Dritter Kongokrieg

Der Dritte Kongokrieg (so die im Kongo übliche Bezeichnung, in den internationalen Medien zumeist als Kivu-Krieg oder (ungenau) als Kivu-Konflikt bezeichnet) war ein von 2006 bis 2009 dauernder Bürgerkrieg in der Provinz Nord-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo.

Während des zweijährigen Krieges, der mehrmals von längeren Phasen des Waffenstillstands unterbrochen war, kämpften die Tutsi-Rebellen des Nationalkongress zur Verteidigung des Volkes (CNDP) gegen die kongolesischen Regierungsstreitkräfte, die sie der Kooperation mit den Hutu-Milizen der Forces Démocratiques de Libération du Rwanda (FDLR) bezichtigten. Im Januar 2007 und im Januar 2008 wurde jeweils ein Waffenstillstand ausgehandelt, der aber jeweils nur wenige Monate lang hielt. Nach einer Großoffensive eroberte die CNDP im Herbst 2008 mehrere wichtige Städte in der Provinz Nord-Kivu und kündigte an, die Regierung in Kinshasa stürzen zu wollen. Die Kampfhandlungen endeten abrupt im Januar 2009 mit einem Waffenstillstand, als die CNDP nach internen Streitigkeiten einseitig den Krieg für beendet erklärte. Ein dauerhafter Frieden in der Region, die seit 1994 unter einem unübersichtlichen Bürgerkrieg mit dutzenden Fraktionen leidet, kam dabei aber nicht zustande.

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Nairobi/Kenia: Laurent Nkunda, der als Führer der kongolesischen CNDP-Rebellen Hauptverantwortlicher des dritten Kongokriegs, wird in Ruanda festgenommen.

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