Cosa Nostra

Cosa Nostra (italienisch für «unsere Sache»), bzw. sizilianische Mafia, ist eine in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf Sizilien entstandene Verbrechensorganisation die heute weltweit operiert und Verbindungen zu anderen mafiaähnlichen Gruppierungen hält. Sie gilt als bekanntester Zweig der italienischen Mafia, dessen Mitglieder sich als „uomini d’onore“ (Männer der Ehre) bezeichnen. Viele der Familienclans arbeiten großteils eigenständig, wobei eine landesweite Koordination durch eine Kommission besteht, welche sich aus den Oberhäuptern der einflussreichsten Familien zusammensetzt. Bis zum Ende des zwanzigsten Jahrhunderts wurde die Cosa Nostra als einflussreichste kriminelle Organisation in Europa eingestuft. Ihr nordamerikanischer Ableger ist die Amerikanische Cosa Nostra.

Ursprünglich kann nur die Cosa Nostra den Begriff Mafia für sich beanspruchen, jedoch werden heute weitere kriminelle Organisationen, wie die neapolitanische Camorra, die kalabrische ’Ndrangheta, die „russische Mafia“, die „albanische Mafia“, die „japanische Mafia“ (Yakuza) oder die „chinesische Mafia“ (Triaden) dem Mafiabegriff zugeordnet.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Bernardo Provenzano stirbt in Mailand. Bernardo Provenzano war lange Zeit der Kopf der sizilianischen Cosa Nostra. Er wurde Zu Binnu („Onkel Binnu“) genannt oder wegen seiner Entschlossenheit auch Binnu u tratturi (sizilianisch für „Binnu der Traktor“).
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Gestorben: Antonio Calderone stirbt. Antonino Calderone war ein hochrangiges Mitglied der sizilianischen Verbrecherorganisation Cosa Nostra. Bekannt wurde er durch seine Kollaboration als Pentito mit dem italienischen Staat ab 1987.
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Gestorben: Gaetano Badalamenti stirbt in Ayer, Massachusetts. Gaetano Badalamenti war ein sizilianischer Mafioso. Zeitweise war er der mächtigste Mann in der Cosa Nostra.
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Gestorben: Vittorio Mangano stirbt in Palermo. Vittorio Mangano war ein italienischer Krimineller und mehrfacher Mörder, der in Verbindung zur Cosa Nostra stand. Er erlangte Bekanntheit durch verschiedene Berichte in Zusammenhang mit den Prozessen, in die er verwickelt war. Aufgrund seiner Tätigkeiten, die er als Angestellter in Silvio Berlusconis Villa San Martino in der Brianza ausübte, erhielt er den Spitznamen „stalliere – Stallknecht von Arcore“.
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Gestorben: Luciano Liggio stirbt auf Sardinien. Luciano Liggio auch: Luciano Leggio, war ein mächtiger sizilianischer Mafioso. Er war von 1958 bis zu seiner Verhaftung 1974 Anführer der Cosa Nostra von Corleone.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Der Untersuchungsrichter Giovanni Falcone, seit Beginn der 1980er-Jahre Leiter einer Sonderkommission zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität in Italien, fällt einem Bombenanschlag der Cosa Nostra zum Opfer.

Gesellschaft & Soziales

Gesellschaft:
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Der italienische Strafverfolger Giovanni Falcone stirbt zusammen mit seiner Frau und drei Leibwächtern auf der Autobahn A29, als eine halbe Tonne Sprengstoff beim Passieren seines Fahrzeugs ferngesteuert gezündet wird. Falcone hat den Kampf gegen die Cosa Nostra auf Sizilien aufgenommen.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2004

Nachleben:
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nimmt das Lied I cento passi von den Modena City Ramblers (Album ¡Viva la vida, muera la muerte!) bezug auf Giuseppe Impastato, indem es sein Leben nacherzählt, sich gegen die Cosa Nostra ausspricht und mehr Mut gegen Mafia einfordert.

Tagesgeschehen

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Alcamo/Italien: Die Anti-Mafia-Behörde beschlagnahmt Güter im Wert von mehr als 1,3 Milliarden Euro beim größten italienischen Fotovoltaik- und Windkraftanlagenbauer und dessen Geschäftsführer Vito Nicastri, dem Verbindungen zur Cosa Nostra nachgesagt werden.

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