Christiane Hörbiger

Christiane Hörbiger (2009)
Bild: Manfred Werner (Tsui)

Christiane Hörbiger (* 13. Oktober 1938 in Wien) ist eine österreichisch-schweizerische Schauspielerin.



Inhaltsverzeichnis



Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christiane Hörbiger ist eine von drei Töchtern des Schauspielerehepaars Attila Hörbiger (1896–1987) und Paula Wessely (1907–2000) sowie eine Nichte des Schauspielers Paul Hörbiger (1894–1981). Ihre Schwestern sind Elisabeth Orth und Maresa Hörbiger. Christian Tramitz ist ihr Neffe 2. Grades, Mavie Hörbiger ihre Nichte 2. Grades.

Sie besuchte, wie auch ihre beiden Schwestern, das Gymnasium der Schwestern vom armen Kinde Jesus in der Wiener Hofzeile. Im Alter von 14 Jahren wechselte sie vom Gymnasium in eine Handelsschule am Wiener Gürtel. Sie absolvierte die Handelsschule erfolgreich, doch die Konditorei, welche ihre Eltern für sie erworben hatten, war zwischenzeitlich in Konkurs gegangen. So konnten sich die Eltern dem Wunsch ihrer Tochter, Schauspielerin zu werden, nicht mehr verschließen.

Sie debütierte 1955 in dem Film Der Major und die Stiere unter der Regie von Eduard von Borsody. Danach begann sie eine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien, brach diese aber schon nach wenigen Wochen ab, als sie ein weiteres Filmengagement erhielt. Privatlehrer, vor allem Alma Seidler, vervollständigten ihre Schauspiel-, Tanz- und Gesangsausbildung.

Christiane Hörbiger in Jedermann (1969)
Bild: Manfred Werner (Tsui)

Ihr Theaterdebüt gab sie 1959 als Recha in Lessings Nathan der Weise am Burgtheater, was jedoch ein Misserfolg war. Von 1960 bis 1961 spielte sie an den Städtischen Bühnen Heidelberg, von 1961 bis 1966 wieder in Wien am Burgtheater. Ihre Rollen waren u.a. Inken Peters in Hauptmanns Vor Sonnenuntergang. Gastspiele führten sie an die Münchner Kammerspiele (dort gab sie die Luise in Kabale und Liebe) sowie zu den Salzburger Festspielen: hier spielte sie 1961 das Lottchen in Raimunds Der Bauer als Millionär, Antoinette Hechingen in Hofmannsthals Der Schwierige. Von 1969 bis 1972 war sie die Buhlschaft im Salzburger Jedermann, 1973 spielte sie die Marie in Shakespeares Was ihr wollt, 1976 die Flora Baumscheer in Nestroys Der Talisman und 1980 die Genia Hofreiter in Schnitzlers Das weite Land. Von 1967 bis 1985 war sie am Schauspielhaus Zürich engagiert. Wichtige Rollen waren hier die Elisabeth in Schillers Maria Stuart, die Kate in Spewack/Porters Kiss me Kate, Dorine in Molières Tartuffe, Arkadina in Čechovs Die Möwe, die Alte in Ionescos Die Stühle, und Alice in Strindbergs Totentanz.

Ab Mitte der 1980er Jahre arbeitete sie vermehrt, später ausschließlich für Film und Fernsehen, darunter viele Serien (u. a. als Synchronsprecherin, z. B. für The Twilight Zone, 1985) Die Rolle der Gräfin von Guldenburg in der Fernsehserie Das Erbe der Guldenburgs machte sie einem breiten Publikum in Deutschland bekannt, dieser Erfolg war Startschuss für ihre zweite Karriere. Weitere Serien und Filme folgten, so auch Schtonk!, der eine Oscar-Nominierung als bester ausländischer Film erhielt. Im Zusammenhang mit ihrer Reise zur Oscar-Verleihung spielte sie ihren einzigen US-amerikanischen Film „For Parents Only“.

Christiane Hörbiger war zweimal verheiratet: Nach der ersten, 1962 geschlossenen und 1967 geschiedenen Ehe mit dem Regisseur Wolfgang Glück heiratete sie den Schweizer Journalisten Rolf R. Bigler. Aus dieser Ehe stammt der Sohn Sascha Bigler (* 19. Juli 1968), den sie nach dem Tod ihres Mannes alleine großzog. Sascha Bigler lebt heute in Los Angeles und arbeitet als Regisseur. Mit ihrem Lebensgefährten Gerhard Tötschinger lebte sie von 1984 bis zu dessen Tode 2016 abwechselnd in Wien, Baden bei Wien und Zürich.

Im Jahr 2008 veröffentlichte Christiane Hörbiger ihre Autobiografie Ich bin der Weiße Clown.



Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2003 ist Christiane Hörbiger UNICEF-Botschafterin für Österreich. Am 9. November 2009 hielt sie die Gedenkrede bei der Kundgebung für die Opfer von Rassismus und Fremdenhass in Wels.

2010 zeigte Christiane Hörbiger öffentlich soziales Engagement für die international wirkende Deutsche Krebshilfe. Sie ließ sich für den Benefiz-Bildband Rainer Wahnsinn als eine von 31 Prominenten fotografieren.



Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christiane Hörbiger (2009)
Bild: Manfred Werner (Tsui)


Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ? abManfred Brauneck, Wolfgang Beck (Hrsg.): Theaterlexikon 2. Schauspieler und Regisseure, Bhnenleiter, Dramaturgen und Bhnenbildner. Rowohlt, Reinbek 2007, ISBN 978-3-499-55650-0.
  2. ?Besetzungsliste ? For Parents Only (1991) IMDB-Eintrag. Abgerufen am 5. Juni 2016.
  3. ?UNICEF 20.November 2003: Christiane Hrbiger wird UNICEF Botschafterin (abgerufen am 28.April 2011)
  4. ?apa 6. September 2001: ORF-Star Christiane Hrbiger bekommt Ehrenbrgerschaft von Retz
  5. ?Bundesprsidialamt

Christiane Hörbiger (2009)Bild: Manfred Werner (Tsui)Lizenz: CC-BY-SA-3.0-migrated
Bild: Manfred Werner (Tsui)

Christiane Hörbiger in Jedermann (1969)Bild: Manfred Werner (Tsui)Lizenz: CC-BY-SA-3.0-migrated
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Christiane Hörbiger (2009)Bild: Manfred Werner (Tsui)Lizenz: CC-BY-SA-3.0-migrated
Bild: Manfred Werner (Tsui)

Christiane Hörbiger (* 13. Oktober 1938 in Wien) ist eine österreichisch-schweizerische Schauspielerin.

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Geboren & Gestorben

Geboren:
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Christiane Hörbiger wird in Wien geboren. Christiane Hörbiger ist eine österreichisch-schweizerische Schauspielerin.

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Christiane Hörbiger ist heute 79 Jahre alt. Christiane Hörbiger ist im Sternzeichen Waage geboren.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2014

Ehrungen und Auszeichnungen:
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Bayerischer Verdienstorden

2012

Ehrungen und Auszeichnungen:
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Steiger-Award in der Kategorie „Lebenswerk“

2012

Ehrung:
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Steiger-Award in der Kategorie "Lebenswerk"

2009

Ehrungen und Auszeichnungen:
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Platin Romy

2009


Rundfunk, Film & Fernsehen

2014

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Film: Bis zum Ende der Welt

2013

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Film: Zurück ins Leben

2013

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Film: Stiller Abschied

2012

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Film: Die lange Welle hinterm Kiel ist ein deutsch-österreichischer Fernsehfilm aus dem Jahr 2012 nach dem gleichnamigen Buch von Pavel Kohout mit Mario Adorf, Veronica Ferres, Christiane Hörbiger und Christoph Letkowski in den Hauptrollen. Die Erstausstrahlung erfolgte am 4. Januar 2012 auf Das Erste und ORF 2. Dabei wurde er von 7, 37 Millionen Zuschauer gesehen. Damit gehörte er zu den erfolgreichsten Fernsehfilmen des Jahres.

Stab:
Regie: Nikolaus Leytner
Drehbuch: Pavel Kohout (Roman)Klaus Richter
Produktion: Thomas Hroch Gerald Podgornig
Musik: Matthias Weber
Kamera: Hermann Dunzendorfer
Schnitt: Karin Hartusch

Besetzung: Mario Adorf, Veronica Ferres, Christiane Hörbiger, Christoph Letkowski, Carl Achleitner, Markus von Lingen

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