Geboren & Gestorben

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Gestorben: Chlodwig I. stirbt bei Paris. Chlodwig I. war ein fränkischer König bzw. rex aus der Dynastie der Merowinger. Er unterwarf alle anderen fränkischen reges sowie weitere germanische Stämme gewaltsam. Daher wird er als Begründer des Frankenreichs angesehen, zu dessen Hauptstadt er Paris machte. Seinen Übertritt zum Katholizismus (und nicht wie bei den Germanen damals üblich zur arianischen Form des Christentums) vollzog er wohl nach seinem Sieg über die Alamannen in der Schlacht von Zülpich. Dieser Schritt war eine wichtige Weichenstellung für den weiteren Verlauf der mittelalterlichen Geschichte. Als Herrscher in einer Umbruchszeit, dem es gelang, von einem fränkische Söldner (foederati) kommandierenden Warlord zu einem faktisch unabhängigen Herrscher aufzusteigen, knüpfte er einerseits an spätantike römische Traditionen an, in die er sich selbst einordnete, andererseits leitete er Entwicklungen ein, die zur Herausbildung der frühmittelalterlichen Verhältnisse beitrugen.

466 n. Chr.

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Geboren: Chlodwig I. wird geboren. Chlodwig I. war ein fränkischer König bzw. rex aus der Dynastie der Merowinger. Er unterwarf alle anderen fränkischen reges sowie weitere germanische Stämme gewaltsam. Daher wird er als Begründer des Frankenreichs angesehen, zu dessen Hauptstadt er Paris machte. Seinen Übertritt zum Katholizismus (und nicht wie bei den Germanen damals üblich zur arianischen Form des Christentums) vollzog er wohl nach seinem Sieg über die Alamannen in der Schlacht von Zülpich. Dieser Schritt war eine wichtige Weichenstellung für den weiteren Verlauf der mittelalterlichen Geschichte. Als Herrscher in einer Umbruchszeit, dem es gelang, von einem fränkische Söldner (foederati) kommandierenden Warlord zu einem faktisch unabhängigen Herrscher aufzusteigen, knüpfte er einerseits an spätantike römische Traditionen an, in die er sich selbst einordnete, andererseits leitete er Entwicklungen ein, die zur Herausbildung der frühmittelalterlichen Verhältnisse beitrugen.

Frankenreich

486 n. Chr.

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Chlodwig I. besiegt in diesem oder im darauffolgenden Jahr (487) Syagrius, den letzten römischen Heerführer in Gallien, in der Schlacht von Soissons. Syagrius flieht zunächst zum westgotischen König Alarich II., der ihn aber schließlich an Chlodwig ausliefert, von dem er hingerichtet wird.

Religion

499 n. Chr.

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499 ist, neben 497 und 498, ein mögliches Jahr für den Übertritt Chlodwigs I. zum Christentum.

498 n. Chr.

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Um 498, Weihnachten: Wahrscheinliches Datum für den Übertritt König Chlodwigs zum christlichen Glauben. Die Taufe vollzieht Bischof Remigius von Reims in Reims. Der Überlieferung zufolge hatte Chlodwig, ähnlich wie Konstantin, vor der Schlacht von Zülpich 496 gegen die Alamannen die Taufe gelobt, wenn er siegreich sein würde. Eine wichtige Rolle spielt aber auch seine burgundische Frau Chrodechild, die ihm den katholischen Glauben nahegebracht hat. Gemeinsam mit Chlodwig werden auch 3.000 weitere Franken getauft. Von besonderer Bedeutung ist, dass der Übertritt zum Christentum in seiner katholischen Form geschieht, nicht wie bei den anderen Germanenherrschern zum Arianismus, was die Verschmelzung der Germanen und der katholischen Romanen im Frankenreich unter Chlodwigs Herrschaft begünstigt. Das Jahr 498 ist nicht hundertprozentig gesichert; möglich sind auch 497 bzw. 499.

497 n. Chr.

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Mögliches Datum für den Übertritt Chlodwigs I. zum Christentum (Taufe zu Weihnachten), es kommen aber auch 498 oder 499 in Betracht.

Ereignisse

508 n. Chr.

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Paris wird an Stelle von Soissons zur Hauptstadt des Frankenreiches unter Chlodwig I.

500 n. Chr.

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Schlacht von Dijon: Der FrankenkönigChlodwig I. greift in Burgund zu Gunsten des Genfer Unterkönigs Godegisel gegen den in Lyon residierenden Oberkönig Gundobad ein, dessen Truppen in der Schlacht geschlagen werden, doch gelingt Gundobad selbst die Flucht nach Avignon, wo er mit Chlodwig die Zahlung von Tributen vereinbart, so dass dieser ihn als König anerkennt.

493 n. Chr.

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Theoderich der Große heiratet Audofleda, die Schwester des FrankenkönigsChlodwig I. Dies ist der Beginn einer systematischen Heiratspolitik, mit der Theoderich ein Bündnissystem mit Franken, Burgunden und Westgoten aufbauen will, so dass seine neu gewonnene Herrschaft in Italien durch diese Nachbarn nicht gefährdet wird.

482 n. Chr.

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Chlodwig I., Mitglied der Merowingerdynastie, folgt seinem Vater Childerich I. als Herrscher der Franken auf den Thron. Er begründet das Fränkische Großreich.

Politik & Weltgeschehen

509 n. Chr.

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Chlodwig I. erobert das rheinfränkische Reich und vereinigt damit wieder die seit Jahrzehnten getrennten größten Einzelgruppen der Franken.

506 n. Chr.

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502 oder 506: Die Franken unter Chlodwig I. besiegen endgültig die Alamannen (wohl bei Straßburg) und schlagen außerdem ein Heer der Thüringer.

492 n. Chr.

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492/494: Chlodwig I., König der Franken, heiratet die burgundische Königstochter Chrodechild. Die katholische Chrodechild beeinflusst seine Entscheidung, zum Katholizismus überzutreten.

Europa

531 n. Chr.

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Amalarich, König der Westgoten, selbst Arianer, sucht durch Misshandlung seine Gemahlin Chrodechildis, Tochter Chlodwigs I. vom katholischen Glauben abzubringen.

507 n. Chr.

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Spätsommer: Schlacht von Vouillé bei Poitiers; Sieg der Franken unter Chlodwig I. gegen die Westgoten unter Alarich II., der im Kampf fällt. Der nördlich der Pyrenäen gelegene Teil des Westgotenreichs (= Aquitanien) wird von den Franken annektiert. Theoderich der Große, ein Verbündeter Alarichs, hatte im Vorfeld durch einen „Friedensbrief“ vergeblich versucht, Chlodwig vom Angriff abzuhalten.

496 n. Chr.

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Der FrankenkönigChlodwig I. besiegt die Alamannen in der Schlacht von Zülpich, deren Herzog im Kampf umkommt. Das nördliche Gebiet der Alamannen zwischen Neckar, Alb und Main wird dem Frankenreich angegliedert.

"Chlodwig I." in den Nachrichten