Diedenhofener Kapitular

Das Diedenhofener Kapitular ist ein Doppelkapitular (königliche Anordnung) von Karl dem Großen, das gegen Ende des Jahres 805 in Diedenhofen (heute Thionville/Frankreich) erlassen wurde, wo sich der Kaiser spätestens seit dem 12. Dezember und über die Weihnachtszeit aufgehalten hat. Im zweiten dieser Kapitularien werden unter anderem die Städte Magdeburg und Forchheim erstmals urkundlich erwähnt.

Im Wesentlichen handelt es sich beim Diedenhofer Kapitular um eine Art „Waffenembargo“ der Franken gegenüber den Slawen. In der Urkunde wurde den namentlich aufgeführten Städten verboten, mit den Slawen Waffenhandel zu betreiben. Dies sind entlang der damaligen Slawengrenze: Bardowick, „Skaesla“, Magdeburg, Erfurt, Hallstadt (bei Bamberg), Forchheim, Premberg (heute ein Ortsteil von Teublitz bei Schwandorf), Regensburg und Lorch.

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Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

805 n. Chr.

Stadtgründung:
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805 Magdeburg, erstmals im Diedenhofer KapitularKarls des Großen als Magadoburg urkundlich erwähnt

Europa

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Im Diedenhofener Kapitular verbietet Karl der Große den darin genannten Städten den Waffenhandel mit den Slawen.

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