Geboren & Gestorben

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Gestorben: Karl Dietrich Bracher stirbt in Bonn. Karl Dietrich Bracher war ein deutscher Politikwissenschaftler und Historiker. Er lehrte zunächst an der Freien Universität Berlin und war von 1959 bis 1987 Lehrstuhlinhaber für Wissenschaft von der Politik und Zeitgeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Er trat wissenschaftlich vor allem als Totalitarismus- und Demokratieforscher hervor. In Bonn baute er das Seminar für Politische Wissenschaft auf. Bei ihm promovierten und habilitierten sich mehr als 130 Schüler; viele Beobachter sprechen von einer „Bonner Schule“. Bracher war zudem von 1965 bis 1967 Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft und Mitherausgeber fachwissenschaftlicher Periodika. Er erhielt für seinen herausragenden Beitrag zur deutschen Politikwissenschaft zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen wie das Bundesverdienstkreuz und den Pour le Mérite und war Gastprofessor im Ausland.
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Gestorben: Israel Getzler stirbt. Israel Getzler war ein deutsch-israelischer Historiker polnisch-jüdischer Abstammung und Fachmann für die Geschichte Russlands und der Sowjetunion, der argumentierte, dass Russland 1917 eher einen demokratischen Weg genommen haben könnte als den Vorstellungen von Lenin zu folgen. Er sah es nicht als Zwangsläufigkeit an, dass Russland seinen totalitären Weg mit Lenin und dem Kommunismus zu gehen hätte, sondern betrachtete das Jahr der Oktoberrevolution 1917 als eine Zeit, als die russische Gesellschaft eine glaubhafte Chance zum Aufbau einer Demokratie hatte.
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Gestorben: Claude Lefort stirbt. Claude Lefort war ein französischer Philosoph, der sich besonders durch seine Überlegungen zum Verhältnis von Totalitarismus und Demokratie einen Namen gemacht hat.
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Gestorben: Ernest Kombo stirbt in Paris, Frankreich. Ernest Kombo SJ war römisch-katholischer Bischof des Bistums Owando. Er war maßgeblich an der Einführung der Demokratie in der Republik Kongo beteiligt.
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Gestorben: Hans Weber (Widerstandskämpfer) stirbt in Regensburg. Hans Weber war Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), „Moorsoldat“ und Bürgermeister in Regensburg. Die Regensburger SPD verleiht seit 2006 den nach ihm benannten Hans-Weber-Preis für mehr Toleranz und Demokratie.

Ereignisse

23 v. Chr.

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Kaiser Augustus führt eine feste Währungsordnung ein. Das System unterscheidet Goldmünzen (Aureus), Silbermünzen (Denaurius), Messingmünzen (Sestertius, Dupondius) und Kupfermünzen (As). Es wirkt in ganz Europa bis weit in die Neuzeit, bevor der Schotte John Law 1716 am Hofe Ludwig XV. das erste echte Papiergeld einführt. Die Münzen zeigen allesamt das Haupt des Herrschers. Sie symbolisieren zudem das Ende der Demokratie im Römischen Reich. Die Münzen kursieren weltweit bis nach Skandinavien, in das Kaiserreich China, nach Indien und Afrika.

Geschichte > Mittelalter und Neuzeit

900 n. Chr.

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Faröer: Løgting, eines der ältesten Parlamente seit ca.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1984

Auswahl von Veröffentlichungen > Bücher:
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Strong Democracy: Participatory Politics for A New Age. Berkeley: University of California Press (deutsch 1994 als Starke Demokratie - Über die Teilhabe am Politischen Berlin: Rotbuch). (Benjamin R. Barber)

Politik & Weltgeschehen

1985

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15. März: Wiederherstellung der Demokratie in Brasilien; José Sarney wird Präsident.

307 v. Chr.

Reich Alexander des Großen:
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Demetrios Poliorketes landet mit 250 Schiffen in Piräus und zieht in Athen ein, wo er den Tyrannen Demetrios von Phaleron absetzt (dieser flieht nach Ägypten) und die attische Demokratie wiederherstellt. Kurz darauf erobert Demetrios Poliorketes Megara.

Ehrenring

1997

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Georgios-Alexandros Mangakis aus Athen für seinen beispielhaften Einsatz für Demokratie und Menschenrechte (Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2011

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Radio-Feature: Demokratie als Leerformel. Zwischenbilanz der Revolution von Hugo Chávez. DLR (Peter B. Schumann)

1937

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Film: Mein Sohn, der Herr Minister ist eine 1937 gedrehte, satirische Filmkomödie über den Parlamentarismus in der Demokratie mit NS-politisch gefärbter Tendenz. Regie führte Veit Harlan.

Stab:
Regie: Veit Harlan
Drehbuch: Karl Georg Külb Edgar Kahn
Produktion: Herstellungsgruppe Erich von Neusser für die UFA
Musik: Leo Leux
Kamera: Günther Anders
Schnitt: Marianne Behr

Besetzung: Hans Brausewetter, Heli Finkenzeller, Hans Moser, Françoise Rosay, Paul Dahlke, Hilde Körber, Aribert Wäscher, Hadrian Maria Netto, Carl Jönsson, Bruno Ziener, Carl Auen, Josef Dahmen, Leo Peukert, Angelo Ferrari

Tagesgeschehen

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Washington (D.C.)/USA: Präsident George W. Bush hält die „Rede zur Lage der Nation“ (State of the Union Address). Schwerpunkte sind die Außen- und Sicherheitspolitik und eine Absage an möglichen Isolationismus: die USA würden sich ihrer historischen Verantwortung nicht entziehen und u.a. den Iran von Nuklearwaffen fernzuhalten versuchen. Die Hälfte der Menschheit lebe ohne Demokratie, und insbesondere in Syrien, Irak, Burma, Simbabwe und Nordkorea müsse der Freiheitswille unterstützt werden.
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Russland: Der Gaskonzern „Gasprom” hat dazu aufgefordert, die Lieferpreise auf Gas für die Ukraine im Jahr 2006 um das vierfache zu erhöhen, was die internationalen Marktpreise um ein zweifaches übersteigt. Die Preiserhöhung gilt als die Rache für die Ereignisse der Orangefarbenen Revolution, die durch die Wahlmanipulationen des von Russland unterstützen Präsidentkandidaten hervorgerufen wurde und mit dem Sieg der demokratischen Bewegung endete. Solche drastischen Preiszunahmen würde die wirtschaftliche Situation in der Ukraine wesentlich verschlechtern und die Position der jungen Demokratie schwächen. Die Preiserhöhung wurde vom Präsident Putin persönlich in einer Fernsehrede gefordert. Parallel wurden für den weißrussischen Diktator Lukaschenko die Lieferpreise im Jahr 2006 auf um 5-fach niedrigerem Niveau garantiert.
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USA, Irak: Das Weiße Haus veröffentlicht eine Studie zur politisch-militärischen Strategie im Irak. In einer vor der Marineakademie Annapolis gehaltenen Rede fasst Präsident Bush zusammen, es werde in der jetzigen Krise keinen Rückzug aus dem Land ohne einen Sieg der Demokratie geben. Bush fordert von der Öffentlichkeit Geduld und hält einen konkreten Zeitplan der Truppenreduzierung für verfrüht. Berichte aus dem Irak bestätigten, dass der Aufbau der landesinternen Sicherheitskräfte rasch voranschreite.
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EU/USA. Nach einem Bericht der „Washington Post“ unterhält der US-Geheimdienst CIA mehrere Geheimgefängnisse für hochrangige Terrorverdächtige in Osteuropa und Asien. Zu den acht Standorten des verborgenen Gefängnissystems wurden neben Thailand und Afghanistan auch „mehrere Demokratien in Osteuropa“ genannt. Die Namen der osteuropäischen Länder hielt die Zeitung nach eigenen Angaben auf Bitten von US-Vertretern zurück. Diese fürchten demnach, dass nach einem Bekanntwerden der Gefängnisstandorte es zu Anschlagsversuchen kommen könnte. Auf diese Medienberichte hin hat sich nun die EU-Kommission eingeschaltet. Man werde die Berichte prüfen, versicherte ein Sprecher von EU-Justizkommissar Franco Frattini in Brüssel. Dabei handle es sich um eine „heikle Angelegenheit“, denn die EU habe keine direkten Kompetenzen in diesem Bereich.
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Leipzig: Der Parteivorsitzende der Grünen, Reinhard Bütikofer, kritisiert Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) heftig wegen der Durchsuchungsaktion gegen die Zeitschrift „Cicero“. Der „Leipziger Volkszeitung“ (Montagausgabe) sagt Bütikofer: „Otto Schily geriet in den letzten Jahren immer in Versuchung, sich selbst mit dem Staat zu verwechseln. Damit läuft er Gefahr, das Wesen demokratisch verliehener Macht zu verkennen.“

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