Chittagong

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Chittagong
Chittagong (Bangladesch)
Koordinaten2219?N, 9149?OKoordinaten:2219?N, 9149?O
Basisdaten
StaatBangladesch

Division

Chittagong
DistriktChittagong
Flche167,9km
Einwohner2.592.439 (15. März 2011)
Metropolregion4.009.423 (15. März 2011)
Dichte15.441,3Ew./km
Websitewww.ccc.org.bd(Englisch/Bengalisch)
Gebude der Distriktverwaltung von Chittagong

Chittagong (Bengalisch: চট্টগ্রাম, Caṭṭagrām, Chattagram) ist eine Stadt in Bangladesch. Mit 2.123.709 Einwohnern in der eigentlichen Stadt und 3.672.366 in der Agglomeration (Stand: 1. Januar 2005) ist sie zugleich die zweitgrößte Stadt des Landes, nach der Hauptstadt Dhaka und vor Khulna. Zudem ist die Stadt Verwaltungssitz des gleichnamigen Distrikts Chittagong sowie der gleichnamigen Division. Der Hafen ist der größte von Bangladesch und einer der größten des gesamten indischen Subkontinents.



Inhaltsverzeichnis



Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chittagong liegt im Südosten des Landes am Fuß der Chittagong Hill Tracts. Die Region ist durch eine reichhaltige Biodiversität gekennzeichnet. In den Hills Tracs finden sich noch viele, ansonsten in Bangladesch selten gewordene Tiere (Elefanten, Leoparden, Bisons, etc.) und Pflanzen. Die Wälder des Hills Tracts sind durch die voranschreitende Rodung gefährdet. Vierzehn Kilometer südlich des Hafens befindet sich der Patenga-Sandstrand, der als Touristenanziehungspunkt auch für seine spektakulären Sonnenuntergänge bekannt ist.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Temperaturen schwanken zwischen 19 °C im Januar und 28 °C im Mai. Im Sommer ist mit hohen Niederschlägen zu rechnen. In unregelmäßigen Abständen wird die Region durch tropische Zyklone heimgesucht, die in der Vergangenheit auch durch die begleitenden Überflutungen hohe Schäden anrichteten. Der Bangladesch-Zyklon von 1991 forderte in der Region Chittagong mehr als 100.000 Todesopfer. Bei dem Zyklon von 1970, der ganz Bangladesch betraf, werden die Opferzahlen auf bis zu 500.000 geschätzt.

Chittagong
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
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190
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16
Temperatur in C, Niederschlag in mm
Quelle:WMO
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschlge fr Chittagong
JanFebMrAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Max. Temperatur (C)26,028,030,631,832,331,530,931,231,731,529,826,930,2
Min. Temperatur (C)13,916,220,323,324,725,225,125,125,024,020,315,521,6
Niederschlag (mm)5,023,055,0141,0307,0600,0733,0538,0263,0190,071,013,0?2.939
Regentage (d)0,02,03,07,012,018,022,020,016,09,03,00,0?112
T
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26,0
13,9
28,0
16,2
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31,8
23,3
32,3
24,7
31,5
25,2
30,9
25,1
31,2
25,1
31,7
25,0
31,5
24,0
29,8
20,3
26,9
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N
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5,0
23,0
55,0
141,0
307,0
600,0
733,0
538,0
263,0
190,0
71,0
13,0
JanFebMrAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Quelle:WMO


Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiffsverschrottung in Chittagong
Lizenz: CC-BY-SA-4.0
Container-Abfertigung
Lizenz: CC-BY-SA-4.0

Chittagong ist für das Land ein bedeutendes Wirtschaftszentrum. Die Stadt ist Sonderwirtschaftszone und es sind ein Stahlwerk, Erdölraffinerien, Schiffbau, Zement-, sowie Textil- und Lederindustrie angesiedelt. Chittagong hat den größten Seehafen Bangladeschs. Über ihn wurden im Jahr 2002 (zusammen mit dem Internationalen Flughafen Chittagong) etwa 75 % der Exporte und 80 % der Importe Bangladeschs abgewickelt. In den letzten 10 Jahren wurde der Hafen mit dem Bau des New Mooring Container Terminal deutlich erweitert. Im Jahr 2015 wurden über den Containerhafen mehr als 2 Millionen Container (TEU) umgeschlagen. Der Hafen war damit der drittgrößte in Südasien (nach Mumbai und Colombo). Der Hafen von Chittagong wäre aufgrund seiner Lage auch ein attraktiver Umschlagplatz für Güter die von oder nach Indien (Tripura, Mizoram, Assam) oder Myanmar transportiert werden. Das Wachstum des Hafens wird jedoch durch mangelnde Verkehrsanbindungen an das Hinterland gehemmt. Seit einigen Jahren werden jedoch die Eisenbahnverbindungen von Bangladesh Railway nach Chittagong mehrspurig ausgebaut und modernisiert und mit Indien wurden Vereinbarungen zum Anschluss an das indischen Eisenbahnnetz getroffen, so dass der Hafen von Chittagong absehbar auch zunehmende Bedeutung als Transithafen für Nordostindien gewinnen wird. Eine Zeitlang gab es auch Pläne zum Bau einer Eisenbahnlinie von Kunming in der südchinesischen Provinz Yunnan quer durch Myanmar nach Chittagong. Chittagong hätte damit die Perspektive eines Umschlagshafens am Indischen Ozean für Südwestchina gewonnen. Diese Pläne wurden aufgrund des Desinteresses der Regierung von Myanmar bisher nicht weiter verfolgt.

Die Abwrackwerften bei Chittagong gehören zu den Zentren der Abwrackindustrie weltweit. Nach rapidem Wachstum ist die Smogbelastung der Stadt sehr hoch. Ein bedeutender Teil der Einwohner ist in Textilfabriken angestellt.

Die Region Chittagong erwirtschaftet einen überproportional großen Anteil des Bruttoinlandprodukts von Bangladesch. Im Jahr 2001 lag der Anteil bei 12 % (bei ungefähr 5 % der Bevölkerung).



Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 9. Jahrhundert gehörte die Region Chittagong zum Königreich Arakan, ab 1666 zu Bengalen und 1760 wurde sie an die Engländer abgetreten.

Ostern 1930 kam es zum Chittagong-Aufstand, einem der bedeutendsten Aufstände gegen die britische Kolonialherrschaft, bei dem zwei Kasernen unter der Führung von Surya Sen gestürmt wurden.

Im Dezember 2010 gab es in Chittagong gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Textilarbeitern und Sicherheitskräften. Dabei starben drei Menschen und 185 weitere Menschen wurden verletzt. Die Unruhen brachen aus, weil einige Unternehmen sich nicht an den gesetzlich festgeschriebenen Mindestlohn hielten.



Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Metropolregion Chittagong leben 3,7 Millionen Menschen. Der Islam ist wie überall in Bangladesch die am stärksten verbreitete Religion. Muslime machen 84 Prozent der Bevölkerung aus. Der Anteil von Hindus und Theravada-Buddhisten liegt mit 14 Prozent und 2 Prozent über dem Landesdurchnitt.



Sehenswrdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Region gibt es viele Moscheen und Minarette.



Shne und Tchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ? abPangaon container terminal to get a boost. thedailystar.net, 4.Januar 2016, abgerufen am 12.Januar 2016 (englisch).
  2. ?Chittagong Hill Tracts: The vanishing forest biodiversity of Bangladesh. Unrepresented Nations and Peoples Organization (UNPO), 29.November 2004, abgerufen am 25.Januar 2016 (englisch).
  3. ?NOAA?s Top Global Weather, Water and Climate Events of the 20th Century. National Oceanic and Atmospheric Association (NOAA), abgerufen am 25.Januar 2016 (PDF, englisch).
  4. ? abEconomics Landscape of Chittagong. In: The Chittagong Chamber of Commerce and Industry.2002, abgerufen am 2.Dezember 2015 (englisch).
  5. ?Agartala-Akhaura rail link gets boost. In: The Times of India.10.Februar 2016, abgerufen am 30.Mrz 2016 (englisch).
  6. ?Hasan Jahid Tusher: China shelves Ctg-Kunming rail link plan. In: The Daily Star.16.Juni 2012, abgerufen am 21.Mai 2016 (englisch).
  7. ? abTote bei Arbeiterprotesten in Bangladesh. In: Neue Zrcher Zeitung.12.Dezember 2010, abgerufen am 16.Dezember 2010 (deutsch).
  8. ?Inguva Mallikarjuna Sharma: Easter Rebellion in India: the Chittagong Uprising. Hyderabad 1993, OCLC 622641461. (zahlreiche Quellen in den Anhngen, darunter ca. 100 Kurzbiographien von Freiheitskmpfern)


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiffsverschrottung in ChittagongBild: Motiur Rahman OniLizenz: CC-BY-SA-4.0
Lizenz: CC-BY-SA-4.0

Container-AbfertigungBild: Motiur Rahman OniLizenz: CC-BY-SA-4.0
Lizenz: CC-BY-SA-4.0

Chittagong (Bengalisch: চট্টগ্রাম, Caṭṭagrām, Chattagram) ist eine Stadt in Bangladesch. Mit 2.123.709 Einwohnern in der eigentlichen Stadt und 3.672.366 in der Agglomeration (Stand: 1. Januar 2005) ist sie zugleich die zweitgrößte Stadt des Landes, nach der Hauptstadt Dhaka und vor Khulna. Zudem ist die Stadt Verwaltungssitz des gleichnamigen Distrikts Chittagong sowie der gleichnamigen Division. Der Hafen ist der größte von Bangladesch und einer der größten des gesamten indischen Subkontinents.

mehr zu "Chittagong" in der Wikipedia: Chittagong

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Ziaur Rahman stirbt in Chittagong. Ziaur Rahman war der sechste Präsident Bangladeschs und der Gründer der Bangladesh Nationalist Party. Er wurde auch Zia genannt und ist ebenfalls unter dem Ehrennamen Shahid (dt.: Märtyrer) bekannt. Seine Frau Khaleda Zia ist bereits dreimal Premierministerin Bangladeschs gewesen.
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Geboren: Muhammad Yunus wird in Chittagong geboren. Muhammad Yunus ist ein bangladeschischer Wirtschaftswissenschaftler. Er ist Gründer und ehemaliger Geschäftsführer der Mikrokredite vergebenden Grameen Bank und damit einer der Begründer des Mikrofinanz-Gedankens. 2006 wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
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Gestorben: Surya Sen stirbt in Chittagong. Surya Sen war ein bengalischer Revolutionär, der den fehlgeschlagenen Chittagong-Aufstand 1930 organisierte und deshalb hingerichtet wurde.

1894

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Geboren: Surya Sen wird im Dorf Noapara, Britisch-Indien geboren. Surya Sen war ein bengalischer Revolutionär, der den fehlgeschlagenen Chittagong-Aufstand 1930 organisierte und deshalb hingerichtet wurde.
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Geboren: Adolph Edwin Medlycott wird in Chittagong, damals Britisch-Indien, heute Bangladesch geboren. Adolph Edwin Medlycott war ein katholischer Titularbischof sowie Apostolischer Vikar von Trichur, Kerala und ein bedeutender indischer Kirchenhistoriker.

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