Colonia Claudia Ara Agrippinensium

Inschrift über dem Nordtor der CCAA
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Colonia Claudia Ara Agrippinensium (kurz CCAA, deutsch Claudische Kolonie und Opferstätte der Agrippinenser, frei übersetzt Stadt römischen Rechtes der Agrippinenser, unter Kaiser Claudius 50 n. Chr. gegründet am Ort des Altars für den Kaiserkult) war der Name der römischen Kolonie im Rheinland, aus der sich die heutige Stadt Köln entwickelt hat. Die CCAA war Hauptstadt der römischen Provinz Germania inferior (Niedergermanien) und Hauptquartier des niedergermanischen Heeres. Mit der diokletianischen Verwaltungsreform wurde sie zur Hauptstadt der Provinz Germania secunda. Zahlreiche Zeugnisse der antiken Stadt blieben bis heute erhalten, darunter eine Inschrift des Kürzels CCAA auf einem Bogen des römischen Stadttors, der sich heute im Römisch-Germanischen Museum befindet.

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Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

50 n. Chr.

Stadtgründung:
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50 Köln, Erhebung zur römischen Kolonie (= Stadt römischen Rechts ) Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) der 19 v. Chr. (oder auch 38 v. Chr., wie noch manche meinen) gegründeten römischen Ubiersiedlung Oppidum Ubiorum

Ereignisse

376 n. Chr.

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Der Heilige Severin gründet das erste Kloster in Colonia Claudia Ara Agrippinensium.

Antike

310 n. Chr.

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Römisches Reich: Caesar Konstantin reist nach Colonia Agrippina (heute: Köln) und lässt dort die erste feste Rheinbrücke errichten, die die Stadt mit dem vorgelagerten Kastell Divitia (heute: Köln-Deutz) verbindet.

271 n. Chr.

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Römisches Reich / Imperium Galliarum: Frühjahr: Der Kaiser Victorinus vom Imperium Galliarum wird von seinem Offizier Attitianus in der Colonia Claudia Ara Agrippinensium, dem heutigen Köln, ermordet. Gerüchteweise hatte der Kaiser zuvor Attitianus’ Frau verführt. Victorinus’ Mutter setzt mit beträchtlichen Bestechungsgeldern durch, dass Tetricus I., der Statthalter von Aquitanien, zum Kaiser ernannt wird.

270 n. Chr.

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Römisches Reich: Nach sieben Monaten Belagerung durch den Kaiser des Imperium Galliarum wird die abtrünnige Stadt Augustodunum Haeduorum (Autun) erstürmt, geplündert und teilweise zerstört. Kaiser Victorinus kehrt im Triumph in seine Residenzstadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium zurück.

261 n. Chr.

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Römisches Reich: Reichskrise des 3. Jahrhunderts: Postumus festigt seine Macht als Gegenkaiser im Westen des Reiches. Das in der Moderne als Imperium Galliarum bekannte Reich umfasst Nordgallien, Germania inferior und Superior, Raetia und seit diesem Jahr Britannien und Hispanien. Er macht Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln) zu seiner Hauptstadt, richtet einen eigenen Senat, eigene Konsuln und eigene Prätorianer ein und prägt eine große Zahl Münzen, die von besserer Qualität sind, als die des Kaisers Gallienus. Er schafft es auch, die Provinzen gegen die Germanen zu sichern, wofür ihm der Ehrentitel Germanicus Maximus zugesprochen wird.

260 n. Chr.

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Römisches Reich: In Colonia Claudia Ara Agrippinensium, heute Köln, befinden sich Kaiser Gallienus’ Sohn Saloninus und Prätorianerpräfekt Silvanus als Statthalter des Kaisers im Nordwesten. Römische Truppen unter dem Befehl von Postumus kehren zurück, nachdem sie einer Gruppe Germanen ihre Beute abgenommen hatten. Postumus hat die Beute bereits unter seinen Soldaten aufgeteilt, als Saloninus und Silvanus fordern, dass ihnen die Beute ausgehändigt wird. Die Truppen rebellieren und ernennen Postumus zum Imperator. Postumus wird damit erster Kaiser des Imperium Galliarum. Colonia wird von Postumus belagert, Salonius und Silvanus werden ihm ausgeliefert und umgebracht.

Politik & Weltgeschehen

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Silvanus lässt sich in Colonia Claudia Ara Agrippinensium zum römischen Gegenkaiser ausrufen. Er kann sich jedoch nur 28 Tage halten.

98 n. Chr.

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Trajan wird römischer Kaiser (bis 117). Er residiert in Colonia Claudia Ara Agrippinensium, dem heutigen Köln, und beginnt in den Provinzen mit Inspektionsreisen an Rhein und Donau.

89 n. Chr.

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Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln) wird Hauptstadt der neu gegründeten römischen Provinz Germania inferior.

15 n. Chr.

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Januar: Nachdem der römische Kaiser Galba Lucius Calpurnius Piso Frugi Licinianus am 10. Januar als Mitkaiser adoptiert hat, werden beide von Anhängern Othos, der Galba ursprünglich unterstützt und sich selbst Hoffnung auf die Nachfolge gemacht hat, ermordet. Otho wird zum Kaiser ausgerufen. Bereits am 2. Januar hat sich jedoch in Colonia Claudia Ara Agrippinensium Vitellius zum Kaiser ausrufen lassen. (69)

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