Demetrios von Pharos

Demetrios von Pharos (bzw. lat.: Demetrius) († 214 v. Chr. in Messene) war ein im Adria-Raum aktiver Herrscher, der eine wichtige Rolle im Ersten und Zweiten Illyrischen Krieg spielte und der dann ein Vertrauter König Philipps V. von Makedonien wurde.

Der Beiname deutet auf eine Herkunft aus der griechischen Kolonie Pharos, der heutigen Insel Hvar vor der dalmatinischen Küste. Die Insel und ihr Hafen (heute: Starigrad) lagen strategisch günstig, da von hier die Schifffahrt auf der Adria kontrolliert werden konnte. Demetrios spielte daher als Herrscher über diesen Stützpunkt sowohl für die Illyrer als dem östlichen, als auch für die Römer als dem westlichen Anrainer des Meeres eine wichtige Rolle. In Illyrien regierte seit dem Tod des dortigen Königs Agron 231 v. Chr. dessen Witwe Teuta als Regentin für ihren unmündigen Stiefsohn Pinnes.

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Geboren & Gestorben

214 v. Chr.

Gestorben:
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Demetrios von Pharos, Feldherr in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts v. Chr.

Europa

217 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Philipp V. schließt in Naupaktos Frieden mit dem Aitolischen Bund und beginnt auf Anraten des Demetrios von Pharos mit dem Bau einer gegen Rom gerichteten Flotte.

219 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Angesichts der Übergriffe des Demetrios von Pharos auf griechische Städte erklärt Rom ihm den Krieg (Zweiter Illyrischer Krieg). Dem römischen Konsul Lucius Aemilius Paullus gelingt dabei die Eroberung der illyrischen Stützpunkte Dimale und Pharos. Demetrios muss nach Makedonien fliehen.

220 v. Chr.

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Westliches Mittelmeer: Trotz des römischen Verbots von Flottenoperationen südlich von Lissus rüstet Demetrios von Pharos, Klientelfürst Roms an der illyrischen Küste, eine Flotte von 40 Schiffen aus und macht mit ihnen die Gewässer um den Peloponnes unsicher; von Naupaktos aus unternimmt er sogar einen Feldzug, bei dem er den Norden Arkadiens verwüstet.

229 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Teuta erobert die Insel Korfu, wo sie Demetrios von Pharos als Statthalter einsetzt. Dieser wechselt allerdings die Seiten und übergibt die Insel den römischen Truppen unter Gnaeus Fulvius und Aulus Postumius. Diese erobern in der Folge Epidamnos und die Insel Issa, Teuta muss sich nach Rhizon (heute: Risan) in der Bucht von Kotor zurückziehen.

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