Diadochen

Die Diadochen (altgriechischδιάδοχοιdiádochoi, Plural von diádochos Nachfolgender, Übernehmender) waren Feldherren Alexanders des Großen und deren Söhne (auch als Epigonen bezeichnet), die nach dessen unerwartetem Tod 323 v. Chr. das Alexanderreich unter sich aufteilten und sich mit wechselnden Bündnissen in insgesamt sechs Diadochenkriegen bekämpften. Danach hatte sich ein Staatensystem etabliert, das bis zum Auftreten des Römischen Reiches im östlichen Mittelmeerraum im 2. Jahrhundert v. Chr. Bestand haben sollte und den Rahmen für die kulturelle Entfaltung des Hellenismus bot.

Die Begriffe Diadochen und Epigonen wurden in der Geschichtswissenschaft von Johann Gustav Droysen geprägt. Er bezeichnete als Diadochen nur diejenigen Heerführer, die unmittelbar nach Alexanders Tod um die Macht stritten, als Epigonen hingegen die nachfolgenden Generationen der hellenistischen Könige. Dies entspricht auch der unterschiedlichen griechischen Wortbedeutung als „Nachfolger“ bzw. „Nachgeborene“.

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Geboren & Gestorben

319 v. Chr.

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Gestorben: Antipatros (Makedonien) stirbt. Antipatros, auch Antipas genannt,, Sohn des Iolaos, war ein makedonischer Feldherr unter Philipp von Makedonien und Alexander dem Großen. Nach dem Tod des letzteren war er einer der wichtigsten Diadochen. Er ist der Stammvater des zweiten makedonischen Königshauses der Antipatriden.

398 v. Chr.

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Geboren: Antipatros (Makedonien) wird in Paliura, Makedonien geboren. Antipatros, auch Antipas genannt,, Sohn des Iolaos, war ein makedonischer Feldherr unter Philipp von Makedonien und Alexander dem Großen. Nach dem Tod des letzteren war er einer der wichtigsten Diadochen. Er ist der Stammvater des zweiten makedonischen Königshauses der Antipatriden.

Ereignisse

12 n. Chr.

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August: Kleopatra begeht Suizid; das Diadochenreich (siehe Alexander der Große) der Ptolemäer in Ägypten geht unter. (30 v. Chr.)
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Kleopatra begeht Suizid; das Diadochenreich (siehe Alexander der Große) der Ptolemäer in Ägypten geht unter.

Europa

281 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer: Februar - Schlacht von Kurupedion in Kleinasien: Seleukos I. besiegt den thrakisch-makedonischen König Lysimachos, der in der Schlacht fällt. Seleukos zieht daraufhin über den Hellespont, um neben Kleinasien auch Thrakien seinem Reich einzuverleiben. Dabei wird er allerdings von Ptolemaios Keraunos aufgehalten, der in Makedonien die Nachfolge des Lysimachos angetreten, dessen Witwe Arsinoë II. geheiratet hat, und der nun (im August oder September) Seleukos töten lässt. Im Seleukidenreich übernimmt daraufhin Seleukos' Sohn Antiochos I. Soter die Herrschaft. In Makedonien und Thrakien gewinnt Ptolemaios Keraunos die Herrschaft. Diese Ereignisse werden für gewöhnlich als das Ende der Diadochenzeit angesehen.

304 v. Chr.

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Östliches Mittelmeer & Naher Osten: Mit Unterstützung des ägyptischenDiadochenPtolemaios I. gelingt es Rhodos, den Eroberungsversuch des Demetrios I. Poliorketes abzuwehren. Ptolemaios erhält daraufhin den Beinamen Soter (Retter) und wird als Gott verehrt. Nachdem er, wie die anderen Diadochen, den Königstitel angenommen hatte, wird er offiziell zum ägyptischen König gekrönt.

Politik & Weltgeschehen

63 v. Chr.

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Gnaeus Pompeius Magnus lässt den Seleukidenkönig Antiochos XIII. umbringen. Damit geht das Diadochenreich (siehe Alexander der Große) der Seleukiden in Vorderasien unter. Philipp II. Philorhomaios als Letzter des Seleukidengeschlechts konnte den Thron nicht noch einmal erringen.

305 v. Chr.

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Alexanderreich / Diadochenkriege: Nach Antigonos I. nehmen auch die übrigen DiadochenSeleukos I. in Mesopotamien, Ptolemaios I. in Ägypten, Lysimachos in Thrakien und Kassander in Makedonien den Königstitel an; endgültiges Ende der Reichseinheit des Alexanderreiches.

319 v. Chr.

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Reich Alexanders des Großen: Frühjahr: Antigonos, von den Diadochen mit dem Kampf gegen Eumenes beauftragt, siegt über diesen im südlichen Kleinasien, woraufhin Eumenes die Festung Nora verlässt und in den östlichen Satrapien neue Truppen und Verbündete sammelt.

320 v. Chr.

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Diadochenkriege: Neuverteilung der Macht unter den Diadochen in der Konferenz von Triparadeisos (Syrien) [vor allem in der älteren Forschung in das Jahr 321 v. Chr. datiert. Seleukos I., bislang Kommandant der Hetairen, wird für seine Beteiligung beim Sieg über Perdikkas mit Babylonien und dem persischen Osten belohnt. Regent für König Philipp III. Arrhidaios wird anstelle von Perdikkas nun Antipater. Antigonos wird mit dem Feldzug gegen Eumenes beauftragt, der sich in die kappadokische Festung Nora zurückziehen muss.

323 v. Chr.

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Reich Alexanders des Großen: Babylonische Reichsordnung: Unter Wahrung der Reichseinheit werden den Großen des Reiches bestimmte Gebiete zur Verwaltung übertragen. Später kommt es zu Machtkämpfen unter ihnen und es bilden sich vier Diadochenreiche aus den makedonischen Eroberungen heraus.

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