Deutsch-Balten

Die Deutsch-Balten (oder Deutschbalten, auch Baltendeutsche, veraltet: Balten) sind eine ursprünglich im Bereich des heutigen Estland und Lettland ansässige deutschsprachige Minderheit, die ab dem späten 12. Jahrhundert als eingewanderte Oberschicht großen Einfluss auf Kultur und Sprache der Letten und Esten hatte. Außerdem spielte der deutschbaltische Adel eine bedeutende Rolle in der Geschichte Russlands. Aus seinen Reihen kamen zahlreiche russische Minister, Politiker, Generäle und Admiräle. Besonders im 19. Jahrhundert spielte die deutschsprachige baltische Universität Dorpat (heute Tartu) eine Rolle im deutschen Kulturleben.

Die Deutschbalten stellten den Adel und den Großteil des Bürgertums in den ursprünglichen baltischen Provinzen Kurland, Livland, Estland und Ösel, kaum hingegen in Litauen. Heute sind nur noch sehr wenige Deutschsprachige in den baltischen Ländern ansässig.

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Asien

1921

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13. März: In der Mongolei wird eine unabhängige Monarchie ausgerufen. Der deutschbaltische Baron Roman von Ungern-Sternberg wird alleiniger Herrscher unter dem nominellen Oberhaupt Bogd Khan. Eine sechsmonatige Diktatur beginnt.

Politik & Weltgeschehen

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
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In der Mongolei wird eine unabhängige Monarchie ausgerufen. Der deutschbaltische Baron Roman von Ungern-Sternberg wird alleiniger Herrscher unter dem nominellen Oberhaupt Bogd Khan. Eine sechsmonatige Diktatur beginnt. (13. März)

B

1992

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Ulrichslegende. Oper. Musik: Kurt Schwertsik. UA (Liste von Librettisten)

Geschichte > Zwanzigstes Jahrhundert

1950

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– Reorganisation der exilierten Deutschbalten in Landsmann- und Ritterschaften

1945

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– Deportation der in Estland gebliebenen Deutsch-Balten (342 Personen)

1939

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– Ende der Geschichte der Deutschen im Baltikum mit dem Hitler-Stalin-Pakt: Im Oktober wurden mit Estland und Lettland Umsiedlerverträge vereinbart. Zum Jahresende waren bereits mehr als 50.000 Deutsche aus Lettland und 14.000 aus Estland umgesiedelt, die Mehrzahl in die gerade annektierten Gaue Wartheland und nach Danzig-Westpreußen. Die Nachumsiedler, einige tausend 1940, weitere 7.000 aus Estland und 10.000 aus Lettland 1941, wurden in das Altreich umgesiedelt.

1920

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– Bodenreform: Enteignungen und darauf folgend Emigration vieler Deutschbalten.

1919

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Kämpfe deutscher und baltendeutscher Freikorps, zunächst gegen Bolschewiki, dann auch gegen die jungen baltischen Staaten.

"Deutsch-Balten" in den Nachrichten