Desoxyribonukleinsäure

Desoxyribonukleinsäure (kurz DNS; englisch DNA für deoxyribonucleic acid) (lat.-fr.-gr. Kunstwort) ist eine Nukleinsäure, die sich als Polynukleotid aus einer Kette von vielen Nukleotiden zusammensetzt. Das in den Chromosomen befindliche Biomolekül ist bei allen Lebewesen und bei vielen Viren (DNA-Viren, Pararetroviren) der Träger der Erbinformation, also die materielle Basis der Gene. Das Wort setzt sich zusammen aus des- (englisch: de-), den ersten beiden Silben von Oxygenium (Sauerstoff), den ersten beiden Silben von Ribose (siehe Desoxyribose) und Nukleinsäure.

Im Normalzustand ist DNA in Form einer Doppelhelix aufgebaut. Ihre Bausteine sind vier verschiedene Nukleotide, die jeweils aus einem Phosphat­rest, dem Zucker Desoxyribose und einer von vier organischen Basen (Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin, oft abgekürzt mit A, T, G und C) bestehen.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Leonard Lerman stirbt. Leonard Solomon Lerman war ein US-amerikanischer Molekularbiologe und Genetiker, der sich auf die Erforschung der DNA konzentrierte.
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Gestorben: Arthur Kornberg stirbt in Stanford, Kalifornien. Arthur Kornberg war ein US-amerikanischer Biochemiker. Zusammen mit Severo Ochoa erhielt er 1959 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin „für die Entdeckung des Mechanismus in der biologischen Synthese der Ribonukleinsäure und der Desoxyribonukleinsäure“. Einer seiner Söhne, Roger D. Kornberg, ist ebenfalls Nobelpreisträger.
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Gestorben: Francis Crick stirbt in San Diego, USA. Francis Harry Compton Crick OM war ein englischer Physiker und Biochemiker. Er entdeckte zusammen mit James Watson die Molekularstruktur der Desoxyribonukleinsäure (DNA).
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Gestorben: Colin MacLeod stirbt. Colin Munro MacLeod war ein kanadisch-amerikanischer Genetiker. Er studierte 1925 bis 1932 an der McGill University Medizin. Nach einem Aufenthalt am Montreal General Hospital ging er 1934 an die Rockefeller University, wo er unter Oswald Avery und Rufus Cole an der Transformation von Streptococcus pneumoniae forschte. Er war dabei an der Aufklärung der DNA als Träger der genetischen Information beteiligt.
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Gestorben: James Hanratty stirbt in Bedford. James Hanratty war eine der letzten Personen, die in Großbritannien hingerichtet wurden. Hanratty war des Mordes an Michael Gregsten und der Vergewaltigung von Valerie Storie angeklagt und wurde trotz widersprüchlicher Zeugenaussagen zum Tode durch den Strang verurteilt. Sein Fall führte zu einer breiten Diskussion über die Todesstrafe in der britischen Öffentlichkeit und galt lange Zeit als Justizirrtum. Eine 2002 durchgeführte DNA-Analyse bestätigte mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit seine Schuld. Obwohl der Court of Appeal of England and Wales im Mai des Jahres 2002 entschied, dass Hanrattys Schuld ohne jeden Zweifel bestätigt sei, gilt seine Hinrichtung nach wie vor als eine der umstrittensten Entscheidungen der britischen Justiz.

Geschichte > Übersicht

1944

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Oswald Avery, Colin MacLeod und Maclyn McCarty: Transformation von Bakterien durch DNA (Genetik)

Meilensteine der Biochemie > 20. Jahrhundert

1953

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– Aufklärung der Struktur der DNA durch James Watson und Francis Crick (Biochemie)

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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James Watson und Francis Crick enträtseln aufgrund der Röntgenstrukturdaten von Rosalind Franklin und Maurice Wilkins die Doppelhelix-Struktur der Erbsubstanz Desoxyribonukleinsäure (DNS).

Wissenschaft & Technik

1958

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Meselson-Stahl-Experiment: Matthew Meselson und Franklin Stahl weisen am Darmbakterium Escherichia coli die semikonservative Replikation der DNA nach.

1944

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Oswald Theodore Avery weist nach, dass die DNA und nicht die Proteine Träger der genetischen Information ist.

Biophysiker und für die Biophysik Forscher

1962

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Maurice Wilkins und Rosalind Franklin, Pioniere der DNA-Kristallographie, Nobelpreis (Biophysik)

Rassen im Doctor-Who-Universum > Timelords > Bekannte Timelords

2008

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taucht der Master im finalen Dreiteiler der dritten Doctor-Who-Staffel (Folgen: 3.11 Utopia, 3.12 The Sound of the Drums und 3.13 Last of the Time Lords) wieder auf. Zunächst wird eine stark gealterte Inkarnation in der Folge Utopia (3.11) von Sir Derek Jacobi dargestellt. Diese Inkarnation ist der Vernichtung der übrigen Timelords dadurch entgangen, dass er seine Timelord-DNS mit vollständig menschlicher überschrieben und sich eine künstliche menschliche Identität verschafft hat. Damit der Prozess vollständig ist, musste er auch sein Timelord-Bewusstsein von seinem Körper trennen. Dies konservierte er in einem Gerät, das optisch einer Taschenuhr nachempfunden ist, damit es nicht auffällt – ein Prozess, den der Doktor in der Doppelfolge Human Nature (3.08)&The Family of Blood (3.09) ebenfalls reversibel durchlaufen hat. Das Problem bei diesem Prozess ist, dass der Master jedwede Erinnerung an sein früheres Leben ebenfalls verliert und nur noch in Träumen sich an seine Identität erinnert, bis er die Taschenuhr öffnet und wieder zum Timelord wird. Bis dahin lebt er sein Leben in der Identität des Professor Yana im Jahr 3? Billionen, kurz vor dem Ende des Universums. Am Ende der Folge öffnet der als Mensch zum Greis gealterte Yana schließlich die Uhr und wird so wieder zum Timelord und sich seiner eigentlichen Identität als Master bewusst. Unmittelbar danach versucht er dem Doktor zu schaden. Yanas Assistentin Chantho versucht ihn aufzuhalten und schießt ihn dabei an. Der Master flieht in die nahe gelegene TARDIS des Doktors. wo er zu seiner nächsten Inkarnation, verkörpert von John Simm, regeneriert. (Doctor Who)

Tagesgeschehen

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Leipzig/Deutschland: Im Fachmagazin Science berichten Forscher um Richard Green und Svante Pääbo vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie über den Erwerb von ein bis vier Prozent der menschlichen DNS durch eine Vermischung mit Neandertalern.
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Kairo/Ägypten: Ägyptische Archäologen identifizieren nach eigenen Angaben die Mumie der Pharaonin Hatschepsut anhand von durch DNA-Analysen und Scanner-Tests. Die Mumie war bereits 1903 bei Grabungen im Tal der Könige gefunden worden, hatte aber niemals eine Zuordnung erfahren.
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Bagdad/Irak: Die Leiche eines der drei seit zwei Wochen vermissten US-Soldaten wird im Euphrat nahe der Ortschaft Mussajab aufgefunden. Der Körper weist Schusswunden und Folterspuren auf. Ein DNA-Test beweist die Identität des Mannes. Die Soldaten gelten vermisst, seitdem am 12. Mai ein Konvoi überfallen worden war. Dabei waren bereits vier Soldaten und ihr Dolmetscher getötet worden.
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Ankara/Türkei: In der türkischen Hauptstadt zündet der Selbstmordattentäter Güven Akkuş mit Verbindungen zur PKK einen Bombensatz auf einem belebten Markt vor einem Bürogebäude. Sechs Menschen werden getötet, rund 100 Personen verletzt. Nach Angaben des Gouverneurs von Ankara, Kemal Onal, ist der Attentäter durch einen Daumenabdruck und eine DNA-Analyse überführt worden, da er vor Jahren wegen der Mitgliedschaft und des Anklebens illegaler Plakate der türkischen kommunistischen Organisation - der TİKB - inhaftiert worden war.
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Kiel/Deutschland: In Kiel wird einer der beiden Verdächtigen, die im Juli Kofferbomben in Regionalzüge deponiert hatten, aufgrund von DNA-Spuren und weiteren Indizien festgenommen.

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