Costa-Gavras

Costa-Gavras (2015)
Bild: Georges Biard

Costa-Gavras (* 12. Februar 1933 in Loutra Iraias, Arkadien, als Konstantínos Gavrás, griechisch Κωνσταντίνος Γαβράς) ist ein griechisch-französischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Er wurde im Filmgeschäft international bekannt vor allem mit seinen vielfach ausgezeichneten politisch engagierten Arbeiten und ist damit bis in die Gegenwart erfolgreich.



Leben




Costa-Gavras’ Vater war Regierungsbeamter, der in dem von Kommunisten geprägten Widerstand gegen die deutschen Besatzer vorging. 1945 zog die Familie nach Athen, ehe der Vater nach Ausbruch des Griechischen Bürgerkriegs 1946 seine Arbeitsstelle verlor.Costa-Gavras wanderte 1954 nach Frankreich aus, nachdem er in seiner Heimat keinen Studienplatz erhalten hatte. 1956 erhielt er die französische Staatsangehörigkeit. Er begann ein Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Pariser Sorbonne, lernte aber am privaten Filminstitut Cinémathèque française eine Vielzahl anspruchsvoller Filme kennen und wechselte an das Institut des hautes études cinématographiques. Dort erwarb er ein Diplom in Regie und Filmproduktion. Ab 1965 war er als Regisseur tätig. Seine Filme bilden meist eine von politischen Missständen geprägte Gesellschaft ab, gegen die Costa-Gavras Stellung bezieht. Von 1982 bis 1987 leitete er bereits die Cinémathèque française, seit Juli 2007 tut er dies wieder.Unter seiner Regie entstanden mehrere Klassiker des Genres Politthriller:Z (Oscar für den besten fremdsprachigen Film 1969), der die Hintergründe der Errichtung der griechischen Militärdiktatur unter dem Obristenregime in den 1960er Jahren thematisiert, Der unsichtbare Aufstand, der den Widerstand der Tupamaros gegen die von den Vereinigten Staaten unterstützte Militärdiktatur in Uruguay zum Thema hat, und Missing (deutscher Titel: Vermißt), der vor dem Hintergrund des Militärputsches 1973 in Chile erneut das US-amerikanische Engagement zugunsten eines postfaschistischen Regimes kritisch aufgreift.2002 verfilmte er mit Der Stellvertreter das gleichnamige Theaterstück von Rolf Hochhuth aus dem Jahr 1963 die auf Tatsachen basierende Geschichte des SS-Mannes Kurt Gerstein, der aus christlichen Motiven heraus versuchte, die katholische Kirche gegen den Holocaust zu mobilisieren, nachdem er selbst durch seine wissenschaftliche Beteiligung an der Giftgasentwicklung zum Mitwisser und unter Gewissensbelastungen zum Mitverantwortlichen am Holocaust geworden war. Der Film brachte Costa-Gavras zusammen mit Jean-Claude Grumberg 2003 einen César für das Filmskript ein. Eine weitere César-Nominierung erhielt der Filmemacher zwei Jahre später für die Satire Die Axt, in der José Garcia als arbeitsloser Ingenieur, der seinen Konkurrenten auf dem Arbeitsmarkt nach dem Leben trachtet, zu sehen ist....

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Geboren & Gestorben

Geboren:
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Costa-Gavras wird in Loutra Iraias, Arkadien, als Konstantínos Gavrás, griechisch????????????? ?????? geboren. Costa-Gavras ist ein griechisch-französischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Er wurde im Filmgeschäft international bekannt vor allem mit seinen vielfach ausgezeichneten politisch engagierten Arbeiten und ist damit bis in die Gegenwart erfolgreich.

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Costa-Gavras ist heute 84 Jahre alt. Costa-Gavras ist im Sternzeichen Wassermann geboren.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2013

Auszeichnungen:
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Preis von Sofia für sein Lebenswerk beim 17. internationalen Filmfestival von Sofia

2005

Auszeichnungen:
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Preis für das Lebenswerk des Internationalen Filmfestivals von Kopenhagen

2005

Auszeichnungen:
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Film- und Literaturpreis des Film by the Sea International Film Festival für Die Axt

2003

Auszeichnungen:
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Prix Lumière für Der Stellvertreter – Bester Film

2003


Rundfunk, Film & Fernsehen

2012

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Film: Le Capital

2009

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Film: Die Hölle von Henri-Georges Clouzot (Originaltitel: L'enfer d'Henri-Georges Clouzot) ist ein französischer Dokumentarfilm von Serge Bromberg und Ruxandra Medrea aus dem Jahr 2009.

Stab:
Regie: Serge Bromberg
Ruxandra Medrea
Drehbuch: Serge Bromberg
Produktion: Serge Bromberg
Musik: Bruno Alexiu
Kamera: Irina Lubtchansky
Jérôme Krumenacker
Schnitt: Janice Jones

Besetzung: Romy Schneider, Bérénice Bejo, Serge Reggiani, Jacques Gamblin, Dany Carrel, Maurice Garrel, Catherine Allégret, Gilbert Amy, Costa-Gavras, William Lubtchansky, Joël Stein

2005

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Film: Die Axt (Le Couperet)

2003

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Film: Prix Lumière: Der Stellvertreter von Costa-Gavras

2002

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Film: Der Stellvertreter (Originaltitel: Amen.) ist eine Verfilmung von Rolf Hochhuths gleichnamigem Dokumentarschauspiel aus dem Jahr 1963. Die Regie führte Costa-Gavras, in den Hauptrollen sind Ulrich Tukur, Mathieu Kassovitz und Ulrich Mühe zu sehen. Seine Weltpremiere hatte der Film am 14. Februar 2002 im Wettbewerb der Berlinale.

Stab:
Regie: Constantin Costa-Gavras
Drehbuch: Jean-Claude Grumberg
Produktion: Andrei Boncea, Michèle Ray-Gavras
Musik: Armand Amar
Kamera: Patrick Blossier
Schnitt: Yannick Kergoat

Besetzung: Ulrich Tukur, Mathieu Kassovitz, Ulrich Mühe, Michel Duchaussoy, Marcel Iures, Ion Caramitru, Friedrich von Thun, Antje Schmidt, Günther Maria Halmer, Michael Mendl, Sebastian Koch, Justus von Dohnanyi, Ovidiu Cuncea, Erich Hallhuber, Burkhard Heyl

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