Dogma 95

Dogma 95 (dänischDogme 95) ist ein von den dänischen Filmregisseuren Lars von Trier und Thomas Vinterberg am 13. März 1995 unterzeichnetes Manifest für ihre Produktion von Filmen. Außerdem waren Kristian Levring und Søren Kragh-Jacobsen Teil des Kollektivs.

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Thomas Vinterberg wird in Frederiksberg geboren. Thomas Vinterberg ist ein dänischer Filmregisseur. Er lebt mit seiner zweiten Frau, der Schauspielerin Helene Reingaard Neumann und seinem Sohn in Kopenhagen. Vinterberg wurde weltweit als Mitbegründer der Dogma-95-Bewegung bekannt.
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Geboren: Anne Louise Hassing wird in Horsens, Dänemark geboren. Anne Louise Hassing ist eine dänische Schauspielerin, die für ihre Filmrollen mehrfach mit dem dänischen Filmpreis Bodil ausgezeichnet wurde. Sie erhielt diesen Preis 1999 als beste Schauspielerin in einer Nebenrolle für die Darstellung der Susanne in dem Dogma-FilmIdioten (1998, Regie: Lars von Trier). Bereits 1993 erhielt sie den Bodil als beste Schauspielerin in einer Hauptrolle in Pain of Love (1992, dänisch: Kærlighedens Smerte, Regie: Nils Malmros). Für diese Rolle erhielt sie auch den dänischen Filmpreis Robert.
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Geboren: Lone Scherfig wird in Kopenhagen geboren. Lone Scherfig ist eine dänische Drehbuchautorin und Regisseurin. In Deutschland wurde sie vor allem durch den Dogma-Film Italienisch für Anfänger bekannt. Scherfig, Großnichte von Hans Scherfig, studierte 1976 bis 1980 Filmwissenschaft an der Universität Kopenhagen und an der Sorbonne in Paris und darüber hinaus Regie an der Danske Filmskole (Dänische Filmhochschule), wo sie 1984 ihren Abschluss machte. Ab 1984 inszenierte Scherfig kleinere Dokumentationen, ihr erster Spielfilm (Die Geburtstagsreise) entstand 1990.
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Geboren: Kristian Levring wird in Kopenhagen geboren. Kristian Levring ist ein dänischer Regisseur und Drehbuchautor. Neben Lars von Trier, Søren Kragh-Jacobsen und Thomas Vinterberg gehörte Kristian Levring 1995 zu den Unterzeichnern des Dogma-95-Manifests. 2008 wurde die Dogma-Bewegung mit dem Europäischen Filmpreis in der Kategorie „Beste europäische Leistung im Weltkino“ bedacht.
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Geboren: Birthe Neumann wird in Vanløse, Kopenhagen geboren. Birthe Neumann ist eine dänische Schauspielerin. Sie zählt seit 1972 zum festen Ensemble des Königlichen Theaters Kopenhagen. Sie spielte außerdem zahlreiche Nebenrollen in Film und Fernsehen und wurde mit mehreren, renommierten Preisen (Robert) ausgezeichnet. Unter anderem erhielt sie den Preis für die „Beste weibliche Nebenrolle“ im ersten Dogma 95-Film Festen (Das Fest von Thomas Vinterberg).

Kunst & Kultur

Ereignisse > Kultur:
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In Kopenhagen unterzeichnen die dänischen Regisseure Lars von Trier, Thomas Vinterberg, Kristian Levring und Søren Kragh-Jacobsen ein Dogma 95 genanntes Manifest zur Produktion von Filmen. Es richtet sich insbesondere gegen die zunehmende Wirklichkeitsentfremdung des Kinos und verbannt Effekte und technische Raffinessen, Illusion und dramaturgische Vorhersehbarkeit. (13. März)

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2007

Ehrung:
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Bayerischer Filmpreis: Bester Kinder- und Jugendfilm für Hände weg von Mississippi (Stefan Schaller)

Sport

2008

Teilnahme an Fußball-Wettbewerben > Teilnahmen an ASEAN-Fußballmeisterschaften:
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– Vorrunde (Myanmarische Fußballnationalmannschaft)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2009

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Film: R ist ein dänisches Gefängnis-Drama von Tobias Lindholm und Michael Noer aus dem Jahr 2010. Der Film, streng nach den Prinzipien von Dogma 95 konzipiert, zeigt dokumentarisch die Geschichte des dänischen Kriminellen Rune, der ins Gefängnis eingeliefert wird und versucht zu überleben, indem er Drogen schmuggelt. Der Film war nicht nur ein Kritikererfolg, er wurde auch in acht Kategorien des renommierten dänischen Filmpreises Robert nominiert und ausgezeichnet. Außerdem trat er durch seine realistische Darstellung eine Debatte in Dänemark über die Justiz los.

Stab:
Regie: Tobias Lindholm, Michael Noer
Drehbuch: Tobias Lindholm,
Michael Noer
Produktion: Rene Ezra, Tomas Radoor
Kamera: Magnus Nordenhof Jønck
Schnitt: Adam Nielsen

Besetzung: Johan Philip Asbæk, Omar Shargawi

2006

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Film: The Boss of It All ist der deutsche Verleihtitel des dänischen Spielfilms Direktøren for det hele aus dem Jahr 2006. Lars von Trier verantwortete Regie und Drehbuch der Komödie. Er thematisiert Machtstrukturen in der Wirtschaftswelt, macht sich über radikale Theatertheorien und über nationale Eigenheiten der Dänen sowie ihre Beziehungen mit Island lustig. Zudem spiegeln sich in der Handlung selbstbezügliche Gedanken über das Verhältnis eines Filmregisseurs zu seinen Werken. Eigens für diesen Film hatte von Trier ein System entwickelt, bei dem die Kameraeinstellungen und Schnitte teilweise von einem Computer bestimmt würden. Daraus resultiert ein visueller Stil, der verglichen mit konventioneller Filmästhetik ruppig und unvollkommen wirkt. Von der Kritik wurde der Film als Nebenwerk von Triers wahrgenommen; überwiegend missfallen hat das Kamera- und Schnittkonzept, das bloß die verwackelte Kamera der Dogma-95-Filme wiederhole. Kommerziell war der Film nur mäßig erfolgreich.

Stab:
Regie: Lars von Trier
Drehbuch: Lars von Trier
Produktion: Meta Louise Foldager, Peter Aalbæk Jensen, Vibeke Windeløv
Kamera: Claus Rosenløv Jensen
Schnitt: Molly Marlene Stensgård

Besetzung: Jens Albinus, Peter Gantzler, Iben Hjejle, Henrik Prip, Mia Lyhne, Casper Christensen, Louise Mieritz, Jean-Marc Barr, Sofie Gråbøl, Friðrik Þór Friðriksson, Benedikt Erlingsson, Anders Hove, Lars von Trier

2006

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Film: En Soap (Deutsch: Eine Seife) ist eine dänisches Liebes-Drama und das Regiedebüt von Pernille Fischer Christensen aus dem Jahr 2006. Nach den Prinzipien von Dogma 95 konzipiert, zeigt der Film eine Romanze zwischen der maskulinen Charlotte und ihrem sehr femininen transsexuellen Nachbarn Ulrik, der sich nichts sehnlicher wünscht als eine Geschlechtsumwandlung, um endlich als Veronica leben zu können. Der Film war bei der Kritik umstritten und erhielt mehrere Auszeichnungen. Eine deutsche Veröffentlichung stand nie an.

Stab:
Regie: Pernille Fischer Christensen
Drehbuch: Pernille Fischer Christensen, Kim Fupz Aakeson
Produktion: Lars Bredo Rahbek
Musik: Magnus Jarlbo, Sebastian Öberg
Kamera: Erik Molberg Hansen
Schnitt: Åsa Mossberg

Besetzung: Trine Dyrholm, David Dencik, Frank Thiel, Elsebeth Steentoft, Jakob Ulrik Lohmann, Claes Bang, Christian Tafdrup, Pauli Ryberg, Christian Mosbæk, Laura Kamis Wrang, Joan Bentsen, Camilla Søeberg

2004

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Film: In deinen Händen (im Original: Forbrydelser) ist ein dänischerDogma-Film der Regisseurin Annette K. Olesen, der im Jahr 2004 in Dänemark gedreht wurde.

Stab:
Regie: Annette K. Olesen
Drehbuch: Kim Fupz Aakeson
Annette K. Olesen
Produktion: Peter Aalbæk Jensen
Ib Tardini
Karen Bentzon
Musik: Jeppe Kaas
Kamera: Boje Lomholdt
Schnitt: Bodil Kjærhauge
Molly Marlene Stensgård

Besetzung: Ann Eleonora Jørgensen, Trine Dyrholm, Sonja Richter, Nicolaj Kopernikus, Lars Ranthe, Jens Albinus, Henrik Prip

2002

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Film: Für immer und ewig ist ein Film von Regisseurin Susanne Bier, gedreht im Jahr 2002 in Dänemark. Der Film wurde nach den Regeln des Dogma 95-Manifests gedreht.

Stab:
Regie: Susanne Bier
Drehbuch: Anders Thomas Jensen
Produktion: Sisse Graum Jørgensen, Peter Aalbæk Jensen, Vibeke Windelov, Karen Bentzon
Musik: Jesper Winge Leisner
Kamera: Morten Søborg
Schnitt: Thomas Krag, Pernille Bech Christensen

Besetzung: Sonja Richter, Mads Mikkelsen, Paprika Steen, Nikolaj Lie Kaas, Stine Bjerregaard, Birthe Neumann, Niels Olsen, Ulf Pilgaard, Anders Nyborg, Ida Dwinger, Michel Castenholt, Susanne Juhasz, Birgitte Prins, Tina Gylling Mortensen, Hanne Windfeld, Pelle Bang Sørensen, Jens Basse Dam, Ronnie Lorenzen

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