Digital Subscriber Line

Digital Subscriber Line (DSL, engl. für Digitaler Teilnehmeranschluss) bezeichnet eine Reihe von Übertragungsstandards der Bitübertragungsschicht, bei der Daten mit hohen Übertragungsraten (bis zu 1.000 Mbit/s) über einfache Kupferleitungen wie die Teilnehmeranschlussleitung gesendet und empfangen werden können. Das ist eine wesentliche Verbesserung gegenüber Telefonmodems (bis zu 56 kbit/s) und ISDN-Verbindungen (mit zwei gebündelten Kanälen zu je 64 kbit/s).

Der Standard dient zur Kommunikation zwischen DSL-Modem und DSLAM, um in der Regel einen Breitband-Internetzugang über einen Internet-Zugangsserver zur Verfügung zu stellen. Dabei handelt DSL die Verbindungsparameter wie Frequenz und Downstream- sowie Upstream-Übertragungsrate aus. Die tatsächliche Internet-Übertragungsrate hängt allerdings vom Internet-Zugangsserver ab.



Geschichte




Ursprünglich wurde unter dem Begriff Digital Subscriber Line die Übertragungstechnik für den Basisanschluss von ISDN verstanden.Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre wurden digitale Signalprozessoren mit sehr hoher Rechenleistung verfügbar, welche neue – heute als DSL bekannte – Verfahren ermöglichten. Diese Technik war damals noch sehr teuer.Das erste DSL-Verfahren, das mit diesen Bausteinen entwickelt wurde, war HDSL. Normungsorganisationen in Amerika (ANSI) und Europa (ETSI) begannen damals sofort damit, diese Technik zu standardisieren, um sie in großem Maßstab für Standleitungen einzusetzen. Es gab wichtige Randbedingungen: Die bereits für Telefonie verlegten Kupfer-Doppeladern sollten verwendet werden, in den USA sollte eine Bitrate von 1,544 Mbit/s (T1), in Europa 2,048 Mbit/s (E1) erreicht werden, eine Reichweite von 3 km bis 4 km sollte erzielt werden. Die Standardisierung war in den USA im Februar 1994 abgeschlossen (ANSI TR-28), in Europa im Februar 1995 (ETSI ETR 152). HDSL wurde inzwischen weitgehend von SDSL abgelöst, das nur ein Adernpaar (eine Doppelader) benötigt und weniger Strom verbraucht, aber nicht an die Reichweite von HDSL (mit Signalregeneratoren) heranreicht.In den 1990er Jahren wurden weitere DSL-Verfahren entwickelt, so etwa ADSL. Gleichzeitig stieg die Internet-Nutzung stark an. Der Ausbau der Netze konnte kaum den wachsenden Bedarf an Datenrate decken. Deshalb sollten die Netze im Hintergrund (Backbones) ausgebaut und so den Endnutzern höhere Übertragungsgeschwindigkeiten geboten werden. ADSL wurde als Technik für schnelles Internet ausgewählt. Weltweit wurde ADSL von vielen Netzbetreibern im Telefonnetz zugelassen....

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Geboren & Gestorben

Geboren:
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John Cioffi wird in Illinois geboren. John M. Cioffi ist ein US-amerikanischer Elektroingenieur, bekannt für seine wesentlichen Beiträge zur Entwicklung von DSL in der digitalen Kommunikationstechnik.

Tagesgeschehen

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Düsseldorf/Deutschland: Der Telekommunikationskonzern Vodafone steigt ab September 2006 in den DSL-Markt ein. Unter dem Slogan „Flat hoch drei“ wird Vodafone Handys, Festnetzrufnummer und Internet per DSL zu einem monatlichen Paketpreis geben. Diese Preisoffensive kennzeichnet den momentanen Verdrängungwettbewerb bzw. Preiskampf, in den alle Anbieter von gebündelten Lösungen für Privat- und Geschäftskunden wie Telekom, Arcor, Versatel etc. verwickelt sind.

Unternehmensgeschichte

2011

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Am 5. April Start von LTE im Tarif Call & Surf Comfort via Funk. Der Tarif ist als DSL-Ersatz für unterversorgte Gebiete gedacht. Seit dem 1. Juni ist Köln der erste Ballungsraum, in dem die Telekom mit LTE (1800 MHz) die bislang schnellste mobile Datenverbindung ermöglicht. Am 2. November führte das Unternehmen HD Voice im UMTS-Netz ein. (T-Mobile Deutschland)

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1997

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Gründung: Die QSC AG (QSC steht für Quality Service Communications) mit Sitz in Köln-Ossendorf ist ein deutscher IT-Dienstleister sowie ein Netzbetreiber und Anbieter von Internet- und Telekommunikationsprodukten. Das Unternehmen ist börsennotiert (im TecDAX) und bietet Geschäftskunden Telefonie, DSL, Virtuelle Private Netze (VPN), IT-Dienstleistungen, Standleitungsfestverbindungen und Mehrwertdienste, wie Call-Center-Funktionalitäten. Zudem bietet QSC Internetdienstanbietern und anderen Resellern Breitband-Datenlösungen zum Wiederverkauf an.

1997

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Gründung: DrayTek ist ein taiwanischer Hersteller von Netzwerklösungen, angefangen von Enterprise-Level Firewalls, über unternehmenskritische VPN-Lösungen für kleine und mittlere Unternehmen (SOHO), bis hin zu xDSL- und Breitband-Teilnehmerendgeräte (CPE) für den Privatanwender. Die Aktien des Unternehmens werden seit November 2004 unter dem Börsenkürzel 6216.TW an der Börse in Taipeh gehandelt. Das Unternehmen erfüllt alle gängigen Standards wie ISO9001, RoHS und WEEE und besitzt Zweigstellen in Shanghai, China und in Mannheim, Deutschland.

1993

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Gründung: Tele2 ist ein schwedisches börsennotiertes Telekommunikationsunternehmen, das weitestgehend in Europa agiert. Derzeit nutzen in 11 europäischen Staaten insgesamt über 36 Millionen Menschen die Dienste von Tele2. Von diesen Menschen verwenden etwa 1,5 Millionen das DSL-Angebot von Tele2. 2010 betrug der Netto-Umsatz des Unternehmens fast 40,2 Milliarden Schwedische Kronen (4,49 Milliarden Euro). Der EBITDA lag bei 10,3 Milliarden Schwedische Kronen (1,15 Milliarden Euro).

1988

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Gründung: Die 1&1 Internet AG mit Sitz in Montabaur (kurz 1&1 genannt) ist ein deutscher Internet-Provider, der vor allem durch seine Webhosting- und DSL-Produkte bekannt wurde. Das Unternehmen gehört zum United-Internet-Konzern und wurde 1988 von Ralph Dommermuth gegründet.

1986

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Gründung: Die AVM Computersysteme Vertriebs GmbH ist ein deutscher Hersteller von Produkten aus dem Bereich der Telekommunikation und Netzwerktechnik (unter anderem DSL, ISDN, WLAN und Internettelefonie).

"Digital Subscriber Line" in den Nachrichten