Deutsches Kaiserreich

Deutsches Kaiserreich ist die retrospektive Bezeichnung für das Deutsche Reich von 1871 bis 1918. Während dieses Zeitraums war der deutsche Nationalstaat eine bundesstaatlich (oder auch gliedstaatlich) organisierte, am monarchischen Prinzip ausgerichtete konstitutionelle Monarchie.

Die deutsche Reichsgründung erfolgte mit Beginn der Wirksamkeit der neuen Verfassung zum 1. Januar 1871. Sie wurde durch ein wenig spektakuläres, geheim vorbereitetes militärisch-höfisches Zeremoniell inszeniert, die Kaiserproklamation des preußischen Königs Wilhelm I. am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal von Versailles. Währenddessen befand sich das Kaiserreich noch im Deutsch-Französischen Krieg. Auf kleindeutscher Grundlage und unter der Herrschaft der preußischen Hohenzollern war damit erstmals ein deutscher Nationalstaat entstanden. Zur Hauptresidenz des deutschen Kaisers und preußischen Königs war das Berliner Schloss.

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Deutsch-Französischer Krieg & Deutsche Reichseinigung

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Der Reservatrechtevertrag mit dem Königreich Württemberg schließt den Reigen der Novemberverträge vor Gründung des Kaiserreichs ab.
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Im Vertrag von Versailles tritt das Königreich Bayern zur Gründung des Kaiserreichs dem Norddeutschen Bund bei, handelt aber Reservatrechte aus. Die Novemberverträge gestatten ihm unter anderem eigenes Heer, eigenes Postwesen und eigene Eisenbahnen.

Deutsch-Französischer Krieg

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Der Vorfrieden von Versailles wird zwischen Otto von Bismarck für das Deutsche Reich und Adolphe Thiers für Frankreich geschlossen. Der Deutsch-Französische Krieg wird endgültig einige Wochen später im Friede von Frankfurt beendet.

Ära Bismarck > Politik nach der Wende von 1878/1879 > Einführung der Sozialversicherung

1889

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der Invaliditäts- und Altersversicherung.

1884

Balkankriege

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Nachdem die Osmanen bereits am 1. Mai einen Waffenstillstand erreicht haben, endet der Erste Balkankrieg auf Vermittlung Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands, Russlands, Österreich-Ungarns und Italiens mit dem Londoner Vertrag. Vertragsschließende Staaten waren Serbien, Griechenland, Bulgarien und Montenegro auf der einen Seite und deren Kriegsgegner das Osmanische Reich auf der anderen Seite. Die Osmanen verzichten auf alle europäischen Gebiete westlich der Linie zwischen Midia am Schwarzen Meer und Enez an der Ägäisküste, die Insel Kreta vereinigt sich offiziell mit Griechenland. Die Unabhängigkeit Albaniens wird von den europäischen Mächten anerkannt.

Das Deutsche Reich & seine Verbündeten

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Marinekonvention zwischen dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn und Italien. (Einheitliche Verwendung der Seestreitkräfte im Mittelmeer.)

Ära Bismarck > Bündnisse und Außenpolitik > Beginn des deutschen Imperialismus

1914

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?Deutsches Kolonialreich

Erster Weltkrieg

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Mit Inkrafttreten des Waffenstillstandsabkommens von Compiègne zwischen dem Deutschen Kaiserreich und Frankreich endet der Erste Weltkrieg. Er hat über neun Millionen Menschenleben gefordert.

1918

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7. März: Finnland und das Deutsche Kaiserreich schließen in Berlin einen Sonderfrieden.
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Die Mittelmächte Deutschland, Österreich-Ungarn und Bulgarien verbünden sich. Vom geschlossenen Bündnis mit dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn erhofft sich der bulgarische König Ferdinand I. die Chance, Gebietsverluste seines Landes zu revidieren, die der Friede von Bukarest nach dem zweiten Balkankrieg mit sich brachte.

Julikrise & Erster Weltkrieg

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Kriegserklärung des Deutschen Reiches an Russland und gleichzeitige Mobilmachung des Reichsheeres, Frankreich mobilisiert ebenfalls seine Armee, Augusterlebnis

Deutsches Reich

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Das Reichsland Elsaß-Lothringen des deutschen Kaiserreiches wird von Frankreich aufgelöst.
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Der deutsche KaiserWilhelm I. wird bei einem Attentat durch einen Schrotschuss von Karl Eduard Nobiling schwer verwundet. Der Attentäter schießt sich vor der Festnahme in den Kopf und stirbt wenig später.

1872

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Vor dem 22. März (?) wird Berlin die Hauptstadt des Deutschen Kaiserreichs.

Politik > Städtepartnerschaften

1997

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China Volksrepublik Peking, Volksrepublik China (Paris)

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen

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Im Ersten Weltkrieg beginnt die deutsche Frühjahrsoffensive, die bis zum 17. Juli dauern wird. Die Operation Michael, die nur wenig Geländegewinn bringt, besiegelt endgültig die Niederlage des Deutschen Reichs. (21. März)
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Finnland und das Deutsche Kaiserreich schließen in Berlin einen Sonderfrieden im Ersten Weltkrieg. (7. März)
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Erster Weltkrieg: Das Deutsche Reich erklärt Frankreich den Krieg und marschiert – dem Schlieffenplan folgend – im neutralen Belgien ein. Gleichzeitig versucht der deutsche Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg in einem Brief, England zu bewegen, in diesem Krieg neutral zu bleiben, obwohl es Mitglied der Entente ist und einen Beistandsvertrag mit Belgien abgeschlossen hat. (3. August)
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Im Antiqua-Fraktur-Streit entscheidet sich der deutsche Reichstag mit drei Vierteln der Stimmen gegen die Einführung der Antiqua als Amtsschrift. Die Fraktur bleibt damit weiterhin Amtsschrift im Deutschen Reich. (17. Oktober)
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Hendrik Witbooi, Kapitän der in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika siedelnden Witbooi, kündigt den bestehenden Schutzvertrag und erklärt dem Deutschen Reich den Krieg. Mit Überfällen auf deutsche Siedler beginnt der Namakrieg. (3. Oktober)
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Der Sudanvertrag zwischen Großbritannien und Frankreich legt die Grenze zwischen Französisch-Äquatorialafrika und dem Anglo-Ägyptischen Sudan fest. Damit werden die Spannungen zwischen den beiden Ländern nach der Faschoda-Krise beigelegt, jedoch führt der Vertrag zur Ersten Marokkokrise mit dem Deutschen Kaiserreich, das in Marokko mehr Mitspracherecht fordert. (21. März)
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Die chinesische Bucht Kiautschou wird nach deutschen Zwangsmaßnahmen von China für 99 Jahre an das Deutsche Reich verpachtet. Die chinesische Regierung gibt alle Hoheitsrechte innerhalb des Pachtgebietes sowie einer 50? km breiten Sicherheitszone auf. Zudem erteilt die chinesische Regierung dem Deutschen Reich Konzessionen zum Bau zweier Eisenbahnlinien und dem Abbau örtlicher Kohlevorkommen. (6. März)

1894

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Zwischen Russland und Frankreich tritt der Zweiverband in Kraft. Durch das Defensivbündnis kann Frankreich seine fast zwei Jahrzehnte währende Isolation beenden, während Deutschland in eine bereits von Otto von Bismarck gefürchtete Zweifrontenlage gerät. (4. Januar)
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Mit dem Tod seines Vaters Wilhelm I. wird Friedrich? III. zum Kaiser des Deutschen Kaiserreichs. Nach 99 Tagen endet seine Regentschaft durch den Tod an Kehlkopfkrebs. (9. März)
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Otto von Bismarck wird von Kaiser Wilhelm I. zum ersten Reichskanzler des neu gegründeten Deutschen Kaiserreichs ernannt und in den Fürstenstand erhoben. Als erstes Mitglied nimmt er Hermann von Thile, Staatssekretär für Auswärtiges, in sein Kabinett auf. (21. März)
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Im Deutschen Reich werden im Zuge des Kulturkampfes nach dem Schulaufsichtsgesetz alle Schulen unter staatliche Aufsicht gestellt und die kirchlichen Schulinspektionen abgelöst. (11. März)
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Im Deutschen Kaiserreich findet die Wahl zum 1. Deutschen Reichstag statt, zu der etwa 20? % der Bevölkerung wahlberechtigt sind. Die Nationalliberale Partei, die die Politik Otto von Bismarcks unterstützt, wird stärkste Partei. (3. März)

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