Diskursanalyse

Diskursanalyse ist ein Oberbegriff für die sozial- und geisteswissenschaftliche Analyse von Diskursphänomenen. Je nachdem, was als Diskurs betrachtet wird, gibt es hierfür unterschiedliche Herangehensweisen.

Allgemein untersucht Diskursanalyse den Zusammenhang von sprachlichem Handeln und sprachlicher Form sowie den Zusammenhang zwischen sprachlichem Handeln und gesellschaftlichen, insbesondere institutionellen Strukturen.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Michel Foucault stirbt in Paris. Paul-Michel Foucault war ein französischer Philosoph des Poststrukturalismus, Psychologe, Historiker, Soziologe und Begründer der Diskursanalyse. Er war zwischen 1970 und 1984 Inhaber des Lehrstuhls für die Geschichte der Denksysteme am Collège de France in Paris.

1973

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Geboren: Matthias N. Lorenz wird geboren. Matthias N. Lorenz ist ein deutscher Kulturwissenschaftler. Seine Forschungsschwerpunkte sind Gegenwarts- und Nachkriegsliteratur insbesondere literarischer Antisemitismus nach 1945, Erinnerungspolitik und Historische Diskursanalyse der Literatur sowie Film der Gegenwart.

1956

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Geboren: Jonathan Potter wird geboren. Jonathan Potter ist ein schottischer Linguist und Professor für Diskursanalyse an der Loughborough University. Er ist Mitbegründer der Discursive psychology. Er ist Co-Autor des Buches „Discourse and Social Psychology“, eines zentralen Textes der Discursive Psychology, der neue Wege eröffnete, fundamentale sozialpsychologische Konzepte wie Einstellungen zu konzeptualisieren. Deshalb wird es sehr häufig in Fachzeitschriften zitiert. Ein weiteres seiner Werke, „Representing Reality“, gibt einen Überblick, eine Erweiterung und eine Kritik des Sozialkonstruktivismus aus der Soziologie. In der Discursive psychology haben er und Derek Edwards eine bestimmte Arbeitsweise etabliert und indirekte Hilfe geleistet, nicht-experimentelle Ansätze in die Sozialpsychologie einzuführen.
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Geboren: Gerhard Plumpe wird geboren. Gerhard Plumpe ist ein deutscher Hochschullehrer und Professor für Germanistik im Fachbereich Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. 1975 promovierte er zum Dr. phil. mit einer Arbeit über Alfred Schuler und die Funktion des Mythos in der literarischen Moderne. 1986 erfolgte die Habilitation mit einer von Michel FoucaultsDiskursanalyse inspirierten Studie zur Fotografie in der Epoche des Realismus. Von 1995 bis 2011 war er Professor an der Ruhr-Universität Bochum.
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Geboren: Jacques Bouveresse wird in Épenoy geboren. Jacques Bouveresse ist ein französischer Philosoph, der u.? a. für seine Arbeiten zu Wittgenstein und seine Inbezugsetzungen von analytischen und kontinentalen, insbesondere diskursanalytischen und dekonstruktivistischen Methoden und Theorieansätzen bekannt wurde, wobei er oftmals Thesen französischer Philosophen wie Michel Foucault, Lyotard oder Derrida kritisierte , ähnlich wie etwa den Pragmatismus Richard Rortys.

Unterschiedliche Verständnisse von „Diskurs“

1977

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Herbert Schnädelbach schuf mit seinem Hauptwerk Reflexion und Diskurs zur Diskursanalyse ein methodisches Instrumentarium. Auf der Ebene von pragmatischen Sinnexplikationen rekonstruiert die Schnädelbachsche Diskursanalyse den jeweiligen Diskursgegenstand in Form von satzförmigen Sachgehalten, um die Bestimmung ihrer Geltung (die Foucault offen lasse), auch und gerade unter den (post-)modernen Bedingungen einer Diskurspluralität zu ermöglichen.

1974

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Michel Foucault stellte mit seinem L’ordre du discours die traditionelle Geistesgeschichte in Frage, da im Mittelpunkt seiner Betrachtungen nicht das erkennende Subjekt, sondern faktisch ergangene Aussagen stehen, die die moderne Subjektivität erst hervorgebracht hätten. Foucault schuf aber keine Methode, sondern legte mit seinen theoretischen Überlegungen Grundsteine für eine neue Art des Denkens, ein explizit positivistisches Forschungsprogramm, das in der Literaturwissenschaft, der Soziologie und zunehmend in der Geschichtswissenschaft angewendet und reflektiert wird.

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