neben seinen sportlichen Leistungen sorgte Dickel 2006 für Aufsehen, als er wegen Cannabis-Konsum gesperrt wurde und die ersten drei Spiele der Basketball-Weltmeisterschaft 2006 verpasste. Zudem wurde sein damaliger Vertrag bei Lokomotiw Rostow in der russischen Superleague gelöst.
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Gestorben: Harry Jacob Anslinger stirbt in Hollidaysburg, Pennsylvania. Harry Jacob Anslinger war Vorsitzender des Federal Bureau of Narcotics (FBN) und einer der schärfsten Befürworter einer Cannabis-Prohibition. Er bekämpfte dabei jegliche Nutzung von Hanf, auch althergebrachte wie die zu medizinischen Zwecken, und erreichte letztlich als Mitglied der Drogenkommission der Vereinten Nationen in den 1960er-Jahren ein weltweites Verbot des Cannabisanbaus.

1972

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Geboren: Georg Wurth wird in Remscheid geboren. Georg Wurth ist ein deutscher Lobbyist und Aktivist. Er ist Inhaber eines Unternehmens, das unter der Bezeichnung Deutscher Hanfverband als Interessensvertretung der Hanfbewegung in Deutschland auftritt. Bekannt wurde er durch seine Teilnahme an der Pro7/Sat1 TV/Online-Castingshow Millionärswahl, bei der er mit seinem Vorhaben der Cannabislegalisierung am 25. Januar 2014 den ersten Platz belegte und eine Million Euro gewann. Er stand zudem als Sachverständiger mehrmals bei Anhörungen in Ausschüssen des Bundestags und im Berliner Senat Rede und Antwort.
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Gestorben: Siegfried Walter Loewe stirbt in Salt Lake City, Utah. Siegfried Walter Loewe war ein deutscher Pharmakologe, Endokrinologe und klinischer Chemiker. Am wichtigsten geworden sind seine Forschungen in den 1920er Jahren über Sexualhormone und nach 1937 über Cannabis-Wirkstoffe.
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Geboren: Bernard Rappaz wird geboren. Bernard Rappaz ist ein Schweizer Landwirt aus dem Kanton Wallis. Er wurde bekannt für seine Produktion von Cannabis und wird daher «Hanfbauer» genannt.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1991

Gründung:
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Pothead ist eine Rockband aus Berlin. Der Bandname leitet sich von einem anglo-amerikanischen Slangausdruck ab, mit dem Marihuana-Konsumenten bezeichnet werden.

Sport

Boxen:
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Der Südafrikaner Francois Botha gewinnt den Kampf um den vakanten IBF-Schwergewichtstitel gegen Axel Schulz (Deutschland) in Stuttgart. Nach einem positiven Dopingtest (Cannabis-Konsum) Bothas wird der Titel jedoch wieder für vakant erklärt.

Tagesgeschehen

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Benton Harbor (Michigan)/USA. In der Kleinstadt Benton Harbor in Michigan kam es in der Nacht zum 18. Juni zu schweren Straßenschlachten. Die Polizei wurde von mehreren hundert Menschen mit Flaschen und Steinen angegriffen, Autos wurden in Brand gesteckt. Eine Person wurde angeschossen, mehrere festgenommen. Die Polizei rief den Notstand aus. Auslöser ist der Tod eines farbigen Motorradfahrers, der von der Polizei wegen fehlenden Führerscheines und wegen des Besitzes geringer Mengen Marihuana verfolgt wurde.

Ereignisse > Wirtschaft

1996

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In Deutschland wird das fast vollständige Verbot des Anbaus von Cannabis sativa im Betäubungsmittelgesetz aufgehoben. Zur Vermeidung des Anbaus von Cannabis ist der Nutzhanfanbau jedoch weiterhin genehmigungspflichtig und der Hanf darf den Tetrahydrocannabinol-Gehalt von 0,3? % nicht überschreiten. (16. April)

Politik & Weltgeschehen

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Bei Wahlen in den USA verlieren die Demokraten unter Präsident Barack Obama die absolute Mehrheit im Repräsentantenhaus und stecken starke Verluste im Senat ein, wo sie die Mehrheit jedoch halten können. Außerdem scheitert in Kalifornien durch eine Volksabstimmung der Versuch der Legalisierung der Droge Cannabis.
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Das Bundesverfassungsgericht verkündet das sog. „Cannabisurteil“, nach dem eine geringe Menge an Cannabis grundsätzlich straffrei ist. (9. März)
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In Deutschland tritt das Opiumgesetz (Vorläufer des Betäubungsmittelgesetzes) in Kraft -seitdem sind auch Genuss und Besitz von Cannabis verboten.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2006

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Film: Cannabis -Probieren geht über Regieren ist eine Schweizer Filmkomödie aus dem Jahr 2006. Sie handelt von einem konservativen Schweizer Bundesrat, der das Kiffen entdeckt, was sein Leben ziemlich auf den Kopf stellt.

Stab:
Regie: Niklaus Hilber
Drehbuch: Niklaus Hilber, Paul Steinmann
Produktion: Ruth Waldburger
Musik: Diego Baldenweg (Soundtrack)
Kamera: Marco Barberi
Schnitt: Michael Schärer

Besetzung: Hanspeter Müller-Drossaart, Joel Basman, Lilian Steffen, Jean-Pierre Cornu, Viviana Aliberti, Daleila Piasko, Max Rüdlinger, Jeanne Ferreux, Samir Klipic, Annina Euling, Kenneth Huber

2001

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Film: So High (Originaltitel: How High, deutscher Alternativtitel: American High -Probieren geht über studieren) ist eine US-amerikanische Filmkomödie von Jesse Dylan aus dem Jahr 2001, die von zwei Kiffern und ihren Abenteuern an der Eliteuniversität Harvard handelt.

Stab:
Regie: Jesse Dylan
Drehbuch: Dustin Abraham
Produktion: Danny DeVito James Ellis Shauna Garr Michael Shamberg Stacey Sher
Musik: Method Man & Redman
Kamera: Francis Kenny
Schnitt: Larry Bock

Besetzung: Method Man, Redman, Obba Babatundé, Mike Epps, Anna Maria Horsford, Fred Willard, Jeffrey Jones, Hector Elizondo, Chuck Davis, Chris Elwood, T. J. Thyne, Justin Urich, Spalding Gray, Essence Atkins, Al Shearer, Cypress Hill, Lark Voorhies

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Weiterführende Informationen

Literatur

  • Franjo Grotenhermen, Michael Karus (Hrsg.): Cannabis, Straßenverkehr und Arbeitswelt. Springer, Berlin 2002, ISBN 3-540-42689-2.
  • Franjo Grotenhermen (Hrsg.) Cannabis und Cannabinoide – Pharmakologie, Toxikologie und therapeutisches Potenzial. Huber, Bern 2004, ISBN 3-456-84105-1.
  • Wayne Hall, Rosalie Liccardo Pacula: Is cannabis a gateway drug? In: Dieselben: Cannabis Use and Dependence. Public Health and Public Policy, Cambridge University Press, Cambridge, UK, New York, USA, 2003, ISBN 978-0-521-80024-2, Kap. 10, S. 104–114.
  • Janet E. Joy u. a.: Marijuana and Medicine. Assessing the Science Base. National Academy Press, Washington 1999, ISBN 0-309-07155-0 (englisch).
  • Mark A.R. Kleiman, Jonathan P. Caulkins, Angela Hawken: Is marijuana a "gateway drug"? In: Dieselben: Drugs and Drug Policy. What Everyone Needs to Know? Oxford University Press, 2011, ISBN 9780199831388, Kap. 4, Frage 8, 3 Seiten.
  • Lark-Lajon Lizermann: Der Cannabis-Anbau. Der einfache Weg zum eigenen homegrow. Alles über Botanik, Anbau, Vermehrung, Weiterverarbeitung und medizinische Anwendung sowie THC-Messverfahren. Nachtschatten, Solothurn 2004, ISBN 3-03788-134-8.
  • Wolfgang Schmidbauer, Jürgen vom Scheidt: Handbuch der Rauschdrogen. Fischer, Frankfurt 2004, ISBN 3-596-16277-7.
  • Bernhard van Treeck: Das große Cannabis-Lexikon. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2000, ISBN 3-89602-268-7.
  • Bernd Werse: Cannabis in Jugendkulturen. Archiv der Jugendkulturen, Berlin 2007, ISBN 978-3-940213-40-2.
  • Steffen Geyer, Georg Wurth: Rauschzeichen – Cannabis: Alles, was man wissen muss. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, ISBN 978-3-462-03999-3.
  • Ingo Niermann, Adriano Sack: Breites Wissen: Die seltsame Welt der Drogen und ihrer Nutzer. Eichborn, Frankfurt 2007, ISBN 978-3-8218-5669-8.
  • Tabea Schoeler, Anna Monk u. a.: Continued versus discontinued cannabis use in patients with psychosis: a systematic review and meta-analysis. In: The Lancet Psychiatry. 3, 2016, S. 215, doi:10.1016/S2215-0366(15)00363-6.
  • N. D. Volkow, J. M. Swanson u. a.: Effects of Cannabis Use on Human Behavior, Including Cognition, Motivation, and Psychosis: A Review. In: JAMA psychiatry. Band 73, Nummer 3, März 2016, S. 292–297, doi:10.1001/jamapsychiatry.2015.3278, PMID 26842658.
  • T. D. Metz, E. H. Stickrath: Marijuana use in pregnancy and lactation: a review of the evidence. In: American journal of obstetrics and gynecology. Band 213, Nummer 6, Dezember 2015, S. 761–778, doi:10.1016/j.ajog.2015.05.025, PMID 25986032 (Review).
  • Y. H. Huang, Z. F. Zhang, D. P. Tashkin, B. Feng, K. Straif, M. Hashibe: An epidemiologic review of marijuana and cancer: an update. In: Cancer epidemiology, biomarkers & prevention: a publication of the American Association for Cancer Research, cosponsored by the American Society of Preventive Oncology. Band 24, Nummer 1, Januar 2015, S. 15–31, doi:10.1158/1055-9965.EPI-14-1026, PMID 25587109, PMC 4302404 (freier Volltext) (frei ab 1. Januar 2016: bis dahin Abstract) (Review).

Weblinks