Denisova-Mensch

Die Denisova-Menschen waren eine Population der GattungHomo, die eng verwandt ist mit den Neandertalern und wie diese den anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens) nahe steht, jedoch genetisch von beiden Arten unterschieden werden kann. In der englischsprachigen Fachliteratur werden sie Denisova hominins oder kurz Denisovans genannt.

Die Denisova-Menschen lebten vor rund 40.000 Jahren – während der Altsteinzeit – im Altai-Gebirge im südlichen Sibirien. Belegt ist die Existenz dieser Population bislang nur durch drei kleine Fossilien aus der Denisova-Höhle: durch den Knochen eines kleinen Fingers sowie durch zwei hintere Backenzähne. Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde der Fingerknochen im März 2010, der zunächst entdeckte Backenzahn im Dezember 2010 und der zweite Backenzahn im November 2015. Ein zunächst ebenfalls den Denisova-Menschen zugeschriebener Knochen von einer Zehe wurde 2014 als von einem Neandertaler stammend erkannt.

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Leipzig/Deutschland: Im Fachmagazin Nature berichtet eine Gruppe Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie um Svante Pääbo über die Schwestergruppe Denisova-Mensch des Neandertalers, von der bislang nur ein Fingerknochen und ein Zahn überliefert sind, deren Gene aber im modernen Menschen fortleben.

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