Cyberpunk

Cyberpunk, gebildet aus den Begriffen Cyber (von altgr. κυβερνάω für steuern oder lenken) und Punk, ist eine dystopische Richtung der Science-Fiction-Literatur, die in den 1980er Jahren entstand. Der Begriff tauchte erstmals 1980 in einer gleichnamigen Kurzgeschichte von Bruce Bethke auf und wurde schließlich von Gardner Dozois geprägt, um die Werke von William Gibson (speziell die Neuromancer-Trilogie) zu beschreiben. Cyberpunk gilt als der Film noir unter den Science-Fiction-Genres.

Im Unterschied zu den klassischen Utopien vieler anderer Science-Fiction-Genres ist die Welt des Cyberpunk nicht glänzend und steril-sauber, sondern düster, und von Gewalt und Pessimismus geprägt. Entstanden in den 1980er Jahren, spiegelt sie die aufkommende Kritik gegen die als zunehmend empfundene Kommerzialisierung und Urbanisierung wider. In dieser Dystopie werden die Staaten von großen Konzernen kontrolliert, die die staatliche Monopolmacht für ihre Zwecke missbrauchen, wodurch die (in entwickelten Ländern zuvor vorhandene) physische und ökonomische Sicherheit des Individuums verloren gegangen ist. Das Versprechen einer besseren Welt durch technologischen Fortschritt wurde nicht eingelöst. Die Hochtechnologie dient nicht dem Wohl der Menschen, sie wird zur allgemeinen Überwachung und zum Tuning lebender Organismen mittels Cyberware eingesetzt.

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Geboren & Gestorben

1971

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Geboren: Jeff Somers wird geboren. Jeffrey (Jeff) Somers ist ein US-amerikanischer Cyberpunk- und Science-Fiction-Autor aus New Jersey.

1965

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Geboren: Simon Ings wird in Horndean, Hampshire, Großbritannien geboren. Simon Ings ist ein britischer Science-Fiction-Autor, der wohl am ehesten dem Genre des Cyberpunk zuzurechnen ist. In Deutschland wurde bisher sein Roman Datafat veröffentlicht, der von künstlicher Intelligenz und künstlichem Leben handelt, sowie sein Sachbuch über das Auge. Im Frühjahr 2007 erschien The Weight of Numbers unter dem Titel Die unerbittliche Pünktlichkeit des Zufalls auf Deutsch.

1960

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Geboren: Alan Glynn wird in Dublin geboren. Alan Glynn ist ein irischer Schriftsteller, seine Werke werden teilweise dem Cyberpunk zugeordnet.
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Geboren: Neal Stephenson wird in Fort Meade, Maryland, USA geboren. Neal Town Stephenson ist ein in Seattle lebender Schriftsteller. In seinen Science-Fiction-Romanen spiegeln sich seine Experimente mit neuen Medien wie virtueller Realität und dem World Wide Web wider. Er gilt deshalb als einer der Hauptvertreter des Cyberpunk. Auf sein Werk Snow Crash geht der Begriff Avatar, in der Bedeutung für animierte Profile, zurück.
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Geboren: Jack Womack wird in Lexington, Kentucky geboren. Jack Womack ist ein zeitgenössischer US-amerikanischer Autor. Die Thematik seiner Bücher ist im Bereich der spekulativen Fiktion angesiedelt und enthält aber auch häufig Elemente des Cyberpunk. Sein Hauptwerk ist die Ambient-Serie, die bis heute 6 Bände umfasst, in der deutschen Fassung erschienen im Heyne Verlag und bei Bastei-Lübbe. Die Reihenfolge der Veröffentlichung dieser Bücher weicht dabei von der werkimmanenten Zeitlinie ab. Jedes Buch kann aber auch für sich allein gelesen werden, da keine Vorkenntnisse aus einem anderen Band erforderlich sind.

Abgeleitetes

1981

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Der dystopische Science-Fiction-Film Die Klapperschlange des US-amerikanischen Regisseurs John Carpenter ist einer der kommerziell erfolgreichsten Filme der frühen 1980er Jahre. Er gilt als Vorläufer des Cyberpunk-Genres und brachte der Karriere des Schauspielers Kurt Russell eine entscheidende Wende. Der Film startete am 3. September 1981 in den bundesdeutschen Kinos.

Stab:
Regie: John Carpenter
Drehbuch: John Carpenter Nick Castle
Produktion: Debra Hill Larry J. Franco
Musik: John Carpenter(mit Alan Howarth )
Kamera: Dean Cundey Jim Lucas
Schnitt: Todd Ramsay

Besetzung: Kurt Russell, Lee van Cleef, Ernest Borgnine, Donald Pleasence, Isaac Hayes, Harry Dean Stanton, Adrienne Barbeau, Tom Atkins

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1982

Gründung:
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Voivod ist eine kanadische Metal-Band. Die musikalische Ausrichtung variierte im Laufe der Zeit zwischen Thrash Metal und Progressive Metal mit Einflüssen aus Industrial und Elektro. Auf Grund der Verwendung von Technologie-Themen wie Nanotechnologie oder Virtuelle Realität und der düsteren Endzeitszenarien in ihren Texten werden Voivod oftmals dem Cyberpunk zugeordnet.

Abgeleitetes > Spiel > Tabletop und RPG

2012

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Android Netrunner (Living Card Game)

2008

1999

1989

Abgeleitetes > Spiel > Videospiel

2014

2012

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Hard Reset

2009

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E.Y.E: Divine Cybermancy

2005


Rundfunk, Film & Fernsehen

2009

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Abgeleitetes > Film: Surrogates - Mein zweites Ich

2008

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Abgeleitetes > Film: Babylon A.D.

2007

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Film: Chrysalis -Tödliche Erinnerung ist ein französischer Science-Fiction-Thriller im Cyberpunk-Stil aus dem Jahr 2007. Regisseur Julien Leclercq verfasste das Drehbuch gemeinsam mit Franck Philippon. Der Film wurde am 25. Juni 2007 unter dem Originaltitel Chrysalis in Lille uraufgeführt. Als Vorlage diente den Autoren der Horrorfilm Augen ohne Gesicht von Georges Franju aus dem Jahr 1960, wie auch Chrysalis von Gaumont produziert.

Stab:
Regie: Julien Leclercq
Drehbuch: Julien Leclercq
Franck Philippon
Produktion: Franck Chorot
Musik: Jean-Jacques Hertz
François Roy
Kamera: Thomas Hardmeier
Schnitt: Thierry Hoss

Besetzung: Albert Dupontel, Marie Guillard, Marthe Keller, Mélanie Thierry, Claude Perron, Patrick Bauchau
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Serienstart: Ergo Proxy (jap. エルゴプラクシー, erugo purakushī) ist eine Anime-Serie aus dem Jahr 2006. Sie verbindet Science-Fiction, Mystery, Cyberpunk mit Versatzstücken aus der europäischen Philosophie und diversen Mythen mit typischen Anime-Elementen.

Genre: Science Fiction, Mystery, Cyberpunk, Thriller
Produktion: Manglobe
Musik: Yoshihiro Ike

2006

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Abgeleitetes > Film: A Scanner Darkly

"Cyberpunk" in den Nachrichten