Domforum

Domforum
Bild: HOWI - Horsch, Willy
Lizenz: Public domain
Architekturpreis 1967
Bild: HOWI - Horsch, Willy
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Das Domforum (Eigenbezeichnung: DOMFORUM) liegt auf der Domplatte gegenüber dem Westportal des Kölner Doms und ist eine Einrichtung des Gesamtverbands der katholischen Kirchengemeinden in der Stadt Köln.



Inhaltsverzeichnis



Bauwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1953 von Fritz Schaller fertiggestellten Neubau mit Lichthof zog zunächst die frühere Bank für Gemeinwirtschaft ein. Der Schalterraum war mit Kettenvorhängen teiltransparent gegen Einblicke geschützt. Schaller schuf so ein Gebäude mit architektonischen Elementen, die die klassische „Begrenzung“ des Raumes aufhoben. Die vier oberen Etagen werden durch eine Betonrasterfassade zusammengefasst, deren Stahlstützpfeiler auch das Dach über dem zurückgesetzten letzten Geschoss tragen. Im gleichen Jahr wie der Neubau entstand der Taubenbrunnen von Ewald Mataré auf der Nordseite; er wurde von der Bank gestiftet. Das Erzbistum Köln erwarb das seit dem 3. Januar 1990 unter Denkmalschutz stehende Bürogebäude mit der Adresse Domkloster Nr. 3 im Jahre 1991 für 79 Millionen DM und ließ es zweckentsprechend umbauen. Seit Oktober 1995 ist hier für die kirchliche Öffentlichkeitsarbeit das Domforum und seit Juni 2000 auch das Domradio untergebracht.

Der ehemalige Schalterraum wird heute als Veranstaltungsraum genutzt. Äußerlich wirkt er tagsüber eher unscheinbar, bietet von innen einen Rundumblick über die Domplatte mit Dom, Hauptbahnhof Köln und Replik der Kreuzblume. Im Innenraum erstreckt sich über die gesamten fünf Stockwerke bis hin zum Glasdach hinauf ein quadratischer, innen verglaster Lichthof, der im ersten Stock durch einen kreisrunden Einschnitt begrenzt wird. Die großen Glasflächen im Erdgeschoss reichen bis zum Boden. Sie trennen das Foyer des Domforums von der Domplatte und sind durch ein rautenförmiges Netz engmaschig strukturiert. Die Glasflächen bilden keine Abgrenzung, sondern wirken wie eine Membran. Es soll der Eindruck von Durchlässigkeit und von der Verlängerung der Domplatte ins Haus entstehen.

Im Jahre 2010 wurde das Foyer des Domforums nach einem Architekturwettbewerb durch das Architekturbüro Martini Architekten aus Bonn grundlegend umgestaltet und im September 2010 übergeben.



Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Domforum fungiert als:

  • Besucherzentrum des Klner Doms. Im Domforum werden jhrlich etwa 8.000 Fhrungen fr die etwa sechs Millionen Besucher des Doms gesteuert. Das Domforum selbst zhlt jhrlich 300.000 Besucher. In einem im Keller gelegenen Kinosaal werden regelmig Filme ber den Dom gezeigt.
  • Citypastorales Informations- und Begegnungszentrum. Die Besucher des Domforums erhalten Informationen ber die Katholische Kirche in Kln, Gesprche und Beratung in religisen Fragen und Hilfe in psychischen und physischen Notlagen und spirituelle Impulse. Das Domforum verfgt ber einen Meditationsraum (Raum der Stille).
  • Veranstaltungszentrum der katholischen Kirche Klns. In jhrlich ber 400 Veranstaltungen werden Themen des katholischen Glaubens, des stdtischen Lebens und der politischen Bildung aufgegriffen sowie zahlreiche kulturelle Veranstaltungen durchgefhrt.

Dazu bietet das Domforum - zum Teil in Kooperation mit gesellschaftlichen und kirchlichen Gruppen - folgende Veranstaltungsformate an:

  • Kultur: Musik, Buchprsentationen und Lesungen, Ausstellungen, Filmforum
  • Stadtgesprch: Talk am Dom, Stadt-Punkte (Vortrge ber Kunst, Stadt und Kirche, Architektur), Klsch Musik und Kln
  • Zeit fr Gott / Einladung zum Glauben: Lust auf Bibel, Spiritualitt im Gesprch, Meditation im Raum der Stille
  • Glaube, Theologie und Religion: Theologische Vortrge und Reihen zu kumene, Dialog mit den Religionen, Theologisch-Literarisches Quartett, Pax Christi Forum
  • ?Gott und die Welt?: Reihe DOMFORUM - das thema - zu aktuellen gesellschaftlichen und kirchlichen Fragen, Mensch ? Umwelt ? Kirche, Interkulturelle Begegnung, Naturwissenschaft und Glaube, Fairer Markt

Weitere Einrichtungen im Haus sind das Katholische Stadtdekanat Köln, das Katholische Bildungswerk in der Stadt Köln (Zweigstelle des Bildungswerks der Erzdiözese Köln), der Katholikenausschuss Köln, das Dompfarramt, das Domradio und die Katholische Glaubensinformation FIDES.



Leiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Heinz Paulus (1995?2007)
  • Peter Scharr (2008?2010)
  • Rainer Tschenbnner (seit 2011)

Alle in Personalunion auch Leiter des Katholischen Bildungswerks in der Stadt Köln.



Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paulus, Karl Heinz: Ein offenes Haus der Kirche. Das Klner Domforum. In: Diakonia, 32. 2001, S. 322-325
  • Paulus, Karl Heinz: City- und Passantenpastoral am Beispiel des Klner Domforum. In: Lebendige Seelsorge, 51. 2000, S. 44-47
  • Felzmann, Gerda: Seelsorge und Spiritualitt im Domforum Kln. In: Pastoralblatt fr die Dizesen Aachen, Berlin, Essen, Hildesheim, Kln und Osnabrck, 51. 1999, S. 173-177
  • Wiegand, Markus, Merz, Martin: Kirche erleben - Zehn Jahre Domforum. Begegnung, Kultur und Information im Herzen von Kln. Wienand Verlag, Kln 2005


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ?Wolfram Hagspiel (Hrssg.), Kln - Ein Architekturfhrer, 1999, S. 7

50.9409630555566.9563680555556Koordinaten: 50° 56′ 27″ N, 6° 57′ 23″ O

DomforumBild: HOWI - Horsch, WillyLizenz: Public domain
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Das Domforum (Eigenbezeichnung: DOMFORUM) liegt auf der Domplatte gegenüber dem Westportal des Kölner Doms und ist eine Einrichtung des Gesamtverbands der katholischen Kirchengemeinden in der Stadt Köln.

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Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1954

Werk > Stadtgestaltung:
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Domplatte (Terrassenbauwerk an der Ost-, Nord- und Westseite des Kölner Doms, daran das Gebäude des Domforum) von (Fritz Schaller)

1936

Werk:
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Shocks (Algernon Blackwood)

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