Dario Fo

Dario Fo (2006)
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Dario Fo[ˈdaːrjo ˈfɔ] (* 24. März 1926 in Sangiano; † 13. Oktober 2016 in Mailand) war ein italienischer Theaterautor, Regisseur, Bühnenbildner, Komponist, Erzähler, Satiriker und Schauspieler. Er revitalisierte Methoden der Commedia dell’arte. 1997 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Dario Fo heiratete 1954 die Schauspielerin und spätere politische Aktivistin Franca Rame (1929–2013), mit der er auch künstlerisch eng zusammenarbeitete.



Leben




Fos Vater war Bahnhofsvorsteher, Amateurschauspieler und Sozialist. Die Familie musste häufig umziehen, weil er oft versetzt wurde. Das Geschichtenerzählen lernte der junge Dario von seinem Großvater mütterlicherseits, einem Fischer und Glasbläser.Im Jahr 1940 zog Dario Fo nach Mailand, um an der „Kunsthochschule Brera“ zu studieren. Der Zweite Weltkrieg kam dazwischen. Fos Familie war im antifaschistischen Widerstand aktiv, und er half seinem Vater, Flüchtlinge und Deserteure in die Schweiz zu schmuggeln.Einer Rekrutierung durch die Truppen von Salò konnte er sich nicht entziehen, so dass er Mitglied des Bataillons Azzuro der Fallschirmjäger der Repubblica Sociale Italiana wurde. Eine Teilnahme an einer „Aktion“ dieser Brigade im Jahre 1944 im Val Cannobina westlich des Lago Maggiore konnte Fo in einem Gerichtsverfahren des Jahres 1979 nicht nachgewiesen werden.Nach Kriegsende setzte Fo sein Studium der Kunst und Architektur an der Universität Mailand fort. Er begann sich in der Bewegung der „piccoli teatri“ (kleine Bühnen) zu engagieren und präsentierte dem Publikum improvisierte Einpersonenstücke. Ab dem Jahr 1950 band er sich vertraglich an das Theaterensemble Franco Parentis und gab seinen Job als Architekt auf.Seine spätere Frau, die aus einer Schauspielerfamilie stammende Franca Rame, traf er bei der gemeinsamen Erarbeitung der Revue Sieben Tage 1951. Im selben Jahr wurde ihm angeboten, eine Sendung namens Cocorico für das öffentlich-rechtliche nationale Radio RAI zu moderieren. Er schuf achtzehn satirische Monologe, in denen er biblische Themen politisch interpretierte. Empörte Vorgesetzte setzten die Show ab. Auch sein nächstes Theaterstück war beim zahlenden Publikum ein Renner und erlitt dennoch Zensur und Interventionen von Seiten der Kirche und der Staatsbeamten, so dass Auftrittsorte rar wurden.1954 heiratete er Franca Rame. Die beiden verdienten ihren Lebensunterhalt mit dem weiterhin populären Piccolo Theater in Mailand. Im nächsten Jahr ergab sich eine Chance bei den Filmstudios in Rom. Fo wurde Drehbuchautor und arbeitete für zahlreiche Produktionen.Der Sohn Jacopo kam im März 1955 zur Welt. Seine Frau arbeitete für das Teatro Stabile in Bozen. Fo und Rame hatten 1956 gemeinsam Rollen in dem Film Lo svitato, weitere folgten....

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Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2012

Werk:
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Picasso desnudo

1997

Werk:
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Kleines Handbuch des Schauspielers. (Verlag d. Autoren) ISBN 3-88661-100-0

1997

Literatur:
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Literaturnobelpreis: Dario Fo

1997

Werk:
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Kleines Handbuch des Schauspielers. (Verlag der Autoren) ISBN 3-88661-100-0

1994

Werk:
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Sex? aber mit Vergnügen! und andere starke Frauen-Rollen. (Rotbuch Verlag) ISBN 3-88022-670-9

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Dario Fo stirbt in Mailand. Dario Fo war ein italienischer Theaterautor, Regisseur, Bühnenbildner, Komponist, Erzähler, Satiriker und Schauspieler. Er revitalisierte Methoden der Commedia dell’arte. 1997 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.
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Geboren: Dario Fo wird in Leggiuno-Sangiano geboren. Dario Fo ist ein italienischer Theaterautor, Regisseur, Bühnenbildner, Komponist, Erzähler, Satiriker und Schauspieler. Er revitalisierte Methoden der Commedia dell'arte. 1997 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

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Dario Fo starb im Alter von 90 Jahren. Dario Fo wäre heute 91 Jahre alt. Dario Fo war im Sternzeichen Widder geboren.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1989

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Film: Die Verlobten (Originaltitel: I promessi sposi) ist ein für das Fernsehen produzierter italienischer Film des Regisseurs Salvatore Nocita aus dem Jahr 1989. Im Original hat er fünf Teile und wurde von der italienischen Fernsehanstalt RAI produziert. Die Handlung beruht auf dem Roman Die Verlobten des italienischen Schriftstellers Alessandro Manzoni.

Stab:
Regie: Salvatore Nocita
Drehbuch: Roberta Mazzoni Enrico Medioli Pier Emilio Gennarini
Salvatore Nocita
Produktion: Zoran Otasevic
Musik: Ennio Morricone
Kamera: Zivko Zalar
Schnitt: -

Besetzung: Danny Quinn, Delphine Forest, Alberto Sordi, Franco Nero, Gary Cady, Dario Fo, F. Murray Abraham, Burt Lancaster, Jenny Seagrove, Helmut Berger, Gisela Stein, Rosalina Neri, Valentina Cortese, Fernando Rey, Mathieu Carrière, Giampiero Albertini, Renzo Montagnani, Walter Chiari, Sasa Klankcnik, Gordon Mitchell

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