Deva (Rumänien)

Deva
Diemrich
Dva
Wappen von Deva (Rumänien)
Basisdaten
Staat:Rumnien
Historische Region:Siebenbrgen
Kreis:Hunedoara
Koordinaten:4552?N, 2255?OKoordinaten:4552?19?N, 2254?42?O
Zeitzone:OEZ (UTC+2)
Hhe:187m
Flche:58,83km
Einwohner:61.123 (20. Oktober 2011 )
Bevlkerungsdichte:1.039 Einwohner je km
Postleitzahl:330005?330260
Telefonvorwahl:(+40) 02 54
Kfz-Kennzeichen:HD
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016 )
Gemeindeart:Munizipium
Gliederung:Deva, Archia, Brcea Mic?, Cristur, Sntuhalm
Brgermeister:Mirica Muntean (PSR)
Postanschrift:Pia?a Unirii, nr. 4
ora?ul Deva, jud. Hunedoara, RO?330152
Website:
Sonstiges
Stadtfest:Volksfest, am 3. Wochenende im Januar

Deva ( Aussprache?/i; deutsch Diemrich, ungarisch Déva) ist die Hauptstadt des Kreises Hunedoara in Siebenbürgen, Rumänien.

Der Ort wurde auch unter den deutschen Bezeichnungen Schlossberg und Denburg erwähnt.



Inhaltsverzeichnis



Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deva (rotes Viereck) - Rumänien - Nachbarorte: Alba Iulia, Turda, Sibiu, Petroșani, Hunedoara
Bild: Consiliul Județean Hunedoara.
Lizenz: PD-RO-exempt (coats of arms)
Burg Deva
Bild: Consiliul Județean Hunedoara.
Lizenz: PD-RO-exempt (coats of arms)

Die Stadt Deva befindet sich am linken Ufer des Mureș (Mieresch), südlich des Siebenbürgischen Erzgebirges in der historischen Region des Komitats Hunyad (Eisenmarkt). In der Nordhälfte des Kreises Hunedoara, an der Europastraße 68 und der Bahnstrecke Arad–Alba Iulia, liegt die Stadt am Fuße eines Vulkankegels – der das Stadtzentrum beherrscht –, auf welchem die Ruine der ehemaligen Burg von Deva steht.

Der Bau der 36 Kilometer langen Bahnstrecke Deva–Brad wurde 1939 begonnen, 1945 unterbrochen und 1979 wieder aufgenommen. Nach Inbetriebnahme der Bahnstrecke Anfang der 1980er Jahre wurde diese wegen ungeeigneter Bodenverhältnisse im Bereich der Gemeinde Vălișoara 1996 weitgehend stillgelegt. Heute wird die Bahnstrecke nur noch für den Transport von Steinen aus den nahgelegenen Steinbrüchen benutzt.



Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Errichtung der Burg im 13. Jahrhundert wurde der Ort Deva 1332 erstmals urkundlich erwähnt. Noch im 14. Jahrhundert wurde er Verwaltungssitz des Komitats Hunyad. Eine Besiedlung der Region reicht jedoch – nach Berichten von C. Gooss, G. Téglás, J. M. Ackner, I. Andrieșescu, O. Floca, u. a. – bis in die Römerzeit und in die Jungsteinzeit zurück.

Zu den ersten Einwanderern der heutigen Siedlung gehörten auch die Siebenbürger Sachsen. Im 16. Jahrhundert – zur Zeit der Türkenkriege – erlitt der Ort mehrere verheerende Zerstörungen. Im 18. Jahrhundert waren die meisten Bewohner rumänische Hörige. Nach Deva kamen viele Ungarn und Rumänen aus anderen Regionen Siebenbürgens und aus dem von den Türken unterworfenen Banat; letztere gründeten später den Ortsteil La Șvabi („bei den Schwaben“). 1721 waren es katholische Bulgaren aus der Kleinen Walachei, welche sich in Deva ansiedelten. Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts siedelten sich hier auch Tschango-Ungarn aus der Moldau an.



Bevlkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung von Deva entwickelte sich wie folgt:

VolkszhlungEthnische Zusammensetzung
JahrBevlkerungRumnenUngarnDeutscheandere
18503.4172.257533255372
19008.5943.8214.24844679
194117.45611.4504.2457121.049
197760.33451.3637.598835538
200269.25761.7875.9753481.147
201161.12350.7184.4091915.805

Die höchste Einwohnerzahl (78.438) auf dem Gebiet des heutigen Munizipiums – und gleichzeitig die der Rumänen (69.446) – wurde 1992 ermittelt. Die höchste Bevölkerungszahl der Deutschen sowie die der Ungarn wurde 1977 und die der Roma (878) 2002 registriert.

Des Weiteren bekannten sich bei fast jeder Volkszählung einige Einwohner als Ukrainer (höchste Einwohnerzahl 30 im Jahr 1992), als Serben (höchste Einwohnerzahl 40 im Jahr 1992) und als Slowaken (höchste Einwohnerzahl 54 im Jahr 1930).



Sehenswrdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Ruinen der Devaer Burg - eine der strksten Festungen in Siebenbrgen -, auf einem Vulkankegel 371m.M. Diese wurde1269 erstmals erwhnt und war 1321 samt Umgebung ein Landgut des ungarischen Knigs KarlI. Sie kam im 15. Jahrhundert in den Besitz von Johann Hunyadi. Nach den Aufstnden der Kuruzen von 1687 bis 1706 wurde sie von den Truppen des Kaisers KarlVI. besetzt und renoviert. Teilnehmer des Horea-Aufstandes scheiterten im November 1784 beim Versuch, die Burg einzunehmen. Nach einem Besuch des Kaisers FranzI. 1817 wurde sie erneut renoviert und nach der Schwarzpulverexplosion von 1849 mit Soldatenopfern endgltig verlassen. Zu erreichen sind die Ruinen zu Fu oder mit einem 278Meter langen Schrgaufzug.
  • Das Schloss Magna Curia, im 16. Jahrhundert im Renaissancestil errichtet, vom Siebenbrgischen Frsten Gbor Bethlen 1621 restauriert, wurde im 18. Jahrhundert im Barockstil umgebaut. Zuvor stand hier ein Burghof aus dem 13. Jahrhundert, der beim Mongolensturm von 1241 zerstrt wurde. Seit 1882 befindet sich hier das ?Muzeul Jude?ean? (Kreismuseum) fr Geschichte und Naturwissenschaften. Hier sind auch die Bsten von Horia, Clo?ca und Cri?an - den Anfhrern des Horea-Aufstandes - zu sehen.
  • Das Franziskanerkloster und die katholische Kirche, beide Barockbauten, im 18. Jahrhundert errichtet, stehen unter Denkmalschutz.
  • Zwei Denkmler des Dakerknig Decebalus und das des rmischen Kaisers Trajan vor dem Rathaus von Deva.
  • Der Turm einer orthodoxen Kirche auf dem orthodoxen Friedhof, 1700 errichtet, steht unter Denkmalschutz.


Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1978 befindet das das nationale Zentrum für Frauenturnen in Deva. Hier trainierten u.a. die Olympiasiegerinnen Ecaterina Szabó, Lavinia Agache, Daniela Silivaș, Lavinia Miloșovici, Simona Amânar, Maria Olaru, Andreea Răducan, Daniela Șofronie und Monica Roșu.



Persnlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Stdtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angaben der offiziellen Homepage von Deva:



Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ?Volkszhlung 2011 in Rumnien bei citypopulation.de
  2. ?Brgermeisterwahlen 2016 in Rumnien (MS Excel; 256kB)
  3. ?Wrterbuch der Ortschaften aus Siebenbrgen
  4. ?Angaben zur Bahnstrecke Deva?Brad auf forumtrenuri.com; abgerufen 12. Dezember 2010 (rumnisch)
  5. ?Die Eisenbahnlinie Deva?Brad, als altes Eisen verkauft. abgerufen am 14. April 2011 (rumnisch)
  6. ? abcHeinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbrgen. Kraft, Wrzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.
  7. ?Institute Of Archaeology ? Deva abgerufen am 11. Dezember 2010 (rumnisch)
  8. ?Volkszhlung, letzte Aktualisierung 2. November 2008, (PDF; 1,1MB) S. 2 (ungarisch)
  9. ?Bste von Horea, Clo?ca und Cri?an
  10. ?Liste historischer Denkmler des rumnischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert (PDF; 7,10MB)
  11. ?Statue des rmischen Kaisers Trajan vor dem Rathaus
  12. ?Bilder und Angaben zum Turm Kulturministerium des Kreises Hunedoara; abgerufen 25. Dezember 2010
  13. ?Deva, capitala lumii...la gimnastic?
  14. ?Gimnastic? artistic?
  15. ?Teodora ?tefanov: Konzert mit Problem fr Lidia Buble. Sie bentigte einen Arzt, am 30. Mai 2016 bei click.ro abgerufen am 28. August 2016 (rumnisch)
  16. ?Webprsenz von Deva

Deva (rotes Viereck) - Rumänien - Nachbarorte: Alba Iulia, Turda, Sibiu, Petroșani, HunedoaraBild: Consiliul Județean Hunedoara.Lizenz: PD-RO-exempt (coats of arms)
Bild: Consiliul Județean Hunedoara.
Lizenz: PD-RO-exempt (coats of arms)

Burg DevaBild: Consiliul Județean Hunedoara.Lizenz: PD-RO-exempt (coats of arms)
Bild: Consiliul Județean Hunedoara.
Lizenz: PD-RO-exempt (coats of arms)

Flagge von Rumänien

Wappen des Kreises Hunedoara

Deva (Audio-Datei / HörbeispielAussprache?/i; deutsch Diemrich, ungarischDéva) ist die Hauptstadt des Kreises Hunedoara in Siebenbürgen, Rumänien.

Der Ort wurde auch unter den deutschen Bezeichnungen Schlossberg und Denburg erwähnt.

mehr zu "Deva (Rumänien)" in der Wikipedia: Deva (Rumänien)

Geboren & Gestorben

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Geboren: Bogdan Juratoni wird in Deva geboren. Bogdan Juratoni in ein rumänischer Boxer. Juratoni war Bronzemedaillengewinner der Weltmeisterschaften 2011 und Teilnehmer der Olympischen Spiele 2012.
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Geboren: Daniela Silivaș wird in Deva, Kreis Hunedoara geboren. Viorica Daniela Silivaș-Harper ist eine ehemalige rumänische Kunstturnerin. Sie war dreifache Olympiasiegerin.

1971

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Gestorben: Nicolae Irimie stirbt in Deva. Nicoale Irimie war ein rumänischer Maler und Pädagoge. Er zählt zu den bekanntesten Persönlichkeiten des Kreises Hunedoara und zählt zu den wichtigsten Künstlerpersönlichkeiten, die in Oradea aktiv waren.
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Geboren: Iulia Cibișescu-Duran wird in Deva geboren. Iulia Narcisa Cibișescu-Duran ist eine rumänische Komponistin.
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Geboren: Adelina Oprean wird in Deva geboren. Adelina Oprean ist eine rumänische Violinistin.

Städtepartnerschaften

2001

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Ungarn? Szigetvár in Ungarn seit dem 15. März

1998

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China Volksrepublik? Yancheng in China seit dem 12. November

1998

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Frankreich? Arras in Frankreich seit dem 1. Juni

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