Cobh

Cobh (Irland)

Wappen
Wappen

Cobh /koːf/ (irischAn Cóbh /ən 'koːf/, aus englischthe Cove, „die Höhle“; auch Queenstown) ist eine Hafenstadt im County Cork im Süden der Republik Irland mit 12.347 Einwohnern (2011).

Cobh liegt am südlichen Ufer der „großen Insel“ (The Great Island) an einem der weltweit größten Naturhäfen, dem Cork Harbour, und ist mit Fähren (Passage West) und einer Brücke mit dem Festland verbunden.



Geschichte




Erstmals erwähnt wurde der Ort 1750 unter dem Namen Cove („the Cove of Cork“), 1849 erfolgte die Umbenennung in Queenstown aus Anlass des Besuchs von Königin Victoria. 1922 wurde mit der Unabhängigkeit Irlands der englische Name Cove schließlich in die irische Schreibweise Cobh geändert. Ab dem Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich das Dorf während der Napoleonischen Kriege zum Flottenstützpunkt. In diese Zeit fallen auch Cobhs Anfänge als Auswandererhafen. Von hier aus verließen ca. 2,5 Millionen der insgesamt sechs Millionen Emigranten zwischen 1848 und 1950 ihre irische Heimat.Die erste Dampfschifffahrt zwischen Irland und England startete 1838 in Cobh. Weiterhin war Cobh von 1921 bis 1939 siebenmal Zielhafen der Weizenregatta, einem Wettrennen der Windjammer auf Frachtfahrt von Australien nach Europa, das veranstaltet wurde, um schnellere Fahrten der Frachtschiffe zu erreichen. Im Ersten Weltkrieg war Queenstown Basis der britischen und amerikanischen Marine. Heute ist der Hafen ein schnell wachsender Containerhafen und (neben Dublin) einer von zwei Häfen in Irland, die alle fünf Arten der Frachtschifffahrt handhaben können.Die Geschichte Cobhs (damals Queenstown) ist eng mit zwei bedeutenden Schiffskatastrophen verknüpft:
  • Während ihrer Jungfernfahrt lag die RMS Titanic am 11. April 1912 vor Queenstown auf Reede. Es wurde der letzte Hafen, den sie vor ihrem Untergang anlief.
  • Das Passagierschiff RMS Lusitania wurde am 7. Mai 1915 auf der Fahrt von New York nach Liverpool 40 Kilometer entfernt vor dem Old Head of Kinsale von dem deutschen U-Boot U 20 torpediert und sank schnell. Die Überlebenden wurden nach Queenstown gebracht. Knapp 300 der etwa 1200 Opfer konnten geborgen werden; weit über hundert Tote sind auf dem Clonmel Cemetery beigesetzt.
  • mehr zu "Cobh" in der Wikipedia: Cobh

    Geboren & Gestorben

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    Geboren: Stephen Ireland wird in Cobh, Irland geboren. Stephen James Ireland ist ein irischer Fußballspieler, der für Aston Villa und die irische Fußballnationalmannschaft spielt.
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    Geboren: Sonia O’Sullivan wird in Cobh geboren. Sonia O’Sullivan ist eine irische Langstreckenläuferin und Olympiazweite.
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    Geboren: Patrick Walsh (Bischof) wird in Cobh, County Cork geboren. Patrick Joseph Walsh ist ein emeritierter römisch-katholischer Bischof des Bistums Down und Connor in Nordirland.
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    Gestorben: Andrew Leith Adams stirbt in Queenstown, heute Cobh im County Cork, Irland. Andrew Leith Adams war ein schottischer Mediziner, Naturforscher und Geologe.
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    Gestorben: Theobald Mathew stirbt in Cobh. Theobald Mathew war ein irischer katholischer Geistlicher. Er gründete 1838 den Verein der Abstinenzler (Knights of Father Mathew) und wurde damit zum Vorkämpfer der Bewegung für Alkoholabstinenz.

    Europa

    1916

    Ausgewählte Carillons > Übriges Europa:
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    Glockenspiel der Kathedrale von Cobh in Cobh (Irland), 49 Glocken (Carillon)

    Zusammenfassung

    1946

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    Wiederaufnahme des Passagierbetriebes auf der Nordatlantikroute. Angelaufene Häfen: New York, Le Havre, Southampton und Cobh, ab 1951 auch Bremerhaven.
    Name: America (United States Lines) (America (Schiff, 1940))

    Städtepartnerschaften

    2008

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    Irland Cobh, Irland, seit (Lake Charles)

    "Cobh" in den Nachrichten