Ceciliengärten

Die in den Jahren 1922 bis 1927 erbaute Wohnsiedlung der Ceciliengärten gehört zum Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Sie wurde 1995 in die Berliner Denkmalliste aufgenommen. Die Grünanlagen der Siedlung wurden bereits 1977 zu einem Gartendenkmal erklärt.

In ihrer städtebaulichen Konzeption und architektonischen Ausgestaltung durch den Architekten und Stadtbaurat des ehemaligen Berliner Bezirks Schöneberg, Heinrich Lassen, steht sie im Kontrast zu mehreren, vorwiegend im Stil des Neuen Bauens, zeitgleich entstandenen Berliner Siedlungen. Die unter anderem noch am Jugendstil orientierte Gestaltung der Ceciliengärten mit Ornamenten, Staffelungen und Spitzdächern trat beim – von den Architekten Walter Gropius oder den Brüdern Max und Bruno Taut propagierten – Stil des Neuen Bauen in den Hintergrund.

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Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1912

Werk:
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Fuchsbrunnen, Ceciliengärten (Max Esser)

Auflage

1981

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140? 429 (Dagbladet (Norwegen))

Prominente Anwohner

1898

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Ceciliengärten 27: Als einer der prominentesten und bedeutendsten Anwohner der Siedlung arbeitete und lebte von 1929 bis 1933 der Maler und Grafiker Hans Baluschek im Atelierturm an der Semperstraße, in dem er eine „Ehrenwohnung“ hatte. Er musste hierfür keine Miete entrichten und konnte seinen künstlerischen Neigungen unbeschwert nachgehen. Baluschek wurde vornehmlich durch realistische Darstellungen des sozialen Lebens bekannt und illustrierte unter anderem Werke von Gerhart Hauptmann und Richard Dehmel. Später wurde er auch als Verfasser eigener Novellen bekannt (beispielsweise Spreeluft, 1913). Er war Mitbegründer der Berliner Secession und des Bundes proletarisch revolutionärer Schriftsteller (1919). Baluschek leitete die Große Berliner Kunstausstellung und war Vorsitzender der Schöneberger Kunst-Deputation. Als marxistisch und politisch unzuverlässig verfemt, legte er nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten 1933 alle Ämter nieder. An ihn erinnert in der Semperstraße? 1 eine im Jahr 1981 enthüllte Gedenktafel, die neben dem Text eine Straßenszene in der für Baluschek typischen Art zeigt

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