Disconto-Gesellschaft

Hauptgebäude der Disconto-Gesellschaft, Behrenstraße 43/44 (alte Fassade)
Bild: Unknownwikidata:Q4233718

Die Disconto-Gesellschaft – eigentlich Direction der Disconto-Gesellschaft – war eine der größten deutschen Bankgesellschaften. Sie wurde 1851 gegründet und fusionierte 1929 mit der Deutsche Bank AG. Ihr Sitz war in Berlin.



Geschichte




Die Disconto-Gesellschaft wurde nach den Plänen des Bankiers David Hansemann als Genossenschaft mit 236 Mitgliedern, die zusammen 541.600 Taler (= 1,6 Millionen Mark) einbrachten, gegründet und nahm am 15. Oktober 1851 ihren Geschäftsbetrieb auf. Ursprünglich sollte der Höchstbetrag eines Geschäftsanteils 10.000 Taler (= 30.000 Mark) betragen. Dieser Höchstbetrag wurde jedoch bis 1855 auf 60.000 Taler (= 180.000 Mark) erhöht, so dass die Disconto-Gesellschaft aufgrund der geänderten Gesellschafterstruktur 1856 in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien umgewandelt wurde. Ab 1859 beteiligte sich die Disconto-Gesellschaft auch bei der Emission von preußischen Staatsanleihen. Sie war nach 1866 über Jahrzehnte die mächtigste Bank im Preußen-Konsortium, das die preußischen und deutschen Staatsanleihen am Markt unterbrachte.Adolph von Hansemann, ein Sohn von David Hansemann, übernahm nach dessen Tod 1864 die Geschäftsführung und führte die Bank bis zu seinem Tod 1903 sehr erfolgreich.Bis 1895 war die Disconto-Gesellschaft ausschließlich in Berlin tätig. Im Jahre 1895 wurde die Norddeutsche Bank in Hamburg durch Verhandlungen von Max von Schinckel – den späteren Aufsichtsratsvorsitzenden beider Institute – in eine Tochtergesellschaft der Disconto-Gesellschaft umgewandelt. Die Aktionäre der Norddeutschen Bank erhielten 40 % der Aktien der Disconto-Gesellschaft, deren Grundkapital durch diese Fusion auf 115 Millionen Mark erhöht wurde. In den folgenden Jahren wuchs die Disconto-Gesellschaft durch Übernahme anderer Bankhäuser zu einer der größten deutschen Banken heran.Die Disconto-Gesellschaft übernahm...

mehr zu "Disconto-Gesellschaft" in der Wikipedia: Disconto-Gesellschaft

Geboren & Gestorben

thumbnail
Gestorben: Georg Solmssen stirbt in Lugano. Georg Solmssen (eigentlich Georg Adolf Salomonsohn) war ein deutscher Bankier. Er war einer der Geschäftsinhaber der Disconto-Gesellschaft und 1933 Vorstandssprecher der Deutschen Bank. Berühmt wurde er durch seinen Brief vom 9. April 1933, in dem er die Absichten des Hitlerregimes bezüglich des jüdischen Volkes vorhersah. Die Geschichte der Bankiersfamilie greift Solmssens Neffe Arthur Solmssen in seinem Roman A Princess in Berlin (1980) auf.
thumbnail
Gestorben: Franz Urbig stirbt in Babelsberg. Franz Urbig war ein deutscher Bankier. Er war von 1902 bis zur Fusion mit der Deutschen Bank im Jahr 1929 Gesellschafter der Diskonto-Gesellschaft und im Anschluss bis zu seinem Tod Aufsichtsratsvorsitzender der fusionierten Deutschen Bank und Diskonto Gesellschaft.
thumbnail
Gestorben: Eduard Mosler stirbt in Berlin. Eduard Mosler war ein deutscher Bankier. Er war zunächst führend bei der Berliner Handels-Gesellschaft und danach bei der Disconto-Gesellschaft tätig. Im Jahr 1929 führte er die Verhandlungen zur Fusion mit der Deutschen Bank und wurde in dieser Vorstandsmitglied. Zwischen 1934 und 1939 war er Vorstandssprecher des Unternehmens.
thumbnail
Gestorben: Max von Schinckel stirbt in Hamburg-Blankenese. Maximilian Heinrich von Schinckel war ein einflussreicher Hamburger Bankier, der eine wichtige Rolle bei der Fusion der Norddeutschen Bank mit der Disconto-Gesellschaft spielte.
thumbnail
Gestorben: Adolph Salomonsohn stirbt in Berlin. Adolph Salomonsohn (eigentlich Abraham Salomonsohn) war ein deutsch-jüdischer Bankier. Er gehörte als einer der Geschäftsinhaber der Disconto-Gesellschaft zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Großbanken während des Deutschen Kaiserreichs.

Geschichte

1928

thumbnail
die Deutsche Hansa-Bank AG in München

1925

thumbnail
die Bank für Thüringen in Meiningen

1921

thumbnail
die Schlesische Handelsbank AG in Breslau

1920

thumbnail
das Bankhaus Prinz & Marck jun. in Breslau

1919

thumbnail
das Bankhaus Stahl und Federer in Stuttgart

Wirtschaft

thumbnail
Die Deutsche Bank, die Disconto-Gesellschaft, die Rheinische Creditbank und der Schaafhausen'sche Bankverein schließen sich zur Deutschen und Disconto-Bank (DeDi-Bank) zusammen. Diese Fusion ist die bis dahin größte Bankenfusion in der deutschen Wirtschaftsgeschichte.
thumbnail
Die Disconto-Gesellschaft, die sich später zu einer Großbank entwickelt, eröffnet in Berlin ihren Geschäftsbetrieb.

"Disconto-Gesellschaft" in den Nachrichten