Die Sendung mit der Maus

Die Sendung mit der Maus ist eine der erfolgreichsten Kindersendungen im deutschen Fernsehen. Kern der Sendung sind sogenannte Lach- und Sachgeschichten, zu denen neben kurzen Zeichentrickfilmen auch jeweils ein Wissensfilm, beispielsweise über die Herstellung oder Funktionsweise eines Alltagsgegenstandes, zählt. Sie wird seit 1971 am Sonntagvormittag ausgestrahlt. Produziert wird die Sendung vom WDR, viele Jahre war sie eine der größten Gemeinschaftsproduktionen der ARD, z. B. mit RBB, SR und SWR.



Geschichte




Als Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger wurde die Sendung um 1970 von Gert Kaspar Müntefering, Siegfried Mohrhof, Monika Paetow und Armin Maiwald entwickelt. Die Erstausstrahlung fand am 7. März 1971 in der ARD statt. Die ersten Sachgeschichten drehte Armin Maiwald im Auftrag des WDR ohne Worte, die Lachgeschichten enthielten unter anderem die Geschichte von der Maus im Laden, die Isolde Schmitt-Menzel gezeichnet hatte. Das Redaktionsteam Siegfried Mohrhof (Leiter Familienfernsehen), Gert K. Müntefering (Leitung Kinderfernsehen) und Monika Paetow (Redakteurin im Kinderprogramm) beschloss, die Maus aus dieser Lachgeschichte zur Vorlage für die Maus-Spots heranzuziehen. Friedrich Streich animierte die Figur und machte sie so zur eigentlichen Fernsehmaus. Als deutsches Programm für kleine Kinder und in direkter Konkurrenz zur frisch importierten „Sesamstraße“ wurde innerhalb eines Jahres Die Sendung mit der Maus zur Serienreife entwickelt.Am 23. Januar 1972 lief die Sendung erstmals unter ihrem heutigen Namen. Die heutige Form des Vorspanns entwickelte sich bereits in den Anfangsjahren: Am 15. Oktober 1972 feierte die von Hans Posegga komponierte, bekannte Vor- und Abspannmusik Premiere. Seit dem 9. September 1973 beginnt die Sendung mit einem zusätzlichen, fremdsprachigen Vorspann. Im selben Jahr wurde die Serie Peter und Atze von Karlheinz Freynik gesendet, in der Peter Lustig zusammen mit dem Robotervogel Atze Technik erklärte. Friedrich Streich entwickelte 1975 den blauen Elefanten als weitere Figur für die Maus-Spots. Die gelbe Ente hatte im Jahre 1987 ihren ersten Auftritt.Armin Maiwald, ursprünglich nur Regisseur, erhielt den redaktionellen Auftrag, seine Stimme und seine Form der Recherche als bewusstes Stilmittel einzusetzen, und wurde so zur Identifikationsfigur in der Sendereihe. Redakteur Dieter Saldecki öffnete die Sendereihe für neue gesellschaftliche und wissenschaftliche Themen, die gemeinhin als zu schwierig für ein Kinderpublikum galten. Im Jahre 1982 stand Christoph Biemann in der Sachgeschichte Tomatenketchup erstmals für die Sendung vor der Kamera. Seine erste Sachgeschichte als Hauptdarsteller Die zehn besten Methoden, einen Fluss zu überqueren wurde am 27. Oktober 1983 gesendet....

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Erfolg > Five Nations / Six Nations

Ehrung

2009

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– Lehrer-Welsch-Sprachpreis

2008

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– „Medaille für Naturwissenschaftliche Publizistik“ der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

2002

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Ernst-Schneider-Preis für die Sachgeschichten

1997

1997

1995

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– Bundesverdienstkreuz für Armin Maiwald und Christoph Biemann

1995

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Bayerischer Fernsehpreis für die Nachkriegs-Maus (Armin Maiwald)

1993

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Telestar, Sonderpreis der Jury

1993

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Deutscher Fernsehpreis, Sonderpreis für das Team

1991

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Preis der beleidigten Zuschauer (wegen häufiger Verdrängung durch Programme für Erwachsene)

1988

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Adolf-Grimme-Preis in Gold

1984

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Banff World Television Festival: Special Jury Award für Post für den Tiger in der Sendung mit der Maus.

1973

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– Goldener Bambi

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