Constantius II.

Constantius II. (altgriechischΚωνστάντιος Β’Kōnstántios, mit vollständigem NamenFlavius Iulius Constantius; * 7. August 317 in Illyrien, wahrscheinlich in Sirmium; † 3. November 361 in Mopsukrenai/Kilikien) war ein Sohn Konstantins des Großen und nach dessen Tod ab 337 Kaiser im Osten des Römischen Reiches. In den anderen Reichsteilen waren zunächst zwei seiner Brüder Kaiser geworden, denen er 353 nach deren Tod und der Beseitigung eines Usurpators folgte und damit Kaiser des gesamten Römischen Reiches wurde. Nach seinem Tod ging die Macht an seinen Unterkaiser Julian über, der 360 eine Usurpation betrieben hatte.

Seine Regierungszeit war von einem andauernden Abwehrkampf an den Grenzen geprägt, während es im Inneren wiederholt zu Usurpationen kam. Auch im Bereich der Religionspolitik ergaben sich ernsthafte Probleme, die er nicht dauerhaft lösen konnte. In den zeitgenössischen Quellen wird er oft als eher „schwacher Kaiser“ beurteilt, wohingegen die moderne Forschung auch seine Leistungen hervorhebt.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Constantius II. stirbt in Mopsukrenai/Kilikien. Constantius II. war ein Sohn Konstantins des Großen und nach dessen Tod ab 337 Kaiser im Osten des Römischen Reiches. In den anderen Reichsteilen waren zunächst zwei seiner Brüder Kaiser geworden, denen er 353 nach deren Tod und der Beseitigung eines Usurpators nachfolgte und damit Kaiser des gesamten Römischen Reiches wurde. Nach seinem Tod ging die Macht an seinen Unterkaiser Julian über, der 360 eine Usurpation betrieben hatte.
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Geboren: Constantius II. wird in Illyrien, wahrscheinlich in Sirmium geboren. Constantius II. war ein Sohn Konstantins des Großen und nach dessen Tod ab 337 Kaiser im Osten des Römischen Reiches. In den anderen Reichsteilen waren zunächst zwei seiner Brüder Kaiser geworden, denen er 353 nach deren Tod und der Beseitigung eines Usurpators nachfolgte und damit Kaiser des gesamten Römischen Reiches wurde. Nach seinem Tod ging die Macht an seinen Unterkaiser Julian über, der 360 eine Usurpation betrieben hatte.

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Constantius II. starb im Alter von 44 Jahren. Constantius II. war im Sternzeichen Löwe geboren.

Religion

342 n. Chr.

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Die Kaiser Flavius Iulius Constans und Flavius Iulius Constantius berufen das Konzil von Serdica ein, um den Arianischen Streit im Reich beizulegen. Das Konzil scheitert jedoch, der abgesetzte Bischof Athanasius der Große kommt nach Rom, wo er auf einer Synode als regulärer Bischof anerkannt wird. Auf dem Konzil von Sofia erklären daraufhin 76 oströmische Bischöfe Athanasius und Bischof Julius I. von Rom für abgesetzt. Die 300 westlichen Bischöfe bestätigen jedoch die Beschlüsse der römischen Synode.

Ereignisse

338 n. Chr.

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Römisch-Persische Kriege: Kaiser Constantius II. geht gegen das Sassanidenreich unter Schapur II. vor, versucht dabei aber, offene Feldschlachten zu vermeiden, weil er durch die geteilte Herrschaft mit seinen Brüdern Constans und Konstantin II. nur über einen Teil des Römischen Heeres verfügen kann.

Antike

357 n. Chr.

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Römisches Reich: Der größte bekannte Obelisk wird von Kaiser Constantius II. im Circus Maximus aufgestellt.
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Römisches Reich: In der Schlacht bei Mursa besiegt Constantius II. den Usurpator Magnentius. Magnentius' Magister officiorum Marcellinus fällt in der Schlacht.

351 n. Chr.

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Römisches Reich: Constantius Gallus, ein Halbbruder des späteren Kaisers Julian, wird von Constantius II. zum Caesar ernannt und übernimmt ein Provinzkommando.

350 n. Chr.

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Römisches Reich: Kaiser Constantius II. und der Usurpator Vetranio treffen sich in Naissos. Vetranio wird dabei offiziell zum Kaiser ernannt.

344 n. Chr.

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Römisches Reich: Bei Singara kommt es zur offenen Feldschlacht zwischen Römern und Persern, bei der Kaiser Constantius II. eine Niederlage hinnehmen muss.

Europa

360 n. Chr.

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Frühjahr: Die römischen Truppen in Gallien revoltieren gegen Kaiser Constantius II. und rufen Julian zum Kaiser des Römischen Reich aus.

Politik & Weltgeschehen

361 n. Chr.

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Julian, der sich in Europa bereits auf einen Kampf gegen seinen Cousin Constantius II. vorbereitet hat, wird nach dessen überraschendem Tod am 3. November Alleinherrscher im Römischen Reich.

358 n. Chr.

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Im Römisch-Persischen Krieg führen der römische Kaiser Constantius II. und der Herrscher des Sassanidenreiches Schapur II. Verhandlungen, die jedoch zu keinem Ergebnis führen.
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Kaiser Constantius II. ernennt seinen Vetter Julian zum Caesar und entsendet ihn nach Gallien.
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Nach seinem endgültigen Sieg über Magnentius in der Schlacht am Mons Seleucus herrscht Constantius II. über das gesamte römische Reich.

334 n. Chr.

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Constantius II. unternimmt einen Feldzug gegen die Sarmaten.

"Constantius II." in den Nachrichten