Delta (Rakete)

Die Delta ist eine der erfolgreichsten US-amerikanischen Trägerraketen. Sie wurde von dem Unternehmen Douglas Aircraft Company entwickelt und verwendete die Thor-Rakete als Grundstufe. Im Laufe der Jahre wurde die Delta ständig modifiziert und erweitert, so dass die heutige Delta kaum noch etwas mit den ersten Modellen gemeinsam hat. So stieg z. B. die Startmasse von etwa 50 t im Jahre 1960 auf über 700 t im Jahre 2004, die Nutzlastkapazität für den Geotransferorbit (kurz GTO) stieg im gleichen Zeitraum von 130 kg auf 13130 kg. Nachdem Douglas Aircraft Company 1997 von Boeing aufgekauft wurde, werden die Delta-Raketen nun von Boeing produziert und vermarktet. Seit 1960 wurde die Delta mehr als 300 mal gestartet und erreichte dabei eine Zuverlässigkeit von 95 %.

mehr zu "Delta (Rakete)" in der Wikipedia: Delta (Rakete)

Wissenschaft & Technik

Ereignisse > Wissenschaft und Technik:
thumbnail
Von der NASA wird Syncom 3 als erster geostationärer Satellit auf Cape Canaveral mit einer Delta-Trägerrakete gestartet. Nahe der Internationalen Datumsgrenze stationiert, wird er die Olympischen Sommerspiele in Tokyo in die USA übertragen. (19. August)

Tagesgeschehen

thumbnail
Cape Canaveral/Florida/USA. Die US-Raumsonde MESSENGER ist an Bord einer Delta-II-Rakete erfolgreich in Richtung Merkur gestartet, den sie im Jahr 2011 erreichen soll.
thumbnail
Vandenberg/USA. Der Umweltsatellit Aura der NASA startete an Bord einer Delta 2-Trägerrakete erfolgreich in einen Erdorbit.

Delta I > Frühe Versionen

1969

thumbnail
Delta L – bekam eine etwas verlängerte Erststufe, die nun 20 t mehr wog als die alte. Als dritte Stufe wurde eine FW-4D-Stufe eingesetzt. Dadurch stieg die Nutzlastkapazität der Delta L auf etwa 300? kg für den GTO. Es gab einen erfolgreichen und einen nicht erfolgreichen Start. Der Erststart erfolgte am 27. August

1968

thumbnail
Delta J – ist eine Delta E mit einer starken Burner-2-Drittstufe, die etwa doppelt so groß wie die alte Altair 2 war. Delta J konnte 800? kg in einen niedrigen Orbit oder 263? kg in GTO bringen. Die Rakete wurde nur einmal gestartet, der Start war erfolgreich. Der Erststart erfolgte am 4. Juli

1968

thumbnail
Delta M – unterscheidet sich von der Delta L durch den Einsatz der Burner-2-Oberstufe, die schon bei der Delta J verwendet wurde. Außerdem gab es eine Delta-M6-Version, bei der zum ersten Mal sechs Castor-II-Feststoffbooster eingesetzt wurden. Die Nutzlastkapazität für einen GTO betrug 356? kg (454? kg bei der Delta M6). Es gab insgesamt 13 Starts der M-Versionen, davon scheiterten zwei. Der Erststart erfolgte am 19. September

1968

thumbnail
Delta N – unterscheidet sich von der Delta M nur durch das Fehlen der dritten Stufe, die für Starts in niedrige Orbits, für die Delta N ausgelegt war, nicht gebraucht wurde. Wie bei der Delta M gab es hier eine Delta-N6-Version, die mit sechs Boostern ausgestattet war. Die Nutzlastkapazität für einen niedrigen Orbit betrug 900? kg (1600? kg bei der Delta N6). Von den neun Starts der N-Versionen war einer nicht erfolgreich. Der Erststart erfolgte am 16. August

1966

thumbnail
Delta G – dies ist eine Delta E ohne die dritte Stufe, da sie nur zum Starten von niedrigfliegenden Satelliten eingesetzt wurde, wofür man eine zusätzliche dritte Stufe nicht braucht. Die Nutzlastkapazität für eine niedrige Umlaufbahn betrug 735? kg. Delta G hatte zwei Einsätze, beide waren erfolgreich. Der Erststart erfolgte am 14. Dezember

Delta I > Spätere Versionen

1989

thumbnail
6000er Serie – diese Serie wurde als Ersatz für den Space Shuttle entwickelt, welches nach der Challenger-Katastrophe seit 1986 nicht mehr zum Starten von kommerziellen und Militärsatelliten zur Verfügung stand. Um die Nutzlastkapazität der Delta zu erhöhen, wurde die erste Stufe erheblich verlängert, so dass sie mehr Treibstoff aufnehmen konnte. Außerdem gab es seit dieser Version drei verschiedene Nutzlastverkleidungen, die alte mit 2,4 Metern (acht Fuß) Durchmesser und die neuen mit 2,85 und 3 Metern (9,5 bzw 10 Fuß) Durchmesser, was durch das Anbringen von einer -8 oder -10 an den Raketentyp gekennzeichnet wurde (9,5 Fuß war nun Standardverkleidung und wurde nicht extra gekennzeichnet). Die Raketen dieser Serie starteten insgesamt 17 Mal, alle Starts waren erfolgreich. Folgende Versionen wurden eingesetzt: 6920-8, 6920-10, 6925 und 6925-8. Der Erststart war am 14. Februar

1989

thumbnail
4000er Serie – bei dieser Serie wurden wieder neue Feststoffbooster eingeführt, diesmal in den Versionen Castor IV-A und IV-B. Die beiden Boosterversionen wurden parallel eingesetzt, wobei IV-A bereits beim Start der Rakete gezündet wurden und IV-B erst später im Flug. Die Castor IV-B besaßen – gegenüber den ansonsten identischen Castor IV-A – als Anpassung an den niedrigeren Luftdruck in großer Höhe, größere Schubdüsen. Diese dienten zur Verbesserung des Entspannungsverhältnisses und Schuberhöhung. Außerdem verwendete die 4000er Serie bei der ersten Stufe das alte MB-3-III-Triebwerk, welches das letzte Mal bei der 1000er Serie zum Einsatz kam. Dies kam dadurch, da noch einige alte Triebwerke übrig geblieben waren, und man diese nicht verschrotten wollte. Auch die PAM-D-Oberstufe erhielt nun eine Kennzeichnungsziffer, und zwar eine 5 an der vierten Stelle. Von dieser Serie gab es zwei Starts, beide Raketen flogen in der Version 4925, und brachten ihre Nutzlast erfolgreich ins All. Die Nutzlastkapazität einer Delta 4925 betrug 1312? kg für den GTO. Der Erststart war am 27. August

1975

thumbnail
3000er Serie – die Änderung der ersten Ziffer erfolgte aufgrund des Umstiegs von Castor II auf Castor-IV-Booster, die erheblich größer und schwerer waren als die alten Booster. Außerdem wurde in dieser Serie neben der bisherigen auch eine neue AJ-10-118K-ITIP-Zweitstufe eingesetzt, die mit einer 2 an der dritten Stelle gekennzeichnet wurde. Darüber hinaus gab es seit dieser Serie eine neue PAM-D-Drittstufe. Im Gegensatz zu anderen Oberstufen wurde PAM-D nicht durch eine Ziffer markiert, sondern wurde hinter die Raketenbezeichnung dazugeschrieben. Von dieser Serie sind 38 Raketen gestartet worden, wobei drei Starts fehlgeschlagen sind. Folgende Versionen wurden eingesetzt: 3910, 3913, 3914, 3910 PAM-D, 3920, 3924 und 3920 PAM-D. Der Erststart war am 13. Dezember

1974

thumbnail
2000er Serie – bei dieser Serie erhielt die erste Stufe ein neues RS-27-Triebwerk. Außerdem wurde die Delta nur noch mit dem Durchmesser von 8 Fuß gebaut, womit sie ab der 2000 Serie immer das Aussehen der modernen Delta-II-Rakete hatte. Diese Serie startete viele kommerzielle Nutzlasten und wurde daher in großer Stückzahl gebaut. Insgesamt wurden 44 Starts durchgeführt, wobei lediglich ein Start ein Teilerfolg war. Folgende Versionen wurden eingesetzt: 2310, 2313, 2910, 2913 und 2914. Der Erststart erfolgte am 19. Januar

1972

thumbnail
1000er Serie – erhielt eine modifizierte Thor-ELT-Erststufe, die 14 t schwerer war, als die alte. Dadurch wurde die erste Ziffer in der Bezeichnung zu einer 1. Außerdem gab es in dieser Serie eine ebenfalls modifizierte, zweite Stufe der Rakete, der eine 1 an der dritten Stelle der Bezeichnung entsprach. Bei allen Raketen mit der modifizierten zweiten Stufe, wurde der Durchmesser bis zur kegelförmigen Raketenspitze auf den der Thor Erststufe von 8 Fuß (2,44 m) erhöht. Dieses wurde durch einen neuen Stufenadapter und eine Nutzlastverkleidung mit jeweils 2,44 m Durchmesser erreicht, die alles oberhalb der ersten Stufe umschlossen. Die zweite Stufe, deren Durchmesser kleiner war als die sie umgebene Verkleidung, wurde von innen in ihrem Zentrum befestigt. Daneben wurde auch die ältere zweite Stufe ohne die neue Verkleidung eingesetzt. (0 an der dritten Stelle). Es wurden folgende Versionen gestartet: 1604, 1410, 1900, 1910, 1913 und 1914. Es gab insgesamt acht Starts dieser Serie, alle waren erfolgreich. Der Erststart erfolgte am 23. September

"Delta (Rakete)" in den Nachrichten