Computerspiel

Ein Computerspiel ist ein Computerprogramm, das einem oder mehreren Benutzern ermöglicht, interaktiv ein durch implementierte Regeln beschriebenes Spiel zu spielen. Umgangssprachlich wird auch der Begriff Game verwendet (von englischgame ‚Spiel‘).

Obwohl alle Spiele auf computerbasierten Geräten wie PC und Spielkonsole Computerspiele sind, wird umgangssprachlich der Begriff Computerspiel vornehmlich für Spiele auf PCs verwendet. Der Begriff Videospiel bezeichnet alle elektronischen visuell-basierten Spiele und wird meist für PC-, Mobil- und Konsolenspiele verwendet.



Geschichte




Die Computerspiele entwickelten sich innerhalb von ca. 50 Jahren von eher technischen Versuchen an Universitäten zu einer der einflussreichsten Freizeitgestaltungsformen des 21. Jahrhunderts.Bereits auf den ersten Computern gab es Versuche, bekannte Spiele, wie etwa das Damespiel, umzusetzen. Als erstes Computerspiel, welches neue Möglichkeiten jenseits altbekannter Spiele bot, wird oft das 1958 von dem Amerikaner William Higinbotham entwickelte Tennis for Two angesehen. Die Entwicklung war stark abhängig vom technischen Fortschritt der Computertechnologie. Spielte sie sich anfangs nur „nebenher“ auf eigentlich für andere Zwecke vorgesehenen Großrechnern an Universitäten ab, so wurde es in den 1970er Jahren durch die Kombination der inzwischen relativ kostengünstigen einfachen Logikchips mit der existierenden Fernsehtechnologie möglich, Spiele auch auf elektronischen Spielautomaten in der Öffentlichkeit zu spielen. Sehr erfolgreich war zum Beispiel Pong von Nolan Bushnell. Unternehmen wie Atari oder Magnavox brachten das Computerspiel in Form von Videospielkonsolen auch den Heimanwendern nahe. Es entwickelte sich ein rasant wachsender Massenmarkt.Durch die Einführung der Heim- und Personal-Computer (PCs) in den 1980er Jahren entwickelten sich zunächst zwei technisch betrachtet unterschiedliche Arten des Computerspiels: Zum einen das Videospiel (damals „Telespiel“), welches auf speziellen Spielkonsolen fußte und das Computerspiel für Heimcomputer und später zunehmend für PCs. Im Jahr 1983 kam es zu einem Crash auf dem Videospielemarkt, vor allem durch die Überschwemmung des Marktes mit schlechten Videospielen und der wachsenden technischen Überlegenheit der Heimcomputer gegenüber den damaligen Spielkonsolen. In Japan, wo Heimcomputer noch nicht so erfolgreich waren, läutete Nintendo 1983 mit der Konsole Nintendo Entertainment System eine neue Ära der Videospiele ein, die etwa zwei Jahre später auch Nordamerika und Europa erreichte.Seit Mitte der 1990er Jahre werden die Bereiche für Spielekonsolen und PCs aus Vermarktungsgründen wieder zunehmend zusammengeführt. So bilden einheitliche Speichermedien (wie die CD-ROM oder DVD) und eine kompatible Hardware die Möglichkeit, Spiele für verschiedene Konsolen wie auch für PCs weitgehend parallel und somit kostengünstiger und für einen breiteren Markt zu entwickeln.......

mehr zu "Computerspiel" in der Wikipedia: Computerspiel

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
thumbnail
Atari veröffentlicht das Arcade-Spiel Pong (Bild), das sich zum ersten weltweit erfolgreichen Computerspiel entwickeln wird.

Wissenschaft & Technik

thumbnail
Mit River Raid wird in Deutschland das erste Videospielindiziert.

Sonstiges

1994

thumbnail
Im Computerspiel Rise of the Robots wurden Teile des Songs The Dark vom Soloalbum Back to the Light (1992) verwendet. (Brian May/Diskografie)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1998

thumbnail
Spätere Verwendung der Komposition: Im ComputerspielKnights and Merchants wird u. a. eine Bearbeitung des ersten Satzes als Hintergrundmusik benutzt. (Klaviersonate Nr. 11 (Mozart))

1991

thumbnail
Trivia: veröffentlichte Flair Software Ltd. außerdem ein Computerspiel mit dem Namen Elvira – The Arcade Game für den Amiga, den Atari ST und den Commodore 64. (Cassandra Peterson)

1991

thumbnail
Spätere Verwendung der Komposition: Im ComputerspielCivilization ist der dritte Satz als Diplomatie- und Erkennungsmelodie für die Deutsche Zivilisation zu hören. (Klaviersonate Nr. 11 (Mozart))

1990

thumbnail
Trivia: brachte Accolade ein Computerspiel mit dem Namen Elvira: Mistress of the Dark für Amiga, MS-DOS und den Atari ST heraus. 1991 folgte eine Version für den Commodore 64 von Flair Software Ltd. 1991 wurde der Nachfolger Elvira II: The Jaws of Cerberus veröffentlicht. (Cassandra Peterson)

Kunst & Kultur

1996

Kulturelle Reflexion:
thumbnail
Das ComputerspielDuke Nukem 3D enthält einen Level (Episode 3, Level 5) mit der Mondlandefähre in einem Filmset. (Verschwörungstheorien zur Mondlandung)

Musik

1998

Diskografie:
thumbnail
Under the Killing Sun (EP, Sweet Tooth Records) (Soulstorm)

Fiktion

2001

thumbnail
Die Computerspieleindustrie produzierte mehrere Simulationen, in denen der Spieler U-Boote der Akula-Klasse steuern kann. Darunter Sub Command und Dangerous Waters (2005). (Projekt 971)

Tagesgeschehen

thumbnail
Wie die asiatische Ausgabe des „Wall Street Journal“ berichtet, soll Microsoft an der Übernahme des japanischen Herstellers von Videospielen, Sega interessiert sein.
thumbnail
Deutschland: Für das ComputerspielCommand & Conquer des Herstellers Electronic Arts liegt auf einen Eilantrag des Bundesfamilienministeriums eine vorläufige Indizierung vor. Das Strategiespiel darf ab sofort weder beworben noch an Jugendliche unter 18 Jahren verkauft werden.

Beispiele aktivierungspflichtiger Software

2005

thumbnail
Earth 2160, Computerspiel (Produktaktivierung)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2007

Film:
thumbnail
The Shield , (Stimme) (Jay Karnes)

2005

Film:
thumbnail
Call of Duty 2 (Computerspiel, Stimme) (David Rees Snell)

1999

Film:
thumbnail
Driver , (Stimme) (John Sharian)

1999

Film:
thumbnail
Lands of Lore III (Computerspiel, Stimme) (Jon Polito)

1996

Film:
thumbnail
Steven Spielberg’s Director’s Chair (Jennifer Aniston)

Hintergrund

2007

thumbnail
sendete Panorama einen Beitrag mit dem Titel „Morden und Foltern als Freizeitspaß – Killerspiele im Internet“, welcher in der PC-Spieler-Szene Entrüstung hervorrief, da sich die Spieler von Computerspielen mit Vergewaltigern und Neonazis gleichgesetzt sahen. Unter anderem wurden im Bericht Bilder von Spielen gezeigt, die in Deutschland keine Jugendfreigabe haben oder mit inoffiziellen Modifikationen versehen waren, ohne dass darauf hingewiesen wurde, dass diese Modifikationen nicht durch den Spielehersteller vorgenommen wurden und teilweise in Deutschland verboten seien. Außerdem seien verfassungsfeindliche Symbole in die Spielumgebung eingebracht worden, und Sexszenen mit Spielfiguren seien durch die Autoren falsch als Vergewaltigungen dargestellt worden. Die im Panorama-Beitrag interviewten Spieler warfen Panorama vor, ihre Aussagen aus dem Kontext gerissen und irreführend dargestellt zu haben. Das Onlinemagazin Telepolis wies darauf hin, dass der Bericht stark durch das Unternehmen Pan Amp beeinflusst sei, das damit eigene Interessen verfolge: Der in dem Bericht als „Killerspiel-Experte“ auftretende Vertreter der Firma hatte Panorama bereits mehrfach zu Internet-Themen beraten, zu der Pan Amp selbst Produkte, namentlich Internetfilter, anbiete. (Panorama (Magazin))

"Computerspiel" in den Nachrichten