Deutsche Zentrumspartei

Die Deutsche Zentrumspartei (Kurzbezeichnung Zentrum, früher Z und DZP) ist eine deutsche Partei. Sie war bis zum Ende der Weimarer Republik 1933 als Vertreterin des katholischen Deutschlands und des politischen Katholizismus eine der wichtigsten Parteien im Deutschen Reich.

Mit der Gründung der CDU als überkonfessioneller Sammlungspartei verlor das Zentrum nach dem Zweiten Weltkrieg größere Teile seiner Wähler- und Mitgliederbasis. Seit Mitte der 1950er Jahre stellt sie bis heute lediglich eine Kleinpartei dar. Die Partei führt den Namenszusatz Älteste Partei Deutschlands – gegründet 1870, weil sie unter ihrer Bezeichnung kontinuierlich in Erscheinung trat, während andere Parteien (ab 1861 die Deutsche Fortschrittspartei als FDP-Vorläufer oder die SPD ab 1863 in Form des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins) wechselnde Parteinamen führten.

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Geboren & Gestorben

1860

Geboren > 19. Jahrhundert:
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Anna Croissant-Rust, deutsche Schriftstellerin (10. Dezember)

Ereignisse

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Bei der Reichstagswahl erhält die Deutsche Zentrumspartei den höchsten Stimmenanteil und stellt rund ein Viertel der Abgeordneten im neuen Reichstag.

stop > Zentrumspartei vor 1945 > Aufsätze

1899

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James C. Hunt: Die Parität in Preußen : Hintergrund, Verlauf und Ergebnis eines Aktionsprogramms der Zentrumspartei, in: Historisches Jahrbuch. Jg. 102, München/Freiburg 1982, S. 418–434.

1870

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Ernst Heinen: Windthorst und die Gründung der preussischen Zentrumsfraktion , in: Historisches Jahrbuch. Jg. 111,1, München/Freiburg 1991, S. 452–456.

Europa

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Landtagswahlen: Mit 99 Sitzen bleibt das Zentrum stärkste Partei in Bayern.
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Bei den Wahlen zum 11. Deutschen Reichstag erhält die SPD 31,7 % und 81 Mandate, das Zentrum 19,8 % und 100 Mandate, die Deutsch-Konservativen 10,0 % und 54 Mandate und die Nationalliberalen 13,9 % und 51 Mandate. Damit behalten die Befürworter von Schutzzöllen und Flottenvorlage eine komfortable Mehrheit (237 der 397 Sitze).

Geschichte > Bekannte KDFB-Frauen

1919

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Marie Zettler, Mitglied der Deutschen Zentrumspartei und Mitglied der Nationalversammlung von (Katholischer Deutscher Frauenbund)

Sport

1924

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Wahlergebnisse > Wahlergebnisse von 1919 bis 1933: SPD 46, DVP 19, DDP 14, DNVP 10, KPD 9, Hausbesitzer 8, Nationalsozialistische Freiheitsbewegung 4, DVP und DNVP Bremerhaven 4, Deutsche Zentrumspartei 2, Bodenreformer 1, Landeswahlverband Bremen-Landgebiet 2, Bürgerliche Vereinigung Vegesack 1 (Bremische Bürgerschaft)

1908

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Kultur und Sehenswürdigkeiten > Sport: gründete der damalige Kaplan der Pfarrei Memmelsdorf, Michael Schütz, einen Radfahrerverein Windthorst. 1911 sonderten sich 3 Damen und 19 Herren aus Drosendorf von dem Memmelsdorfer Verein ab und gründeten den Radsportverein Windthorst RSV Drosendorf. Bis 1933 war der Verein der Mittelpunkt des geselligen Lebens in Drosendorf. Er hatte eine Theatergruppe und eine Gesangsgruppe. 1947 wurde der Radsportverein RSV Windthorst Drosendorf wiedergegründet. Zum 50-jährigen Stiftungsjubiläum 1961 stand der Radsport noch hoch im Kurs, doch dann entwickelte sich der Verein zu einem allgemeinen Sportverein. Obwohl die Windthorstvereine (benannt nach dem ZentrumspolitikerLudwig Windthorst) einst weit verbreitet waren, dürfte es heute in ganz Deutschland keinen weiteren Sportverein geben, der sich Windthorst nennt.

Oberbürgermeister

1930

Bürgerschaft von 1920 bis 1933 > Anzahl der Mitglieder nach Parteien geordnet

1933

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(96 Abg.): SPD 32, NSDAP 32, Kampffront Schwarz-Weiß-Rot (ex DNVP) 13, KPD 12, DVP 6, Zentrum 1 (Bremische Bürgerschaft von 1854 bis 1933: Wahlergebnisse und Mitglieder)

1924

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SPD 46, DVP 19, DDP 14, DNVP 10, KPD 9, Hausbesitzer 8, Nationalsozialistische Freiheitsbewegung 4, DVP und DNVP Bremerhaven 4, Deutsche Zentrumspartei 2, Bodenreformer 1, Landeswahlverband Bremen-Landgebiet 2, Bürgerliche Vereinigung Vegesack 1 (Bremische Bürgerschaft von 1854 bis 1933: Wahlergebnisse und Mitglieder)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1933

Ämter und Ehrungen:
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Mitglied der Deutschen Zentrumspartei bis zum Parteienverbot (Wilhelm Roelen)

Söhne und Töchter der Gemeinde

1933

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Georg Schreiber (1882–1963), Wissenschafts- und Kulturpolitiker, Zentrumspolitiker, Universitätsprofessor, Päpstlicher Hausprälat, Apostolischer Protonotar, Senator der Max-Planck-Gesellschaft, Reichstagsabgeordneter für den Wahlkreis Westfalen-Nord von 1920 bis (Rüdershausen)

Mitgliedschaften

1933

Mitgliedschaft:
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Mitglied der Zentrumspartei 1906 (Heinrich Frings)

Geschichte > Eckpunkte der Stadtgeschichte > Villingen

1933

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Bei der Märzwahl zum Reichstag entfielen in Villingen 33,3 Prozent auf die NSDAP und 33,1 Prozent auf das Zentrum. (Villingen-Schwenningen)

Politik & Weltgeschehen

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Gründung der Gesamtdeutschen Volkspartei (GVP) durch die Bundestagsabgeordneten Thea Arnold, Helene Wessel (beide Deutsche Zentrumspartei), Hans Bodensteiner (CSU) und Hermann Etzel (Bayernpartei) sowie die späteren Bundespräsidenten Gustav Heinemann und Johannes Rau.

1946

Politik > Stadtoberhäupter:
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Karl Feih, Zentrum (Oberhausen)

1946

Politik > Bürgermeister:
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1946 bis 1949 Theodor Nottebaum (??? 1964) (Zentrum) (Werl)

1945

Politik > Bürgermeister:
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– 1946: Wilhelm Rheinländer, vermutlich zunächst: Zentrum, dann: CDU2 (Herten)

1945

Politik und Gesellschaft > Bürgermeister der Gemeinde Walsum (1905–1958):
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1945 bis 1946 Carl Lomb (Zentrum) (Duisburg-Walsum)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1997

Veröffentlichungen:
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Robert Guderian, Otto Wienhaus: Neuartige Waldschäden und Luftverunreinigungen, AFZ-Der Wald, 16, , 891–895.

Sommertour > Moderatoren der KiKA Sommertour

2007

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Juri Tetzlaff, Singa Gätgens und Lukas Koch (kika.de-Show moderiert von Tanja Mairhofer und Stephie Müller-Spirra) (KiKA)

stop > Zentrumspartei vor 1945 > Monografie

1999

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Bernd Haunfelder: Reichstagsabgeordnete der Deutschen Zentrumspartei 1871–1933. Biographisches Handbuch und historische Photographien (= Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Bd. 4), Düsseldorf

1999

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Helmut Lensing: Die Wahlen zum Reichstag und zum Preußischen Abgeordnetenhaus im Emsland und in der Grafschaft Bentheim 1867 bis 1918 – Parteiensystem und politische Auseinandersetzung im Wahlkreis Ludwig Windthorsts während des Kaiserreichs (= Emsland/Bentheim. Beiträge zur Geschichte Bd. 15), Sögel

1994

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Uwe Mazura: Zentrumspartei und Judenfrage 1870/71–1933. Verfassungsstaat und Minderheitenschutz (= Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte, Reihe B: Forschungen, Bd. 62), Mainz

1992

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Heinz Hürten: Deutsche Katholiken 1918–1945, Paderborn

1992

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Karsten Ruppert: Im Dienst am Staat von Weimar. Das Zentrum als regierende Partei in der Weimarer Demokratie 1923–1930 (= Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Bd. 96), Düsseldorf

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