Der vierjährige Posten

Der vierjährige Posten ist ein einaktiges Singspiel (= kleine Oper mit gesprochenen Dialogen) von Franz Schubert. Das Libretto, vollständig in Versen geschrieben und für eine Vertonung mit Rezitativen vorgesehen, verfasste Theodor Körner für den Komponisten Carl Steinacker (1784–1814), es wurde aber kurz nach seinem Tod auch in einer Körner-Werkausgabe publiziert, aus der Schubert es kannte. Obwohl Schuberts Singspiel schon 1815 entstanden war – er war damals 18 Jahre alt –, erlebte es erst am 23. September 1896 – fast 68 Jahre nach Schuberts Tod – seine Uraufführung in der Hofoper Dresden (heute: Semperoper). Später erfuhr das Werk verschiedene Bearbeitungen, von denen sich jedoch keine auf längere Zeit durchsetzte. Die neueste stammt von Irene Dische und Elfriede Jelinek, sie verwendet auch die Musik, die Gesangstexte und verschiedene Ideen des Librettos von Schuberts Singspiel Die Zwillingsbrüder.

Körners Original-Libretto wurde überaus häufig – mindestens 21-mal – vertont und gehörte damit zu den erfolgreichsten Versuchen, die französische Opéra comique auf deutsche Verhältnisse zu übertragen. Die versöhnliche Komponente im Anschluss an die Befreiungskriege und der Hinweis darauf, dass Kadavergehorsam den Untertanen durchaus individuelle Vorteile bringen könne, sind charakteristisch für das politisch-soziale Klima des Biedermeier.

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Die Uraufführung der Oper Der vierjährige Posten von Franz Schubert erfolgt fast 68 Jahre nach dem Tod des Komponisten an der Hofoper in Dresden.

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