Deutscher Evangelischer Kirchentag

Der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) ist eine Bewegung evangelischer Laien, die alle zwei Jahre mehrtägige Großveranstaltungen (Kirchentage) durchführt.

Der Deutsche Evangelische Kirchentag versteht sich als eine freie Bewegung von Menschen, die der christliche Glaube und das Engagement für die Zukunft von Kirche und Welt zusammenführt. Er ist institutionell unabhängig von den evangelischen Kirchen.



Geschichte




Es gab in der deutschen Kirchengeschichte bereits vor 1949 Zusammenschlüsse und Treffen unter dem Namen Deutscher Evangelischer Kirchentag; sie haben mit dem heutigen DEKT keine direkte Verbindung. Siehe hierfür Deutscher Evangelischer Kirchentag (Begriffsklärung).Im Jahr 1848 fand eine Versammlung „evangelischer Männer“ in Wittenberg statt, die als Kirchentag bezeichnet wurde. Bis 1872 wurden 15 solcher Kirchentage durchgeführt ("Deutscher Evangelischer Kirchentag").Nach dem Ersten Weltkrieg entstand eine zweite Kirchentagsbewegung. In Dresden fand im Jahr 1919 ein Kirchentag statt, zu dem vor allem die einzelnen Landeskirchen zusammenkamen, mit dem Ziel der Gründung eines Kirchenbundes, eines Vorläufers der heutigen EKD.Der heute bekannte DEKT wurde 1949 nach der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges vor allem von Reinold von Thadden-Trieglaff und Freunden ins Leben gerufen und hatte seine Wurzeln in einer Mischung des Pietismus und der Verbundenheit zur weltweiten Ökumene. Ihm waren bereits ab 1932 kleinere regionale Kirchentage vorangegangen. Zuerst gab es 1932 in Stettin einen pommerschen Kirchentag, den von Thadden mit organisiert hatte, und an welchem 20.000 Menschen zusammenkamen. In den Folgejahren wurden diese Kirchentage vor allem von der Bekennenden Kirche zur Zurüstung der Gemeinde genutzt. 1935 fand in Hannover eine erste „evangelische Woche“ statt, die von Kirchen organisiert wurde, die sich in Opposition zur gleichgeschalteten Kirche sahen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es erste „Evangelische Wochen“ 1947 in Flensburg, 1948 in Frankfurt am Main.Im Jahr 1949 fand dann auf Einladung des Landesbischofs Hanns Lilje in Hannover eine erneute, dieses Mal deutschlandweit initiierte Evangelische Woche statt, die heute als erster Kirchentag betrachtet wird. Der Präses der EKD-Synode und spätere Bundespräsident Gustav Heinemann verlas hier die Gründungserklärung eines fortan regelmäßig durchzuführenden Deutschen Evangelischen Kirchentages, derZunächst fanden diese Treffen jährlich statt, bis dann Mitte der 1950er Jahre ein zweijährlicher Rhythmus eingeführt wurde.Von größter Bedeutung war der Kirchentag 1951 in Gesamt-Berlin, der auch von den Ostberliner Behörden unterstützt wurde. So wurde das FDJ-Zeltlager (Schmetterlingshorst) zur Unterbringung der jungen Kirchentagsgäste zur Verfügung gestellt....

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Gertrud Osterloh stirbt in Wentorf bei Hamburg. Gertrud Osterloh war eine evangelische Theologin und von 1970 bis 1971 Präsidentin des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Augsburg.
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Gestorben: Reinold von Thadden stirbt in Fulda, Hessen. Reinold Leopold Adolf Ludwig von Thadden war ein deutscher Jurist, Politiker, Mitglied der Bekennenden Kirche und Gründer des Deutschen Evangelischen Kirchentages und dessen erster Präsident.

1966

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Geboren: Christina Aus der Au Heymann wird in Luzern geboren. Christina Aus der Au Heymann ist eine schweizerische evangelisch-reformierte Theologin und Philosophin. Sie ist Dozentin an der Theologischen Fakultät der Universität Basel und Geschäftsführerin des Zentrums für Kirchenentwicklung der Universität Zürich. Christina Aus der Au gehört dem Vorstand des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentags an und ist die Präsidentin des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Berlin und Wittenberg im Jahr des 500. Reformationsjubiläums 2017.
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Geboren: Harald Schroeter-Wittke wird in Duisburg geboren. Harald Schroeter-Wittke ist ein deutscher Praktischer Theologe und Inhaber des Lehrstuhls für Didaktik der Evangelischen Religionslehre mit Kirchengeschichte am Institut für Evangelische Theologie der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn. Er ist Mitglied des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentags und engagiert sich an der Schnittstelle von Religion und Kunst, z. B. als Leitungsmitglied des bundesdeutschen Arbeitskreises „Populäre Kultur und Religion“, sowie als Stellvertretender Vorsitzender im Ständigen Ausschuss „Kunst“ des Deutschen Evangelischen Kirchentages.
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Geboren: Margot Käßmann wird in Marburg als geborene Margot Schulze geboren. Margot Käßmann ist eine deutsche evangelisch-lutherische Theologin und Pfarrerin in verschiedenen kirchlichen Leitungsfunktionen. Sie war unter anderem Mitglied im ÖRK (1983–2002), Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages (1995–1999), Präsidentin der Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen (seit 2002), Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers (1999–2010) und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) (2009–2010). Im Februar 2010 trat sie nach der polizeilich festgestellten Straftat einer Autofahrt unter erheblichem Alkoholeinfluss von Bischofsamt und EKD-Ratsvorsitz zurück. Seit 27.?April 2012 ist sie „Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017“ im Auftrag des Rates der EKD.

Mitgliedschaften

1984

Mitgliedschaft:
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Mitglied des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentages (Rudolf von Thadden)

Persönlichkeiten (nach Geburtsjahr)

1987

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Eleonore von Rotenhan (* 1939), deutsche Sozialwirtin, Präsidentin des Evangelischen Kirchentages (Rotenhan (Adelsgeschlecht))

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1989

Werk > Komposition > Vokalwerk:
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Der 90. Psalm für Chor und Orchester. UA Berlin (Maria Scharwieß)

Eigene Programme

1991

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„Spirit blows in Video soul“ – 10 internationale Videokunstproduktionen zum 24. Deutscher Evangelischer Kirchentag 1991, Fletch Bizzel, 24. Mai 1991, Evangelische Stadtakademie, Bochum, 25. Mai (Offensive Video Kunst)

Briefmarken

1991

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Briefmarke der Deutschen Bundespost : 100.? Geburtstag des Gründers des Deutschen Evangelischen Kirchentages Reinold von Thadden-Trieglaff

1981

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Briefmarke der Deutschen Bundespost : Deutscher Evangelischer Kirchentag in Hamburg

1977

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Briefmarke der Deutschen Bundespost Berlin : Deutscher Evangelischer Kirchentag in Berlin (West)

1973

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Briefmarke der Deutschen Bundespost : Deutscher Evangelischer Kirchentag in Düsseldorf

1969

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Briefmarke der Deutschen Bundespost : Deutscher Evangelischer Kirchentag in Stuttgart

Sport

1993

sportliche Ereignisse und kulturelle Veranstaltungen (ohne Konzerte) > Religion und Politik:
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25. Deutscher Evangelischer Kirchentag (Olympiastadion München)

1983

sportliche Ereignisse und kulturelle Veranstaltungen (ohne Konzerte) > Andere sportliche Ereignisse:
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Internationales Leichtathletikmeeting (Olympiastadion München)

1977

Wettbewerb:
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Internationaler Orgelwettbewerb beim Deutschen evangelischen Kirchentag (Jon Laukvik)

Stellen

1995

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Motto des Deutschen Evangelischen Kirchentags (Buch Micha)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1998

Ehrung:
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Lyrikwettbewerb des 28. Deutschen Evangelischen Kirchentages (Jürgen Völkert-Marten)

1994

Ehrung:
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Lyrikpreis des Evangelischen Kirchentags Hamburg (Margot Schroeder)

1994

Träger des Theodor-Heuss-Preises:
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Der 25. Deutsche Evangelische Kirchentag in München (Theodor-Heuss-Stiftung)

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1998

Gründung:
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Fischy Music ist eine schottische Musikgruppe, die in Deutschland vor allem durch ihre zahlreichen Auftritte bei den Evangelischen Kirchentagen der Jahre 2005 und 2007 bekannt wurde.

Tagesgeschehen

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Ulm/Deutschland. Eröffnung des 95. deutschen Katholikentages unter dem Motto "Leben aus Gottes Kraft". Der zweijährig stattfindende Katholikentag mit geschätzten 30.000 Teilnehmern, auch aus Politik und Wirtschaft, ist das zweitgrößte Kirchenereignis in Deutschland hinter dem in ungeraden Jahren stattfindenden Deutschen Evangelischen Kirchentag mit 100.000 Teilnehmern.

Lied

2006

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– „In Deinem Licht (Wir finden Schutz unter deinen Flügeln)", (Deutscher Evangelischer Kirchentag, Köln 2007; Text: Hans-Jürgen Netz) (Arndt Büssing)

1985

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– „Manchmal" (Deutscher Evangelischer Kirchentag, Düsseldorf ; Text Wilhelm Bruners) (Arndt Büssing)

Aktuelle und geplante Kirchentage

2017

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ist ein Kirchentag zum Reformationsjubiläum vorgesehen. Dieser Kirchentag soll vom 24. bis 27. Mai in Berlin stattfinden. Der abschließende Großgottesdienst am 28. Mai ist für Wittenberg geplant.

2017

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ist ein Kirchentag zum Reformationsjubiläum vorgesehen. Berliner Senat und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz erwarten, dass der Kirchentag in Berlin stattfinden wird. Nach bisherigen Planungen ist an den 24. bis 28. Mai gedacht. Nachgedacht wird auch über einen Abschluss mit einem Großgottesdienst in Wittenberg.

2015

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soll der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag vom 3. bis 7. Juni in Stuttgart stattfinden

"Deutscher Evangelischer Kirchentag" in den Nachrichten